Um die Installation von mehreren IM-Clients zu umgehen ist es möglich, auf einen Multi-Protokoll-Client wie Trillian, Miranda oder Pidgin auszuweichen. Der Vorteil einer solchen Software gegenüber der Installation mehrerer IM-Clients verschiedener Anbieter liegt auf der Hand: Schonung der Systemressourcen und Verwaltung von Kontakten über eine Oberfläche. Allerdings kommt es hier auch immer wieder zu Problemen bei der Verwendung von IM-Netzwerkspezifischen Funktionen wie zum Beispiel der Videoübertragung. Außerdem werden des Öfteren Veränderungen an den Protokollen der IM-Netzwerke vorgenommen, was zur Folge hat, dass Benutzer einer Multiprotokoll-IM-Software auf ein Update des Herstellers warten müssen und sich bis zu dessen Erscheinen nicht mit dem Netzwerk verbinden können.
Geschlossene Systeme als Sicherheitsrisiko für die Nutzer
Die Übertragungsprotokolle der großen Instant-Messaging-Plattformen werden vom jeweiligen Anbieter vorgegeben und sind nicht offengelegt. Auch die Kommunikation der Benutzer läuft über zentrale Server der Anbieter. Somit sind die Benutzer auf das Wohlwollen der IM-Anbieter angewiesen, die Schnittstellen zwischen den Protokollen aufrechtzuerhalten. Auch die Absicherung der Kommunikation unter den Benutzern, wenn überhaupt vorhanden, basiert auf proprietären Verschlüsselungslösungen. Die Verschlüsselung funktioniert meistens auch nur dann, wenn die Kommunikationspartner den gleichen IM-Client verwenden. Die Kommunikation über gängige Instant Messaging Programme kann überwiegend als ungesicherte Kommunikation, angesehen werden. Diese kann abgefangen und mitgelesen werden und stellt so vor allem in Unternehmen ein Sicherheitsrisiko dar.
Wie man diesem Sicherheitsrisiko bei der Verwendung von E-Mails entgegenwirken kann haben wir Ihnen im Artikel E-Mail-Sicherheit: Verschlüsselung für jedermann beschrieben.
Restriktive Nutzungsbedingungen
Gegen die Benutzung der IM Plattformen von Microsoft, America Online, ICQ Inc. und Yahoo sprechen neben dem Sicherheitsrisiko durch unverschlüsselte Übertragung hauptsächlich die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Dienste. So verbieten zum Beispiel AOL und Microsoft die Nutzung des IM-Dienstes mit alternativen unlizenzierten Clients von Drittanbietern, hierunter fallen auch die Multiprotokoll Messenger, ausdrücklich. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Programme wie Trillian und Miranda zwar momentan funktionieren, allerdings von den IM-Netzanbietern nur geduldet werden und keiner weiß genau, ab wann dies nicht mehr der Fall sein wird.
Weitaus kritikwürdiger ist jedoch der Umstand, dass man durch die Nutzung von ICQ automatisch jegliche geistigen Eigentumsrechte an den über das ICQ Netzwerk übertragenen Daten an ICQ Inc. überträgt und dies von ICQ Inc. unter eigenen Namen veröffentlicht oder vertrieben werden darf. Microsoft hingegen macht zur Bedingung, dass auf Kommunikationsinhalte zugegriffen werden kann. Auch AOL lässt sich nicht lumpen und bekommt automatisch die Rechte an Bildern oder Inhalten die in öffentlichen Bereichen der AIM-Produkte veröffentlicht werden.
Die Verwendung einer gängigen Instant-Messaging-Lösung ist somit durch die genannten Umstände für den Benutzer eine unsichere Sache. Durch die Nutzungsbedingungen ist für Unternehmen die Verwendung von AIM, ICQ und Co. wohl ohnehin gestorben. Welches Unternehmen überträgt schon gerne geistige Eigentumsrechte ohne Gegenleistung?
- crysis windows 7 sound knistern
- icq status checker
- amd phenom ii x2 550 freischalten
- amd intel benchmark
- icq self remover
- intel q6600 core temp
- vga auf fernseher
- nero disc at once fehlgeschlagen
- hanns.g hg281
- monkey island 3 windows 7
- 16 mbit
- computer schaltet aus bei windows installation
- computer schaltet aus bei windows installation


an sich ein sehr interessanter artikel, wie eigentlich immer.
irgendwie fehlt mir nur das IRC komplett, wie kann denn das sein?
schliesslich wäre das auch eine möglichkeit.
desweiteren könnten unternehmen eigene chaträume, sogenannte channels, betreiben, um dort support oder ähnliches zu leisten, oder nachrichten an teams zu verschicken, was durchaus teilweise schon praktiziert wird.
mfg
FreXxX
Ich stimme FreXxX voll zu. IRC ist mit einer der grössten Instant Messaging Netzwerke und kann auch anderweitig genutzt werden.......
Ach herrje, ICQ, Jabber, MSN und AIM fürs Unternehmen? Naja, Sicherheitslücken aufreißen kann man auch einfacher und direkter. Jabber kann ich noch verstehen, weil man eigene Server aufsetzen kann.
Aber wer sowas im Unternehmen nutzen will, der holt sich was ordentliches: Lotus Notes hat das eingebaut und einige Unternehmen nutzen es auch und wer es richtig edel will, greift zum neuen Office Live Communication Server, der auch direkt eine Telefonanlage ersetzen kann, wenn man es weit treibt.
Niemals würde ich ICQ & Co. unternehmensweit zulassen, es gibt genug Leute, die es sich schon selbst auf dem Computer installieren.
Auch mir fehlt der IRC hier irgendwie komplett. Da wird im ARtikel die Geschichte des IM 1996 begonnen, dabei gibt es IRC seit 1988 und ist seit den neunziger Jahren auch deutlich verbreitet.
Soweit ich weiß sind auch gesicherte Verbindungen über SSL inzwischen möglich (hab ich aber zugegenermaßen noch nie benutzt).
Warum bleibt dieser Dinosaurier des InstantMessaging hier außen vor?
Die Jabber-Beschreibung hingegen war gut und verschaffte einen netten Einstieg für Leute, die damit bisher nicht so zu tun hatten und es nur dem Namen nach kannten.
Soweit Wikipedia und Ich wissen ist IRC kein Instant Messaging Protokoll, sondern ein Chat Protokoll.
Der Unterschied liegt auf der Hand:
Instant Messaging legt den Schwerpunkt auf das Gespräch zweier Personen, die Sich kennen - IRC legt eher Wert auf Chats von mehr als zwei teilnehmern, die sich meistens nicht kennen. Natürlich kann man den IRC auch zum Zweipersonenchat machen - sei es mit zwei Leuten im Channel oder per Query.
Zurück zum Artikel:
Ich finde auch gut, dass Jabber so ausführlich behandelt wird. vor allem, weil so viele Protokolle auf einmal genannt werden - es ist jetzt nämlich egal ob man ICQ oder AIM oder MSN googlet - man kommt immer irgendwie auf diesen Artikel und man liest sich das durch und testet es. Hoffendlich setzt sich der Standard noch weiter durch.
Naja, genug Senf dazu gegeben ;-)
Viel Spaß,
Jan
Sry, aber dem muss ich (sogar mit Hilfe von Wikipedia) widersprechen:
"Instant messaging (IM) is a form of real-time communication between two or more people based on typed text. The text is conveyed via computers connected over a network such as the Internet."
"nstant messaging requires an instant messaging client that connects to an instant messaging service. Instant messaging differs from e-mail in that conversations happen in real-time."
Die "Echtzeit"-Textübertragung (instant) charakterisiert diese Messenger primär, nicht die Anzahl der Teilnehmer.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Instant_Messaging)
Und nur weil die neueren Systeme primär nicht auf channels setzen, disqualifiziert das den IRC, wie du schon richtig feststelltest nicht für 2er-Gespräche.
Gerade in einer Firma kann es doch durchaus interessant sein, wenn man sich an einem "runden Tisch" trifft zu einer bestimmten Zeit...
Es ging mir nicht primär um die Anzahl der Gesprächsteilnehmer, sondern darum, dass man beim Instant Messaging eine Kontaktliste hat. Trotzdem muss ich gestehen, dass auch in der deutschen Wikipedia steht, dass IRC Instant Messaging ist.
Allerdings finde ich es nicht sehr schlimm, dass der IRC hier nicht genannt wurde, da sowohl proprietäre, als auch freie Protokolle inzwischen nachgezogen haben und Multi User Chats zulassen. (Mit icq und Yahoo! bin ich mir nicht sicher, aber MSN und Jabber unterstützen diese Funktion sicher.)
Soweit ich weiß (ich lasse mich auch hier wieder gerne belehren) gibt es im IRC keine Möglichkeit, dass nur registrierte Nutzer in den Chats Lesen und/oder schreiben.
Von daher könnte doch jeder in die Channels hineinspazieren, oder nicht? Dem ist bei Jabber vogesorgt, man kann leicht Userlisten von denen erstellen, in den Channel dürfen und die, die es nicht tun.
Natürlich haben andere Protokolle nachgezogen, das ist wohl unbestreitbar, ich will ja auch nicht behaupten, der IRC wäre allen überlegen o.ä., allerdings vermisse ich eben bei einem solchen Artikel der Vollständigkeit halber diesen "nicht ganz unüblichen" Vertreter.
In der Tat läuft Zugangskontrolle im IRC nicht über eine Regisrierung. Zugangskontrolle zu einem channel im IRC findet über ein optionales Passwort statt.
(Es ist auch möglich einen channel auf "invite only" zu stellen, sodass nur Leute reinkommen, die eingeladen werden, aber das ist für diesen Anwendungsfall wohl nicht angebracht)
Das soll jetzt nicht allzu belehrend sein, nur weiß ich nicht, wie vertraut du mit dem Netzwerk bist, daher hole ich mal etwas aus (wenn das alles bekannt ist, auch gut ;-) )
Das Recht, ob jemand schreiben oder nur lesen darf, erfolgt mit Vergabe des Levels "voice", wenn der channel den Modus "moderated" erhält.
Voice-user erhalten so im channel das Recht zu sprechen, alle "darunter" können nur mitlesen. Die Vergabe dieses Rechts hängt vom auth (der Registrierung im jeweiligen IRC-Netzwerk) ab...oder ein Operator vergibt das Recht manuell.
Man kann auch einen Modus setzen, um nur von registrierten Nutzern im query angesprochen zu werden...aber genug dazu, jedes Netzwerk hat eben so seine Vor- und Nachteile.
Schönen Sonntag noch :-)
Gruß
Martin