[IDF] Larrabee in Aktion: Grafikkarten erst 2010
Nächste NewsLarrabee war eigentlich Pat Gelsingers Baby und sollte ursprünglich bereits 2009 kommen. Doch daraus wird nichts: Nicht nur, dass sich der Chip, mit dem Intel mit den alteingesessenen Grafikchipherstellern ATi und Nvidia konkurrieren will, bis 2010 verspätet. Auch hat Gelsinger den Chipgiganten kurz vor dem IDF verlassen und wechselt zum Speicherhersteller EMC (siehe »Pat Gelsinger verlässt Intel«).
Wie Sie selbst in dem Videoclip sehen können, war die Demo auf dem IDF 2009 nicht gerade hitverdächtig. Eine Wasseroberfläche mit ein paar Spiegelungen riss kaum jemand vom Hocker. Demonstriert wurde es von Bill Mark, dem Senior Research Scientist.
Gelsingers Part auf dem IDF hat nun Intel-Vize Sean Maloney übernommen (siehe »IDF-Gründer Gelsinger: Keynote abgesagt«). Er zeigte ein System mit »Gulftown«-CPU und Larrabee-Grafik, auf dem »Quake Wars: Enemy Territory« lief. Laut Maloney haben bereits etliche Entwickler solche Systeme erhalten. Larrabee soll 2010 in Form von diskreten Grafikkarten auf den Markt kommen, Intel will die GPU aber später mit der »Westmere«-CPUs auf einem Die verschmelzen.
Larrabee besteht grundsätzlich aus vielen x86-Pentium-P54C-Kernen in 45-Nanometer-Fertigung (siehe »Intels Larrabee: Viele Kerne, Konkurrenz für Nvidia und ATi«). Eine Vektoreinheit pro Kern führt 16 Gleitkommaoperationen parallel aus. 32 Kerne beispielsweise bringen es somit pro Sekunde auf bis zu 2 Billionen Gleitkommaoperationen. Intel verspricht hohe Performance nicht nur bei DirectX-/OpenGL-Grafik. Auch bei Raytracing und GPGPU-Anwendungen (General Purpose Computation on Graphics Processors) soll der Chip die Konkurrenz von ATi und Nvidia schlagen.
Quelle: Tom's Hardware DE
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