- Rekord-Festplatte: 750 GB Caviar SE16 schafft 95 MB/s
- Computex 2007: Die Analyse
- Nvidia und Raptor: Nichts geht mehr
- Metamorphose: RAID-Verbund auf Sicherheit trimmen
- Erste Terabyte-Festplatte: Was taugt Hitachis 7K1000?
- Drehzahl vs. Cache: Festplatten unter der Lupe
- Auf die Größe kommt es an: Plattenkapazitäten und Bauformen
- Datenrettung: Königsklasse RAID-Verbund
- Lifestyle auf dem Schreibtisch: WD MyBook Pro Edition 500 GB
- Hamachi: Backup und Datensynchronisation via Internet
Was bringen Hybrid-Festplatten?
1 - Verändern Hybrid-Festplatten die Festplattenwelt?
Die Spinpoint MH80 von Samsung bietet 256 MB On-Board Flash-Speicher, der von Windows Vista als reaktionsschneller Zwischenspeicher verwendet wird. Steigern Hybrid-Festplatten tatsächlich Performance oder Akkulaufzeit? Die ersten Ergebnisse unserer Tests sind ernüchternd.
Schnelle Festplatten, die ausschließlich auf Flash-Speicher basieren, bleiben wegen vergleichsweise hoher Kosten pro Gigabyte ein Produkt für zahlungskräftige Kunden. Und dasobwohl eine zunehmende Zahl von Speicherherstellern angekündigt hat, bald Flash-Festplatten in 2,5” und 1,8” anzubieten. Für 250 Euro erhält man heute eine 3,5”-Desktop-Festplatte mit 750 GB, oder eine Flash-Festplatte mit 16 bis 32 GB. Doch ab sofort gibt es da eine Zwischenlösung: Hybrid-Festplatten. Diese Technologie paart eine herkömmliche Festplatte mit einem zusätzlichen, nicht-flüchtigen Flash-Speicher, um häufig verwendete Daten leistungssteigernd auf Abruf bereit zu halten. Microsoft und weitere Hersteller wie z.B. Samsung versprechen eine verbesserte Akku-Laufzeit von Notebooks, generelle Leistungssteigerungen und eine erhöhte Lebensdauer für Hybrid-Laufwerke.
Nach monatelangem Warten erreichte endlich die erste Hybrid-Festplatte unser Testlabor: Die Samsung SpinPoint MH80. Sie ähnelt der SpinPoint M80, deren Testergebnisse Sie hier finden. Allerdings bietet die MH80 zusätzlich 256 MB Flash-Speicher. Dieser nichtflüchtige Cache soll einspringen, wo herkömmliche Festplatten ihren Grenzen haben: Flash-Speicher leidet nicht unter den für mechanische Festplatten typischen langen Zugriffszeiten, zudem ist er sehr robust und verbraucht auch deutlich weniger Energie als der Spindelmotor eines normalen Laufwerks. Das Konzept der Hybrid-Festplatten ermöglicht es den OEMs (Originalausstattern), bestimmte, häufig genutzte Anwendungsdaten zwecks schnelleren Zugriffs auf dem nichtflüchtigen Cache abzulegen. Gleichzeitig wird der Flash-Speicherbereich als zeitweiliger Lese-/Schreib-Zwischenspeicher und als Cache für Anwendungen eingesetzt, damit der Spindelmotor des Laufwerks während Zeiten geringer Aktivität angehalten und dadurch der Stromverbrauch in Notebooks zugunsten längerer Akku-Laufzeiten reduziert werden kann.
Das Konzept einer Hybrid-Festplatte macht für Notebook-Festplatten am meisten Sinn, da diese typischerweise bedeutend langsamer sind als Desktop-Festplatten und deswegen immer etwas mehr Leistung vertragen können. Für Nutzer von mobilen Geräten sind natürlich auch Stromverbrauch und Robustheit eines Geräts von Interesse. Es hat schon ein paar Jahre gedauert, bis Hybrid-Festplatten letztlich realisiert wurden, schon allein weil man die verfügbaren Speicherdichten bei Flash erst einmal erschwingliche Preise erreichen mussten. Zudem hat es ein wenig gedauert, so genannte Wear-Leveling-Algorithmen zu testen und zu implementieren - zu Bedenken ist nämlich, dass die Lebenserwartung von Flash-Zellen noch immer begrenzt ist und eine gleichmäßige Verwendung der Gesamtlebenserwartung zugute kommt. Letztlich muss das Betriebssystem diesen Zusatzspeicher auch unterstützen, was zu diesem Zeitpunkt auf Windows Vista zutrifft. Wollen wir doch mal sehen, was die erste Hybrid-Festplatte tatsächlich kann.
- Seite vor Hybrid-Festplatten (H-HDDs) und Vista...
- 1 Verändern Hybrid-Festplatten die Festplattenwelt?
- 2 Hybrid-Festplatten (H-HDDs) und Vista ReadyDrive
- 3 Nicht-flüchtiger Cache (NV-Cache)
- 4 Vista ReadyDrive, Anwendungs-Pinning und SuperFetch
- 5 Samsung SpinPoint MH80 Hybrid-Festplatte
- 6 Testkonfiguration und Transferdiagramm
Die Test-tools für Festplatten testen doch in der Regel "nur" die physische Festplatte und was habt ihr da erwartet welche Ergebnisse bei einer 5400rpm HD rauskommt ? Für ein H-HDD ist dann entscheidend welche Performancevorteile man über den Flash-Zwischencache bekommt und laut eurem Vista-Start Test zeigt sich doch klar das der Flash Wirkung zeigt wenn auch nur Gering da erstens nur 130MB vorhanden ist zweitens der Flash auch nicht super und rasend schnell ist , immerhin hatte ich schon Messergebnisse von SSDs gesehen die bis über 60MB/sec gehen.
Eure pauschale Einschätzung für H-HDDs ist da m.E. nicht ganz korrekt.
Nachtrag: Man muss euch das doch nicht extra erst erklären das man eine HHDD praktisch nur mit Anwendungen testen kann die auch von dem Flash profitieren ?!
Schade das die Hybrid Festplatten anscheinend nur eine vernachlässigte Randerscheinung sind. Aktuell 256MB ist bissel wenig. 1 GB waäre sicher effektiver und sehr schade finde ich auch das man den Flashspeicher von mehreren HDDs nicht gemeinsam nutzen kann wenn man z.b. ein Notebook mit 2 HDDs hat, wären zumindest 512MB möglich.