Atom oder Core 2?

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17:00 - 02/12/2008 von Patrick Schmid, Achim Roos

Intel Atom 230 (1,6 GHz Single Core)

Der Atom 230-Prozessor hat eine Grundfläche von 26 mm², basiert auf Intels 45 nm Herstellungsprozess, besitzt eine Recheneinheit (Single Core) und verwendet den gleichen Front Side Bus wie die Core 2 Prozessor-Familie. Allerdings nutzt er keinen Sockel 775, sondern ein 22x22 mm Mikro-FCBGA-Pakage mit 437 Kugelkontakten (Balls genannt). Intel hat sich dazu entschieden, Atom mit dem 945GC-Chipsatz zu kombinieren. Dabei handelt es sich um den altbekannten 945G, der nicht mit FSB1066 und nicht mit schnellerem Speicher als DDR2-667 betrieben werden kann. Der Atom benötigt sogar lediglich FSB533 und DDR2-533-Speicher.

Atom unterstützt die Hyper-Threading-Technologie von Intel, wodurch der Prozessor dem Betriebssystem zwei virtuelle Prozessorkerne anbietet, obwohl es tatsächlich nur einen Kern gibt. Die Hyper-Threading-Technologie hat sich als wertvoll erwiesen, um die Reaktionsfähigkeit des Systems zu verbessern und bei manchen Anwendungen die Performance des Systems leicht zu steigern. Wie bereits zuvor erwähnt wird für den Atom 230 eine Thermal Design Power (TDP) von gerade einmal 4 W angegeben – trotz seiner Taktrate von 1,6 GHz. Der 45 nm -Fertigungsprozess ist in diesem Zusammenhang die mächtigste Waffe von Intel, denn die moderne Fertigung ermöglicht erst diese geringe Verlustleistung - trotz der 512 KB L2-Cache und 47 Millionen Transistoren.

Die Plattform ist nach unserer Meinung jedoch ein Schnellschuss: Während der Prozessor extrem auf Sparsamkeit getrimmt ist, basiert der Chipsatz auf dem drei Jahre alten 945-Design. Das ist ein Vorteil, wenn es um Systemkompatibilität geht, da 945 UltraATA-Controller anbietet, um nur um ein Beispiel zu nennen. Allerdings ist der alte Chipsatz gleichzeitig auch ein großer Nachteil wenn man die Gesamt-Leistungsaufnahme des Systems betrachtet: Ein Prozessor mit 4 W TDP und eine Plattform mit einem TDP-Wert von 22,2 W (Gesamt-TDP laut Intel: 29,5 W) passen eigentlich nicht zueinander.

Mittlerweile gibt es auch den Dual Core Atom 330, der eine Thermal Design Power von 8 W und die gleiche Taktrate von 1,6 GHz bietet. Bei Fertigstellung dieses Tests hatten wir keine passende Plattform zur Hand, aber wir werden in einem späteren Artikel genauer auf die Performance des Atom Dual Core eingehen. Während wir erwarten, dass sich die Performance pro Watt für zahlreiche Anwendungen deutlich verbessert, verliert der Prozessor hinsichtlich der Gesamtleistung weiterhin sogar gegen einen aktuellen Celeron-Prozessor.

Intel Core 2 Duo E7200 (2,53 GHz Dual Core)

Der Core 2 Duo kam im Juli 2006 auf Grundlage des 65 nm Fertigungsprozess von Intel auf den Markt und wurde im Februar 2008 auf 45-nm verkleinert und verbessert. Die ursprünglichen Modelle nennen sich E4000 und E6000, sind mit 2 MB und 4 MB L2-Cache ausgerüset und erreichen eine Taktrate von bis zu 3,0 GHz. Alle aktuellen Modelle heißen E7000 und E8000, verfügen mittlerweile über 3 MB oder 6 MB L2-Cache und bieten verbesserte Performance pro Watt. Das Spitzenmodell E8600 wird mit 3,33 GHz betrieben und ist hinsichtlich Performance und Übertaktung bestens geeignet. Allerdings hat uns der E7000 durch bessere Leistung pro Watt interessiert.

Obwohl sie auf dem gleichen 45 nm Fertigungsprozess basieren, verfügen Core 2-Prozessoren über hunderte Millionen Transistoren und nehmen entsprechend mehr Leistung auf als der Atom – allerdings liefern sie auch eine vielfach bessere Performance. Es stellt sich die Frage: Können wir ein Core 2 Duo-System zusammenstellen, das die niedrige System-Leistungsaufnahme eines Atom 230-Systems im Leerlauf erreicht? Das würde zu einem Desktop-PC mit außergewöhnlich niedriger Leistungsanforderung und Performance führen, die es sehr wohl mit anspruchvolleren Anwendungen aufnehmen könnte.

Vergleichstabelle

HerstellerIntelIntel
NameAtom 230Core 2 Duo
Taktrate1600 MHz2533 MHz
CodenameDiamondvilleWolfdale
Basiert aufx86-64x86-64
Prozessorkern(e)12
L1 Cache32+24 KB Daten/Befehls- Cache32+32 KB Daten/Befehls- Cache
L2 Cache512 KB3 MB
InterfaceFSB800FSB800
Hyper ThreadingJaNein
BefehlssätzeMMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3, SSE4.1, TXT
Puffer-Überlauf-SchutzXD BitXD Bit
On-Die-EncryptionNeinNein
Die-Größe26 mm²81 mm²
Transistoren47 Millionen274 Millionen
Paket22x22 mm, 441-ball Micro-FCBGAFlip-Chip Land Grid-Array (FC-LGA6), LGA775
Fertigungs-Technologie45 nm45 nm
TDP4 W65 W

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Kommentare zum Beitrag
Weltenspinner 02/12/2008 17:24
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-5+

Überraschung! :D
War mir ehrlich von Anfang an klar.
Ich bin bitter enttäuscht vom Atom,
was einigen wohl aufgefallen ist.
Ich habe in etwa einen halben E7200
bei entsprechend Takt und Spannung erwartet.
Der Chipsatz ist eh indiskutabel.

Sogar Asus geht auf den Celeron "zurück".
Mal sehen ob es Bobcat Netbooks geben wird. :/

Ein AMD 5050e/780G im Vergleich wäre nett gewesen. ;)

Carsten 9punkt13 02/12/2008 17:37
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-0+

ich muss weltenspinner zustimmen, von anfang an war abzusehen das der atom was für die mülltonne ist! .. der atom prozessor ist der einzige grund der mich vom kauf eines netbooks abhält.... leider

linuxdude 02/12/2008 17:53
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-0+

Mich würde interessieren, wieviel (m)W sich mit der Verwendung eines E5200 gegenüber dem E7200 einsparen lassen. Auch der, von Weltenspinner angesprochene, Vergleich zum 5050 auf dem 780G wäre sehr wünschenswert.

Sabberschnute 02/12/2008 17:55
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-0+

Der Atom ist schon eine gute Entwicklung aber dieser Chipsatz ist echt das letzte. Wenn die da mal was neues und effizientes entwickelt hätten. Aber so bringt das nicht viel.

Riven 02/12/2008 18:02
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-3+

hmm ich habe einen e5200 ein shuttle sg31g5 mit g31 chipsatz und komme mit dem 250watt netzteil 2gb ram udn 3,5" hdd auf ca 60watt verbrauch, woran kann das liegeN?

langorakz 02/12/2008 18:33
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-0+

Ich denke mal am Mainboard. Die haben ja das Foxconn genommen weil es am sparsamsten ist.

mR. bluE 02/12/2008 19:14
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-0+

ja mit dem uralt Chipsatz ist das wirklich keine Überraschung....
ich warte aber eigentlich immer noch auf ein unabhängigen Test des VIA Konkurrenz Boards mit der Nano CPU http://de.viatech.com/de/products/ [...] ard_id=711
laut Gebrauchsanweisung benötigt das Board nur 18,5W im Standby zzgl. HD und Verlustleistung NT sollte man doch unter 30W bleiben.
Preislich ist das natürlich ne andere Liga, das sollte aber doch eigentlich kein Grund sein damit das THG Team sich das Board mal nicht genauer vornimmt.

Shini 02/12/2008 19:21
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vfrreiter 02/12/2008 19:34
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-1+

Der Hinweis auf das Netzteil ist ja gut und schön, aber woher kann man das FSP220 bekommen? Scheint hierzulande nicht erhältlich zu sein. Das große E weiß nix, das große G rückt immerhin ein Gehäuse raus, wo es drin sein soll, aber das wars dann auch.

Bei den verfügbaren sparsamen Komponenten sollte doch eigentlich Bedarf für (dann effiziente) NT's zwischen 150 und 200 W sein, aber Markenware gibts erst jenseits der 300... irgendwas läuft falsch.

@Shini:
Die Ahnenfolge vom Core 2 sieht ungefähr so aus:
Pentium Pro - Pentium II - Pentium III - Pentium M - Core - Core 2.
Das erhebt keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, soll nur eine Richtschnur sein. Der Core 2 ist also der Urururenkel vom Pentium Pro.
Nix mit Netburst-Architektur.

Anonymer Nutzer 02/12/2008 19:58
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-0+

interessant wäre noch ein Test mit dem E7200 und G45-Plattform

borizb 02/12/2008 20:19
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-0+

Interessanter wäre ein Vergleich mit einem Pentium Dual Core E2200, der hat nicht 3, sondern nur 1MB Cache und weniger FSB, womit das noch besser Vergleichbar wäre

Anonymer Nutzer 02/12/2008 20:39
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bensen 02/12/2008 21:03
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-0+

sorry aber sowas braucht man erst gar nicht testen.
der atom soll auch nicht nur sparsam sein, sondern klein und billig.
hier wurde ja wohl äpfel mit birnen verglichen.

und die verallgemeinerung das der atom generell ineffizient ist, ist doch auch komplett falsch. das bezieht sich einzige auf die kombination Atom230 + i945gc.
es gibt auch andere atom-cpus und chipsätze, also bitte etwas differenzierter betrachten.
für das geld des core 2 system bekommt man ne mini-itx platine auf atom-basis mit ner TDP weit unter 10w

Anonymer Nutzer 02/12/2008 23:21
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-0+

Wunderbar ...

wie Tomshardware auf Kritik reagiert. Bereits bei diesem Test wurde dieses "Wundernetzteil" verbaut, welches nicht in Europa erhältlich ist.
Es ist also niemandem möglich dieses System nachzubauen und die Messergebnisse zu bestätigen.

Und den Spaß mit dem 850W/1000W Netzteil könnt ihr euch ja wohl auch sparen. Schraubt doch bitte sinnige Testsysteme zusammen spart euch diese Fallstudien 1000W-Netzteil trifft StromsparCPU! Das ist einfach mal an der Realität vorbei geschraubt!

Außerdem warten sicher viele auf den Vergleich mit der AMD-Version auf 780G-Basis.

derGhostrider 03/12/2008 02:08
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-0+

Warum findet ihr alle keine derartigen Netzteile? Könnt ihr denn kein Google benutzen?
Erstes Ergebnis bei meiner ersten Suche:
http://www.netzgeraet.de/index.htm [...] x_atx).htm

Da ist auch das FSP220 bei.

---

@bensen: Der Atom ist generell ineffizient, aber der Grund wurde nicht genannt. Der Atom beruht auf einer in-order Architektur. Das ist für CPUs in PCs unglaublich überholt und auch der haupt Grund dafür, daß in diesen Winzling HT implementiert wurde. Ohne HT wäre er (fast) unbrauchbar bei Verwendung mehrere Threads.
Zudem ist der Atom in Kombination mit dem Mobil-Chipsatz meistens teurer (mir ist kein Beispiel bekannt, bei dem er billiger wird, wenn der teurere Chipsatz verwedent wird. Gegenbeispiele mit Quelle sind gern willkommen.)
Vor allem müsste der Stromverbrauch auf fast 1/7 sinken, damit er mit der Energieeffizienz des verglichenen Systems mithalten kann.

Der Artikel sagt ganz klar: Wenn man mit dem bisschen Leistung wirklich auskommen möchte und auskommen kann, dann ist der Atom durchaus eine gerechtfertigte Wahl.
Ich habe nichts anderes gelesen! Allerdings ist es bei einem Desktop doch so, daß man irgendwann durch dämliche Flash-Seiten, den Virenscanner im Hintergrund sowie irgendeiner Software auf die Nase fällt und zumindest unangenehme Wartezeiten in Kauf nehmen muß.
In genau diesen Fällen wäre es doch schön einen Core2 unter der Haube zu haben, der mal eben etwas hochtaktet, einmal kurz rülpst, wo der Atom stundenlang nur kotzen kann. ;)

@BSE_123 und borizb:
Die Vergleiche fände ich tatsächlich nicht schlecht. Eventuell wären die zwar nicht ganz so effizient wie die neuen core2 CPUs, aber eventuell (?) sparsamer in diesem System als der Core2 und somit vielleicht sogar sparsamer als das 0-8-15-System mit Atom.

---

@vfrreiter:
PentiumPro und Pentium-II waren zeitgleich auf dem Markt und sind häppchenweise in die Folgearchitekturen eingeflossen.
Die Core-CPUs sind - angeblich - keine direkten Nachfolger der PentiumM CPUs, sondern wie der PentiumM nachfolger vom Pentium III, die allerdings mit dem Wissen der PentiumM-Baureihe gefertigt wurden.
Optimiert für den Desktop (damit näher am PIII als der PentiumM), aber technisch hinter dem PentiumM angesiedelt. So eine art neuerer parallelzweig.

Auf jedenfall haben die NICHTS mit dem Pentium4 zu tun, wie es Shini schrieb. Pentium M und Mobile Pentium 4 (den gab es auch!) sind vollständig unterschiedliche Prozessoren, die bis auf den Mutterkonzern und die x86-Verträglichkeit nichts miteinander gemeinsam haben.

hrahn 03/12/2008 07:23
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-0+

Eine echte Alternative wären z.B. Boards von Kontron aus dem industriebereich, klein, leise und noch sparsamer. Mit einem ULV P3-Mobile drauf kommen die unter Last teilweise mit weniger als 10W aus. Das Problem ist da nur der Preis.
Der Atom ist Preis-Leistungs-Sieger in den Bereichen, in denen wenig bis keine Leistung gebraucht, aber eine grafische Ausgabe gefordert ist.
Beispielsweise könnte er sich recht gut für Überwachungssysteme eignen. Zudem sind die fertigen Lösungen von Intel (D945GCLF bzw. GCLF2 mit dem Dual-Core) mit 50-80 Euro wirklich günstig. Die Verwendung des betagten 945er-Chipsatzes hat noch einen weiteren Vorteil: Treiber hierfür dürften für wirklich jedes Betriebssystem existieren, was auf so einer Mühle laufen soll.

Interessant sind aber die immer wieder mal auftauchenden Engineering Samples diverser ULV (Ultra Low Voltage)-Varianten von Intel-CPUs. Ab und an sieht man so ein Teil, was dann plötzlich nicht mehr aufgelötet werden muss, sondern im normalen Sockel 478 bzw. 775-Package daherkommt.
Als ich das erste Mal so eine CPU mit nacktem Die komplett OHNE Kühlkörper gesehen hab und der aktiv belüftete Chipsatz laut Bios wärmer war als die CPU, da war ich schon n Stück beeindruckt.

zimmi 03/12/2008 09:28
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-0+

@ derGhostrider
Betreffend Pentium III > Core gebe ich Dir recht.
Betreffend Pentium Pro, denke ich mich daran zu erinnern, dass der Pentium Pro zuerst auf den Markt kam. Als Sie merkten, dass die Fertigung "on Die" zu teuer war, haben Sie auf den Pentium II gewechselt. Der Pentium Pro wurde dann aber noch einige Zeit für "hochwertigere" Systeme weiter verkauft. Also stimmen beide Aussagen ein bisschen.

Gruss Zimmi

daimonion81 03/12/2008 09:36
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-0+

Der Atom war und ist für Smartphones und PDA's gedacht.
Schon der Chipsatz schreit: Notlösung!
Der Hype um die Kisten ist für mich echt nicht nachzuvollziehen.
Und neu ist das auch nicht, siehe Sony Picturebooks.
Nur sind diese mit ihren ULV Prozessoren sehr viel teurer.

Jonathan Hart 03/12/2008 10:04
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-0+

@ghostrider & zimmi:
Vollkommen richtig, PPro war vor dem PII auf dem Markt.
Der Pentium Pro unterschied sich bei seiner Veröffentlichung eklatant von allen vorherigen Prozessoren, die Intel für den x86-Bereich angeboten hat.
Dort wurden RISC-Befehlssätze zur internen verarbeitung verwendet und nicht wie bisher CISC-Befehlssätze. Damit war der PPro für 32bit-Anwendungen optimiert und im Vergleich zu seinem kleinen Bruder, dem Pentium, um Längen besser bei 32bit-Anwendungen. Bei 16bit-Anwendungen zeigte der PPro allerdings massive Schwächen und hatte teilweise Probleme, auf gleichem Niveau wie der Pentium bei gleicher Taktfrequenz zu arbeiten. Der vergrößerte L2-Cache wurde bei dem PPro nicht on-die untergebracht, sondern auf einem seperaten Chip, der im PPro-Gehäuse untergebracht wurde und auch mit vollem Takt angesteuert wurde.
Der Pentium II basiert in Teilen auf der Technik des PPro, allerdings verbesserte Intel die 16bit-Leistung.
Das der PPro aufgegeben wurde mag aber eher an der mangelhaften 16bit-Leistung liegen, denn Win9x hatten noch großen 16bit-Teil und WinNT sowie reine 32bit-Betriebssysteme waren bei weitem nicht so verbreitet, wie Intel es sich erhofft hatte.
Es ist aber auch richtig, daß der große L2-Cache für Mainstreamprozessoren damals noch viel zu teuer war.
/klugscheiß off

zum Thema:
Die Atom-Reihe erinnert mich irgendwie an das Desaster mit der ersten Celeron-Reihe ohne L2-Cache; Intel versucht(e) eine Billig-CPU auf den Markt zu bringen und vergaß/vergißt dabei die gegenwärtigen und zukünftigen Mindestanforderungen. (Damals mangelhafte Leistungsreserven, heute mangelhafte Leistungsreserven gepaart mit dem Energieverbrauch der Gesamtlösung. Zudem finde ich das Konzept von verlöteten CPUs völlig überholt, das schränkt eine Systemanpassung massiv ein und erschwert/verteuert Instandsetzungen erheblich.
Atom never!

timefrenzy 03/12/2008 10:10
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-0+

ich finds irgendwie trollig, daß die meisten leute immer nur über die wattzahl des prozessors reden. mittlerweile gibt es viel wichtigere faktoren. ich hab z.b. eine mediacenter bei dem die tv-karte ca. 10 Watt! zieht. ob sie nun im idle ist oder standby interessiert die karte nicht. ein lcd welches eingebaut ist zieht auch nochmal ca. 7 Watt (hat noch ein paar zusatzfunktionen wie rechner starten und infrarot). was hilft es mir wenn der prozessor im idle 2-3 watt braucht wenn die restliche hardware ein stromschlucker ist?

ich finde daß der atom ein ganz netter ansatz ist, aber für mehr als im internet surfen und vielleicht einen brief schreiben und drucken reicht das ding halt leider net.


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