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Linux im Telefon: HTC Hero mit Android
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Marktmacht Windows
- 2 – Zwei Konsortien - ein Ziel
- 3 – Android: Mächtig, aber mit Verbesserungspotential
- 4 – Custom-Firmware am Beispiel HTC Hero
- 5 – Daten sichern und Firmware aufspielen
- 6 – WiFi-Tethering
- 7 – Fazit
- 8 – Mehr zum Thema
Wie kann man auf Android-Handys neue Firmware aufspielen? Immerhin ist Android ein offenes Linux-Betriebssystem für Mobiltelefone, an dem nicht nur Tüftler ihren Spaß haben. Welche Möglichkeiten hat man damit? Ist es wirklich so offen?
Linux gilt seit Jahren als stabiles Betriebssystem, das vorwiegend beim Betrieb von Servern eingesetzt wird. Die Verbreitung im privaten Umfeld hingegen hinkt der Verbreitung im geschäftlichen Umfeld hinterher. Zu groß ist hier die Marktmacht des Unternehmens Microsoft, das mit den verschiedenen Windows-Betriebssystemen einen de-facto Standard geschaffen hat.
An diesem Standard konnte auch der Unternehmer Mark Shuttleworth mit der Gründung des Unternehmens Canonical Limited wenig ändern. Canonical Limited unterstützt Projekte aus dem Open-Source-Bereich und wurde vor allem durch die Entwicklung der auf Debian basierenden Linux-Distribution Ubuntu bekannt. Die Zielsetzung bei der Entwicklung von Ubuntu ist, ein weniger komplex zu bedienendes Linux-Betriebssystem anzubieten und so neue Anwender zu erreichen. Doch auch wenn Ubuntu einfacher als andere Linux-Distributionen zu bedienen ist: an der großen Verbreitung der Windows-Betriebssysteme auf Desktop-Computern hat dies nichts geändert.
...aber nicht auf Mobilgeräten
Ein etwas anderes Bild der Verbreitung von Betriebssystemen ergibt sich jedoch bei der Betrachtung mobiler Endgeräte wie Handys, Smart Phones und PDAs. Zwar kann auch hier Microsoft mit seinen Windows Mobile Betriebssystemen einen gewissen Marktanteil vorweisen, ist aber von einer marktbeherrschenden Stellung weit entfernt. Hersteller von Mobiltelefonen haben hier in der Vergangenheit hauptsächlich auf das Betriebssystem Symbian OS gesetzt, das unter anderem auf diversen Handys von Nokia, Samsung und Motorola Verwendung findet.
Den Marktanalysten von Gartner zufolge fand im 2. Quartal 2009 Symbian OS mit 51% Marktanteil die höchste Verbreitung unter den mobilen Betriebssystemen. An zweiter Stelle folgt BlackBerry OS mit 18,7% und auch Apple kann sich mit seinem iPhone OS 13,3% Marktanteil sichern. Abgeschlagen, mit gerade einmal 9% Marktanteil, folgt Microsoft mit dem Windows Mobile Betriebssystem.
Linux auf Handys
Ob Microsoft seinen Marktanteil bei den mobilen Betriebssystemen halten oder sogar noch steigern kann wird die Zukunft zeigen. Zwar prophezeien die Marktforscher von iSupply einen Aufschwung, doch selbst Microsoft-CEO Steve Ballmer zeigt sich unzufrieden mit dem hauseigenen mobilen Betriebssystem. Zudem haben sich mit der LiMo-Foundation und der Open Handset Alliance (initiiert durch Google) zwei starke Konsortien gebildet, die beide das Ziel haben, Linux-basierte Betriebssysteme für Mobiltelefone zu entwickeln. Auch Canonical Limited arbeitet mit Ubuntu Mobile an einer Linux-Distribution für mobile Endgeräte.
Die zurzeit erfolgversprechendste Linux-Plattform ist das von der Open Handset Alliance entwickelte Betriebssystem Android, das bereits auf diversen Mobiltelefonen wie zum Beispiel dem Samsung Galaxy I7500 oder dem HTC Hero (T-Mobile G2 Touch) zum Einsatz kommt. Auf letzteres werden wir im Laufe des Artikels näher eingehen.

"Letztendlich bestimmt allerdings Google, welche Dienste den Anwendern zur Verfügung gestellt werden und welche Werbung sie auf ihrem Handy sehen."
Das ist nicht korrekt.
Vielmehr entscheided der Gerätehersteller bzw. der Mobilfunkbetreiber ob er sein Gerät mit seinen eigenen Diensten oder den Google Applikationen ausliefert. Zu diesem Zweck sind die Google Applikationen auch austauschbar und gehören nicht zu dem Betriebssystem Android.
Als Anwendungsentwickler stört mich an Android vor allem der Java Ansatz. Zwar soll das ganze Plattformunabhängigkeit sichern, aber da viele Sachen in der DalvikVM viel zu langsam sind, geht man dann doch wieder den Weg über das NDK und raus kommt eine .so Datei die wieder plattformspezifisch ist. Warum dann nicht gleich C/C++ verwenden und sich keine Gedanken über Garbage Collections oder fehlende JIT Compiler machen müssen.
Für Windows Mobile gibts übrigens das .Net Compact FrameWork (C#). Damit kann man die gleiche .exe auf PPC 2003, WM5, WM6 und Desktop Windows starten !
Als IDE nehm ich immer SharpDevelop.