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Als wichtigste Quellen für die Zukunft etablieren sich gerade die HD-fähigen Nachfolger der DVD sowie HDTV als hoch auflösendes Fernsehen per Satellit. Bei den Discs ist die Entscheidung für die beiden möglichen Systeme HD-DVD oder Blu-Ray (blauer Laser) noch nicht gefallen, lesen Sie weiter unten.
Doch bereits heute ist HD-Qualität möglich, denn quasi durch die Hintertür hat Microsoft einen Standard eingeführt, der mit bestehenden Mitteln hoch aufgelöstes Video ermöglicht. Gemeint ist WMV-HD, die High-Definition-Variante von Windows Media Video, die sich auf Scheiben im DVD-ROM-Format unterbringen lässt. Damit liegt die Datenrate - und damit die erforderliche Datenmenge - erheblich unter der von MPEG2, denn die Codierung von WMV basiert auf MPEG4-ähnlichen Algorithmen, die jünger und deutlich effizienter sind als das schon in die Jahre gekommene MPEG2. WMV-HDs lassen sich auf PCs mit Windows XP und dem Windows Media Player 9 bzw. WinDVD 6 wiedergeben. Dazu ist eine HD-Grafikkarte erforderlich, wie etwa die GV N66256DP von Gigabyte, die über Digital- und Komponenten-Ausgänge verfügt und - wichtig fürs Wohnzimmer - keine Geräusche erzeugt.

SONY BlueRay-Player.
WMV-HDs sind inzwischen von einer Handvoll DVD-Anbietern erhältlich. Die Auflösung kann 720p oder 1080i betragen, die damit produzierten Filme erzielen also echtes High-Definition. Die exzellente Bildqualität konnten wir in ausführlichen Sehtests überprüfen, die wir über einen PC mit Gigabyte-Karte und dem Plasma-TV PS 42 S5H von Samsung durchführten. Kurios mutet das bei den WMV-HDs meist eingesetzte Tonverfahren WMA-Pro 5.1 an. Perfekt dafür geeignet sind fast alle derzeit erhältlichen Pioneer-A/V-Receiver, für die Umwandlung in AC3 mit Übertragung per SPDIF-Schnittstelle bietet das Web eine Freeware-Lösung, die wir bisher aber noch nicht überprüft haben (siehe Link-Kasten).
Selbst wenn WMV-HDs die einzigen derzeit erhältlichen HD-Discs sind, ist doch klar, dass es sich dabei nur um eine Übergangslösung handeln kann. Die Zukunft gehört Blue Ray, DVD-HD oder einer Kombination aus beidem.
Die zweite Programmquelle für HD-Filme ist das Fernsehen. Wegen der großen erforderlichen Bandbreite kommt dafür vorrangig die Übertragung per Satellit in Frage. Mit Einschränkungen gilt das für das Kabel, während DVB-T außen vor bleibt.
