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Dienstevielfalt - AIM, ICQ, Live Messenger & Co.

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16:18 - 17/07/2007 von Marcel Binder

Instant Messaging

Mirabilis wurde 1998 von AOL aufgekauft. Da AOL mit AIM (AOL Instant Messenger) selbst einen Instant-Messaging-Dienst anbietet, wurde durch die Anpassung der Übertragungsprotokolle von ICQ und AIM die Möglichkeit geschaffen, dass Nutzer der AIM-Software mit Nutzern von ICQ in Verbindung treten konnten und umgekehrt. Somit wurde eines der größten Instant-Messaging-Netzwerke mit aktuell geschätzten 400 Millionen registrierten Anwendern und einem Marktanteil von über 50% geschaffen.

Neben AOL sind auch Microsoft und Yahoo auf dem Instant-Messaging-Markt vertreten. Sie buhlen um die Gunst der Benutzer, um über die Instant-Messaging-Software auf diverse Angebote und Dienstleistungen aufmerksam zu machen und Einnahmen über Werbung zu erzielen. Microsoft erreicht mit seinem Windows Live Messenger (vormals MSN Messenger) knapp 300 Millionen Anwender, was den Live Messenger zum meist genutzten Instant-Messaging-Programm macht. Yahoo hat gegenüber Microsoft und America Online eine Vergleichsweise kleine Nutzerbasis im unteren zweistelligen Millionenbereich. Ende September 2006 haben Microsoft und Yahoo nach einer zweimonatigen Betaphase ihre Messenger-Netze zusammengeschaltet.

Chaos im IM-Universum: Programmvielfalt und Inkompatibilität

Der Vorgang der Anpassung von Übertragungsprotokollen zeigt eines der größten Probleme des Instant Messaging für den Benutzer auf. Da alle großen Anbieter auf ein eigenes Protokoll setzen, sind diese trotz der Anpassungen nur eingeschränkt kompatibel zueinander. Dies bedeutet, dass es bei der Verwendung von verschiedenen Messenger-Programmen der Teilnehmer zu Problemen bei der Verwendung von Features wie zum Beispiel der Übertragung von Dateien kommt. Dies bedeutet in der Praxis, dass jeder, der per Instant Messaging, für eine breite Basis erreichbar sein möchte, sich bei mehreren IM-Netzwerken registrieren muss, die alle wiederum ihre eigene Software verlangen. Ein auch nicht zu vernachlässigender Punkt sind die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Messenger-Dienste.

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Kommentare zum Beitrag
FreXxX 18/07/2007 09:33
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-0+

an sich ein sehr interessanter artikel, wie eigentlich immer.
irgendwie fehlt mir nur das IRC komplett, wie kann denn das sein?
schliesslich wäre das auch eine möglichkeit.
desweiteren könnten unternehmen eigene chaträume, sogenannte channels, betreiben, um dort support oder ähnliches zu leisten, oder nachrichten an teams zu verschicken, was durchaus teilweise schon praktiziert wird.
mfg
FreXxX

Neon03 18/07/2007 11:01
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-0+

Ich stimme FreXxX voll zu. IRC ist mit einer der grössten Instant Messaging Netzwerke und kann auch anderweitig genutzt werden.......

Uwe82 22/07/2007 17:40
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-0+

Ach herrje, ICQ, Jabber, MSN und AIM fürs Unternehmen? Naja, Sicherheitslücken aufreißen kann man auch einfacher und direkter. Jabber kann ich noch verstehen, weil man eigene Server aufsetzen kann.

Aber wer sowas im Unternehmen nutzen will, der holt sich was ordentliches: Lotus Notes hat das eingebaut und einige Unternehmen nutzen es auch und wer es richtig edel will, greift zum neuen Office Live Communication Server, der auch direkt eine Telefonanlage ersetzen kann, wenn man es weit treibt.

Niemals würde ich ICQ & Co. unternehmensweit zulassen, es gibt genug Leute, die es sich schon selbst auf dem Computer installieren.

commander_keen 26/07/2007 15:05
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-0+

Auch mir fehlt der IRC hier irgendwie komplett. Da wird im ARtikel die Geschichte des IM 1996 begonnen, dabei gibt es IRC seit 1988 und ist seit den neunziger Jahren auch deutlich verbreitet.
Soweit ich weiß sind auch gesicherte Verbindungen über SSL inzwischen möglich (hab ich aber zugegenermaßen noch nie benutzt).
Warum bleibt dieser Dinosaurier des InstantMessaging hier außen vor?

Die Jabber-Beschreibung hingegen war gut und verschaffte einen netten Einstieg für Leute, die damit bisher nicht so zu tun hatten und es nur dem Namen nach kannten.

Jan 15/09/2007 22:16
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-0+

Soweit Wikipedia und Ich wissen ist IRC kein Instant Messaging Protokoll, sondern ein Chat Protokoll.

Der Unterschied liegt auf der Hand:
Instant Messaging legt den Schwerpunkt auf das Gespräch zweier Personen, die Sich kennen - IRC legt eher Wert auf Chats von mehr als zwei teilnehmern, die sich meistens nicht kennen. Natürlich kann man den IRC auch zum Zweipersonenchat machen - sei es mit zwei Leuten im Channel oder per Query.

Zurück zum Artikel:
Ich finde auch gut, dass Jabber so ausführlich behandelt wird. vor allem, weil so viele Protokolle auf einmal genannt werden - es ist jetzt nämlich egal ob man ICQ oder AIM oder MSN googlet - man kommt immer irgendwie auf diesen Artikel und man liest sich das durch und testet es. Hoffendlich setzt sich der Standard noch weiter durch.

Naja, genug Senf dazu gegeben ;-)

Viel Spaß,

Jan

commander_keen 16/09/2007 02:09
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-0+

Sry, aber dem muss ich (sogar mit Hilfe von Wikipedia) widersprechen:
"Instant messaging (IM) is a form of real-time communication between two or more people based on typed text. The text is conveyed via computers connected over a network such as the Internet."

"nstant messaging requires an instant messaging client that connects to an instant messaging service. Instant messaging differs from e-mail in that conversations happen in real-time."

Die "Echtzeit"-Textübertragung (instant) charakterisiert diese Messenger primär, nicht die Anzahl der Teilnehmer.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Instant_Messaging)

Und nur weil die neueren Systeme primär nicht auf channels setzen, disqualifiziert das den IRC, wie du schon richtig feststelltest nicht für 2er-Gespräche.
Gerade in einer Firma kann es doch durchaus interessant sein, wenn man sich an einem "runden Tisch" trifft zu einer bestimmten Zeit...

Jan 16/09/2007 11:19
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-0+

Es ging mir nicht primär um die Anzahl der Gesprächsteilnehmer, sondern darum, dass man beim Instant Messaging eine Kontaktliste hat. Trotzdem muss ich gestehen, dass auch in der deutschen Wikipedia steht, dass IRC Instant Messaging ist.
Allerdings finde ich es nicht sehr schlimm, dass der IRC hier nicht genannt wurde, da sowohl proprietäre, als auch freie Protokolle inzwischen nachgezogen haben und Multi User Chats zulassen. (Mit icq und Yahoo! bin ich mir nicht sicher, aber MSN und Jabber unterstützen diese Funktion sicher.)
Soweit ich weiß (ich lasse mich auch hier wieder gerne belehren) gibt es im IRC keine Möglichkeit, dass nur registrierte Nutzer in den Chats Lesen und/oder schreiben.
Von daher könnte doch jeder in die Channels hineinspazieren, oder nicht? Dem ist bei Jabber vogesorgt, man kann leicht Userlisten von denen erstellen, in den Channel dürfen und die, die es nicht tun.

commander_keen 16/09/2007 13:05
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-0+

Natürlich haben andere Protokolle nachgezogen, das ist wohl unbestreitbar, ich will ja auch nicht behaupten, der IRC wäre allen überlegen o.ä., allerdings vermisse ich eben bei einem solchen Artikel der Vollständigkeit halber diesen "nicht ganz unüblichen" Vertreter.

In der Tat läuft Zugangskontrolle im IRC nicht über eine Regisrierung. Zugangskontrolle zu einem channel im IRC findet über ein optionales Passwort statt.
(Es ist auch möglich einen channel auf "invite only" zu stellen, sodass nur Leute reinkommen, die eingeladen werden, aber das ist für diesen Anwendungsfall wohl nicht angebracht)

Das soll jetzt nicht allzu belehrend sein, nur weiß ich nicht, wie vertraut du mit dem Netzwerk bist, daher hole ich mal etwas aus (wenn das alles bekannt ist, auch gut ;-) )
Das Recht, ob jemand schreiben oder nur lesen darf, erfolgt mit Vergabe des Levels "voice", wenn der channel den Modus "moderated" erhält.
Voice-user erhalten so im channel das Recht zu sprechen, alle "darunter" können nur mitlesen. Die Vergabe dieses Rechts hängt vom auth (der Registrierung im jeweiligen IRC-Netzwerk) ab...oder ein Operator vergibt das Recht manuell.

Man kann auch einen Modus setzen, um nur von registrierten Nutzern im query angesprochen zu werden...aber genug dazu, jedes Netzwerk hat eben so seine Vor- und Nachteile.

Schönen Sonntag noch :-)
Gruß

Martin

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