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Whitney / 810 wird von Intel zwei Monate früher vorgestellt als ursprünglich geplant. Das Problem für die Produzenten liegt dabei in der deutlich verkürzten Entwicklungszeit. Für den Anwender heißt dies dann allerdings Achtung beim Kauf. Wer seine Entwickler nicht per Überstunden dazu bringen kann alle Probleme zu beseitigen, hat beim Launch erst ein Betasystem zur Verfügung. Als Datum für den Start wird der 26. April diesen Jahres genannt, was fast zwei Monate früher ist als ursprünglich angekündigt.
Wie sehr die Hersteller von dieser Planänderung überrascht worden sind, zeigt sich an der Tatsache, daß nur ein einziger Hersteller ein Whitney / 810 System im echten Betrieb gezeigt hat. Alle Anderen haben sich darauf beschränkt, ein Pre-Sample mitzubringen, das lediglich einen optischen Eindruck von dem Board vermitteln kann.
Aus technischer Sicht ist der Whitney dann aber doch auch eher für den Einsteiger gedacht. Im Zusammenspiel mit dem Form-Faktor Flex-ATX soll er letztlich die WINTEL Antwort auf den i-Mac sein und das EASE of Use Konzept umsetzen. Wie sehr der Whitney nur für Einsteiger geeignet ist, zeigt sich an der Ausstattung mit Speicher, über den die eingebaute Graphik verfügen darf. Mit 4 MB ist er dann doch bestenfalls für Office-Anwendungen ausreichend. Obwohl von Intel anders gewünscht, werden wir diesen Chipsatz aber immer noch auf bestehenden Formfaktoren finden. Besonders Micro ATX ist hier beliebt. Obwohl Flex-ATX verabschiedet ist und Intel mit Nachdruck versucht den Faktor unters Volk zu bringen, hat sich bislang keiner der Hersteller bislang eindeutig zu diesem Faktor bekannt.
Von dem veränderten Datum der Markteinführung sind auch wir betroffen. So wird es zum Whitney keinen Technologie Test geben, sondern gleich den ersten echten Produkttest, der die ersten Anbieter mit ihren Boards vorstellt, die dann auf den Markt kommen werden.
Die Zahl der zu testenden Boards wird dabei kleiner sein als gewohnt. Schließlich sind nur die sogenannten Tier 1 Customer überhaupt schon so weit, ein einigermaßen brauchbares Produkt zu haben. Die ganze Gruppe der Tier 2 Customer hinken der Entwicklung nochmals einige Wochen hinterher.
