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Instant Messaging für Unternehmen: AIM, MSN, Jabber & Co.
1 - Wandlung des Kommunikationsverhaltens
Nichts hat sich in den vergangenen Jahren so rasant verändert wie unser Kommunikationsverhalten. Durch den Einzug des Computers in unser Privatleben sowie am Arbeitsplatz werden Informationen mit Freunden, Bekannten und Geschäftspartner ganz anders ausgetauscht als noch vor 10 Jahren. Gerade im beruflichen Umfeld stützt sich in vielen Unternehmen die Kommunikation sowohl zwischen Geschäftspartnern als auch zu Kunden auf den Austausch von E-Mails. Selbst das Verfassen von E-Mails von Unterwegs durch den Einsatz von mobilen Endgeräten wie Notebooks oder PDAs in Verbindung mit Datenübertragung per UMTS oder GPRS gehört zum Arbeitsalltag. Allzeit erreichbar und sendebereit lautet das Credo.
Doch es gibt auch Szenarien, in denen das Medium E-Mail falsch genutzt wird oder schlicht unattraktiv ist. Kurze Anfragen, die es eigentlich nicht wert sind, eine E-Mail zu schreiben. Belanglose Unterhaltungen finden sich in vielen Postfächern wieder. Spam-Mails tun ihr übriges, den Benutzern den Blick ins Postfach zu einer müßigen Aufgabe zu machen.
Lückenfüller: Instant Messaging
Was im privaten Bereich durch viele Computerbenutzer schon praktiziert wird, hält auch immer mehr Einzug in Unternehmen: Instant Messaging. Der Begriff Instant Messaging beschreibt die Übermittlung von Text in Echtzeit durch eine Software über ein Netzwerk (meistens das Internet) zu einem oder mehreren Personen, auf die der oder die Empfänger ohne Zeitverzögerung antworten können. Durch Instant Messaging lässt sich somit die in den Kommunikationsmöglichkeiten entstandene Lücke zwischen Telefonaten und E-Mail schließen; mit den Vorteilen, unaufdringlicher als ein Telefonanruf zu sein und gegenüber E-Mail eine synchrone Kommunikation zu ermöglichen.
Die Software und Netzwerke, die hierfür benötigt werden, werden von großen Anbietern wie AOL, Yahoo oder Microsoft kostenlos zur Verfügung gestellt. Einer der ersten Anbieter von Instant Messaging Software und der dazugehörigen Infrastruktur war das israelische Unternehmen Mirabilis, das 1996 sein Programm ICQ veröffentlichte. Die Nutzerbasis wuchs rasch, da es zum damaligen Zeitpunkt an kostenlosen alternativen mangelte.
- Seite vor Dienstevielfalt - AIM, ICQ, Live...
- 1 Wandlung des Kommunikationsverhaltens
- 2 Dienstevielfalt - AIM, ICQ, Live Messenger & Co.
- 3 Multiprotokoll-Messenger
- 4 Alternativ chatten: Jabber mit Open-Source-XMPP


an sich ein sehr interessanter artikel, wie eigentlich immer.
irgendwie fehlt mir nur das IRC komplett, wie kann denn das sein?
schliesslich wäre das auch eine möglichkeit.
desweiteren könnten unternehmen eigene chaträume, sogenannte channels, betreiben, um dort support oder ähnliches zu leisten, oder nachrichten an teams zu verschicken, was durchaus teilweise schon praktiziert wird.
mfg
FreXxX
Ich stimme FreXxX voll zu. IRC ist mit einer der grössten Instant Messaging Netzwerke und kann auch anderweitig genutzt werden.......
Ach herrje, ICQ, Jabber, MSN und AIM fürs Unternehmen? Naja, Sicherheitslücken aufreißen kann man auch einfacher und direkter. Jabber kann ich noch verstehen, weil man eigene Server aufsetzen kann.
Aber wer sowas im Unternehmen nutzen will, der holt sich was ordentliches: Lotus Notes hat das eingebaut und einige Unternehmen nutzen es auch und wer es richtig edel will, greift zum neuen Office Live Communication Server, der auch direkt eine Telefonanlage ersetzen kann, wenn man es weit treibt.
Niemals würde ich ICQ & Co. unternehmensweit zulassen, es gibt genug Leute, die es sich schon selbst auf dem Computer installieren.
Auch mir fehlt der IRC hier irgendwie komplett. Da wird im ARtikel die Geschichte des IM 1996 begonnen, dabei gibt es IRC seit 1988 und ist seit den neunziger Jahren auch deutlich verbreitet.
Soweit ich weiß sind auch gesicherte Verbindungen über SSL inzwischen möglich (hab ich aber zugegenermaßen noch nie benutzt).
Warum bleibt dieser Dinosaurier des InstantMessaging hier außen vor?
Die Jabber-Beschreibung hingegen war gut und verschaffte einen netten Einstieg für Leute, die damit bisher nicht so zu tun hatten und es nur dem Namen nach kannten.
Soweit Wikipedia und Ich wissen ist IRC kein Instant Messaging Protokoll, sondern ein Chat Protokoll.
Der Unterschied liegt auf der Hand:
Instant Messaging legt den Schwerpunkt auf das Gespräch zweier Personen, die Sich kennen - IRC legt eher Wert auf Chats von mehr als zwei teilnehmern, die sich meistens nicht kennen. Natürlich kann man den IRC auch zum Zweipersonenchat machen - sei es mit zwei Leuten im Channel oder per Query.
Zurück zum Artikel:
Ich finde auch gut, dass Jabber so ausführlich behandelt wird. vor allem, weil so viele Protokolle auf einmal genannt werden - es ist jetzt nämlich egal ob man ICQ oder AIM oder MSN googlet - man kommt immer irgendwie auf diesen Artikel und man liest sich das durch und testet es. Hoffendlich setzt sich der Standard noch weiter durch.
Naja, genug Senf dazu gegeben ;-)
Viel Spaß,
Jan
Sry, aber dem muss ich (sogar mit Hilfe von Wikipedia) widersprechen:
"Instant messaging (IM) is a form of real-time communication between two or more people based on typed text. The text is conveyed via computers connected over a network such as the Internet."
"nstant messaging requires an instant messaging client that connects to an instant messaging service. Instant messaging differs from e-mail in that conversations happen in real-time."
Die "Echtzeit"-Textübertragung (instant) charakterisiert diese Messenger primär, nicht die Anzahl der Teilnehmer.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Instant_Messaging)
Und nur weil die neueren Systeme primär nicht auf channels setzen, disqualifiziert das den IRC, wie du schon richtig feststelltest nicht für 2er-Gespräche.
Gerade in einer Firma kann es doch durchaus interessant sein, wenn man sich an einem "runden Tisch" trifft zu einer bestimmten Zeit...
Es ging mir nicht primär um die Anzahl der Gesprächsteilnehmer, sondern darum, dass man beim Instant Messaging eine Kontaktliste hat. Trotzdem muss ich gestehen, dass auch in der deutschen Wikipedia steht, dass IRC Instant Messaging ist.
Allerdings finde ich es nicht sehr schlimm, dass der IRC hier nicht genannt wurde, da sowohl proprietäre, als auch freie Protokolle inzwischen nachgezogen haben und Multi User Chats zulassen. (Mit icq und Yahoo! bin ich mir nicht sicher, aber MSN und Jabber unterstützen diese Funktion sicher.)
Soweit ich weiß (ich lasse mich auch hier wieder gerne belehren) gibt es im IRC keine Möglichkeit, dass nur registrierte Nutzer in den Chats Lesen und/oder schreiben.
Von daher könnte doch jeder in die Channels hineinspazieren, oder nicht? Dem ist bei Jabber vogesorgt, man kann leicht Userlisten von denen erstellen, in den Channel dürfen und die, die es nicht tun.
Natürlich haben andere Protokolle nachgezogen, das ist wohl unbestreitbar, ich will ja auch nicht behaupten, der IRC wäre allen überlegen o.ä., allerdings vermisse ich eben bei einem solchen Artikel der Vollständigkeit halber diesen "nicht ganz unüblichen" Vertreter.
In der Tat läuft Zugangskontrolle im IRC nicht über eine Regisrierung. Zugangskontrolle zu einem channel im IRC findet über ein optionales Passwort statt.
(Es ist auch möglich einen channel auf "invite only" zu stellen, sodass nur Leute reinkommen, die eingeladen werden, aber das ist für diesen Anwendungsfall wohl nicht angebracht)
Das soll jetzt nicht allzu belehrend sein, nur weiß ich nicht, wie vertraut du mit dem Netzwerk bist, daher hole ich mal etwas aus (wenn das alles bekannt ist, auch gut ;-) )
Das Recht, ob jemand schreiben oder nur lesen darf, erfolgt mit Vergabe des Levels "voice", wenn der channel den Modus "moderated" erhält.
Voice-user erhalten so im channel das Recht zu sprechen, alle "darunter" können nur mitlesen. Die Vergabe dieses Rechts hängt vom auth (der Registrierung im jeweiligen IRC-Netzwerk) ab...oder ein Operator vergibt das Recht manuell.
Man kann auch einen Modus setzen, um nur von registrierten Nutzern im query angesprochen zu werden...aber genug dazu, jedes Netzwerk hat eben so seine Vor- und Nachteile.
Schönen Sonntag noch :-)
Gruß
Martin