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Serial Attached SCSI und SATA

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16:21 - 27/01/2009 von Patrick Schmid, Achim Roos

Es gibt zahlreiche Gründe, sich direkt für einen RAID-Controller auf SAS-Basis zu entscheiden. An erster Stelle steht die Kompatibilität dieser Host-Adapter-Karten, schließlich unterstützt das SAS-Protokoll alle notwendigen Protokolle für den Betrieb von SATA-Festplatten - beide verwenden praktisch die gleichen Anschlüsse. SAS dient als Abkürzung für Serial Attached SCSI und repräsentiert eine serielle Implementierung des parallelen SCSI Bus-Protokolls, auch als SSP bekannt, das SAS SCSI-Protokoll. Allerdings implementieren SAS-Controller auch STP – das SATA-Tunneling-Protokoll – wodurch Controller entweder SAS- oder SATA-Laufwerke betreiben können. Im Gegensatz dazu unterstützten SATA-Controller keine SAS-Laufwerke.

Weshalb die richtige Auswahl so wichtig ist

Wenn Sie mit dem Storage-Markt vertraut sind, wissen Sie auch, dass es Mainstream-Laufwerke mit einer Kapazität von bis zu 1,5 TB sowie professionelle Laufwerk-Modelle mit einer Kapazität von bis zu 300 GB (bald 600 GB) gibt. Professionelle Laufwerke basieren grundsätzlich auf einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 10.000 U/Min bzw. 15.000 U/Min oder Flash-Speicher, einem Formfaktor von 2,5 oder 3,5 Zoll und einem SAS-Anschluss, der zwecks Performance und Redundanz zwei separate Verbindungen zum Controller ermöglicht. Laufwerke und Controller sind bedeutend teurer als Desktop-Laufwerke für den Mainstream. Dadurch sprechen derartige Produkte natürlich eher Anwendungen im Unternehmensbereich an, wo Performance und Management eine größere Rolle spielt als der Kostenfaktor.

Allerdings lassen sich große Speicher-Kapazitäten für Near Line- und Offline-Speicher nur durch Laufwerke mit hoher Kapazität umsetzen. Als Beispiel für Near Line-Speicher seien tägliche Backups genannt, wohingegen Offline-Storage als Begriff für‘s Archivieren und ähnliche Anwendungen gilt, die keinen schnellen oder häufigen direkten Zugriff erfordern. Jedoch sind für große Kapazitäten Mainstream-Laufwerke mit entsprechenden SATA-Anschlüssen notwendig. Diese wurden von den meisten Herstellern mittlerweile so angepasst, dass sie den Anforderungen an Langlebigkeit und Zuverlässigkeit bei Anwendungen im Unternehmensbereich gewachsen sind. Hitachi hat die Ultrastar 7K1000, Seagate bietet die Barracuda ES etc.

Wenn Sie hohe Performance und mit großer Kapazität auf einer einzelnen Architektur verbinden wollen, brauchen Sie Laufwerke mit hoher Kapazität auf Serial ATA-Basis und hochleistungsfähige SAS-Laufwerke. Die von uns getesteten Controller eignen sich genau dafür.

Wo SAS nicht zu schlagen ist

SAS bietet mehr Vorteile als SATA. Beide Schnittstellen basieren zwar auf Point-to-Point-Verbindungen, allerdings unterstützt nur SAS Expander, wodurch Sie mehr Laufwerke anschließen können als Ports auf dem Controller vorhanden sind. Dies geht über Port Multiplier bei SATA hinaus, da Expendar teilweise auch hintereinander geschaltet werden können und mehrere Kanäle gebündelt werden können. Denken Sie bei Expandern an eine Art SAS-Switch. Bis zu zwei Edge-Expander für bis zu 128 Laufwerke pro Expander können an einen SAS-Controller angeschlossen werden. Fanout-Expander dienen wiederum dem Anschluss von bis zu 128 Edge-Expandern. SAS-Kabel sind für individuelle Verbindungen (SFF-8482 Kabel) erhältlich. Allerdings sind die meisten Controller mit SFF-8470-Anschlüssen ausgerüstet, die vier SAS-Anschlüsse auf Backplanes und ähnliche Geräte routen, die auch von Infiniband genutzt werden.

Während SATA auf Halb-duplex-Anschlüssen basiert, ist SAS ein voll-duplexer Link, der zwecks Performance-Steigerung und Erstellung redundanter Verbindungen zudem Port-Aggregation und Dual-Link-Modus unterstützt.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 27/01/2009 20:51
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"Dieses Mal war das Basis-Modell 5405 an der Reihe, der preiswerteste Speicher-Controller von Adaptec"

Das zweifle ich jetzt aber stark an. Der 3405 kostet weniger:-)
Was ich gerne in dem Artikel gesehen hätte, ist der Stromverbrauch der Raid Karten selbst. Die Karten von Adaptec sind nämlich nich tgerade sparsam.

toudoku 28/01/2009 02:09
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Zitat :Highpoint... Hier scheint die XOR-Beschleunigung durch den Systemprozessor besser zu funktionieren...

Nette Formulierung ;)

Mecki 28/01/2009 09:42
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-0+

Leider wieder mal ein "Test" von RAID Controllern ohne die wirklich spannenden Punkte: was passiert wenn man das RAID wirklich benötigt ?

Wie verhält sich das RAID im degraded-Zustand ?
Wie lange sind die Rebuild-Zeiten?
Wie sieht es mit der Alarmierung aus ?
Piepst der Controller selbst oder eine Überwachungssoftware ?
Wie hoch ist die CPU-Last (insbesondere bei hoher Last/rebuild im RAID5/6) ?
Lassen sich beim Hersteller die RAID-Platten auf ältere und neuere Controller migrieren ?

Anonymer Nutzer 28/01/2009 14:44
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Absolut richtig Mecki!
Die Zielgruppe sind hier klar Gamer. Und die setzen ja eh nur raid 0 ein.

Schade

menschenhasser 28/01/2009 20:42
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Ich bin im Besitz der Highpoint Controller Karte und kann sagen, dass es ein Fehlkauf war.
Das liegt an drei Gründen:
1. Der Highpoint-Support Antwortet nicht!
2. Eventuell hat das Highpoint-Bios probleme mit Intel RAID Controllern oder nur mit dem auf dem P5W DH Deluxe
3. Die Software + Web Interface vom Highpoint Controller sind auf keinen Fall ausgereift!

Zu dem Preis kann ich nur sagen: Er ist mit großem Abstand günstiger als der Adaptec Controller! Guckt euch mal die Preise von Kabeln für SAS an!
Ich habe 2 SAS HDDs und die richtigen Kabel liegen bei dem Highpoint-Controller dabei. Beim Adaptec hätte ich dann nochmal zusätzlich investieren müssen.

Kurze Erläuterung zu meinem Problem mit dem Controller: Ich habe ein P5W DH Deluxe und dort auch schon 2 Raids eingerichtet. Die Raids funktionieren aber nur bedingt zeitgleich mit dem Highpoint Controller. Ich musste die Bootmöglichkeit den anderen Raids nehmen und die SATA Ports auf IDE-Kompatibel schalten um die Installation von Vista durchführen zu können. Asus sagt es liegt an Highpoint und Highpoint antwortet nicht ;(
Auch kommt man nicht ins Bios oder Bootmenü sobald auf dem Highpoint Controller ein Raid eingerichtet ist, wenn einer der beiden anderen Controller( Intel Ich7 und JMicro ) bootfähig ist.
Das hat nerven gekostet ;)

Nagilum 30/01/2009 23:54
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Die bereits erwähnte Cheetah15k6 Serie bietet übrigens seit Monaten Kapazitäten bis zu 450 GB. Hitachi bietet solche Platten ebenfals schon länger an.
Solltet ihr aber wissen, sie stehen auch in eurer Datenbank.

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