Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Desktop-PCs
Alle Desktop-PCs Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

IDF 2001 Spring: 2. Teil

18:00 - 10/03/2001 von THG Reporting Team

Das Intel Developer Forum , kurz IDF, ist vorbei. Nun sollen wir uns auf einige einschneidende Ereignisse freuen, die die Entwicklung von PCs in den nächsten Jahren beeinflussen. Doch die WinHEC steht schon als nächste Veranstaltung Ende März vor der Tür. Intel übergibt dann das Zepter an Microsoft, dessen Win dows H ardware E ngineering C onference in Anaheim, Kalifornien stattfindet. Obwohl die WinHEC eine Microsoft-Veranstaltung ist, hilft sie immerhin, die angeblichen Intel-Richtlinien eine neue Perspektive zu verleihen. So ist es Microsoft, dessen Software der nächste Hardwaregeneration Leben einhaucht. Und diese braucht nicht ausschließlich von Intel zu stammen. So entdeckt man auf der WinHEC nicht nur die großen PC-Assemblierer vom Schlage Compaq oder HP, sondern auch viele Komponentenhersteller wie AMD, Matrox, 3Dlabs oder ATi. Wir wissen schon jetzt, dass NVIDIA mit der XBox allgegenwärtig sein wird. Die XBox ist für Microsoft eine heikle Angelegenheit: Sie kann Microsofts Consumer-Strategie zum Erfolg verhelfen, ebenso diese in den Abgrund ziehen. Alles hängt von der Software-Industrie und der Kundenakzeptanz ab. Betroffen ist davon auch der Home-Computing-Markt von Intel.

Während uns Anwendungen wie digitale Fotografie und Videobearbeitung den Pentium 4 schmackhaft machen sollen, sind es vor allem Spielefreaks und Enthusiasten, die zur High-End-Lösung greifen. Man braucht wirklich keinen P4, das sagen selbst einige High-End-User. Es sei denn als Statussymbol und aus Gründen der Eitelkeit. Es gibt tatsächlich immer noch Leute, die glauben, es gehöre zum guten Ton, jedes Jahr sein System mit Produkten aus dem Hause Intel und Microsoft aufzurüsten. Wir hoffen nur, dass diese Leute nicht auf Windows ME reingefallen sind. Auch beim bevorstehenden Whistler lassen die technischen Innovationen keinesfalls die Herzen eines Software-Spezialisten höher schlagen.

Wir stellen auch fest, dass Microsoft den 3D-Teil aus dem Multimediapaket DirectX, im großen und ganzen an NVIDIA überlassen hat. Ob gut oder schlecht, andere Grafikhersteller haben immer noch ein Wörtchen mitzureden. Wir sind deshalb gespannt, was die Mitbewerber von NVIDIA zu sagen haben. Intel hingegen scheint 3D-Grafik als Eckpfeiler seiner High-End-Strategie vollkommen zu vernachlässigen. Nun, warum soll man Intel dafür verurteilen, schließlich eifert der Prozessorprimus Cisco und IBM nach.

Die zweite Veranstaltung, auf die man sich freuen kann, ist die E lectronic E ntertainment E xpo, kurz E3 . Während uns die WinHEC Aussichten auf den Corporate- und Businessbereich der PC Branche gewährt, geht die E3 eher auf den Consumer-Markt ein. Wird ATI mit Nintendo den Rückstand zu NVIDIA wieder wettmachen können? Was wird Sony mit der Playstation 2 machen, wenn es darum geht, eine Alternative zum Heim-PC zu finden? Wird die Spieleindustrie voll hinter der XBox stehen oder haben wir es nur mit Lippenbekenntnissen zu tun?

Wir sollten nicht alles als Wahrheit hinnehmen, was auf dem IDF gesagt wird. Das IDF kann man eher als eine Intel-Wunschliste oder eine "Richtlinie" für OEMs interpretieren. Letztere sollen danach ihre Systeme bauen. Der erste große Paukenschlag in Intels neuer Client-Strategie ist der "Extended PC". Durch die Blume ausgedrückt will uns Intel vermitteln: Wenn man schon nicht seinen PC so upgraden will, wie es Intel vorsieht, dann wird Intel die Komponenten in Angriff nehmen, die viele Benutzer gerne kaufen.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen