RAID per Software oder in Hardware

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16:50 - 25/09/2008 von Marcel Binder

Betrachtet man den Aufbau eines NAS-Geräts, so wird verdeutlicht, dass es zwei Möglichkeiten gibt, wie diese Paritätsinformationen berechnet werden können. Die Hauptkomponenten eines NAS-Geräts sind ein Prozessor, der Arbeitsspeicher, ein Flash-Speicher, in welchem das Betriebssystem gespeichert ist, sowie ein Festplatten-Controller. Als Betriebssystem wird meist eine Variante des frei zugänglichen Betriebssystems Linux eingesetzt. Dieses bietet die Möglichkeit, den Festplattenverbund per Software zu steuern und zu verwalten.

Die Hauptplatine des QNap TS-409 Pro Netzwerkspeichers

Unter diese Verwaltung fällt auch die Berechnung der Paritätsinformationen. Das Steuern, Verwalten und Berechnen verursacht eine hohe Rechenlast, was sich wiederum negativ auf die Geschwindigkeit beim Schreiben von Daten über das Netzwerk auswirken kann.

Um die CPU von diesen Aufgaben zu entlasten, besitzen manche NAS-Geräte einen speziellen, hardwarebasierten RAID-Controller anstelle eines gewöhnlichen Festplatten-Controllers. Dieser übernimmt sämtliche Verwaltungs- und Steuerungsaufgaben des Festplattenverbunds und berechnet die aufwändigen Paritätsinformationen. Die CPU des Netzwerkspeichers wird somit entlastet und deren freie Ressourcen können für andere Aufgaben herangezogen werden. Je nach verwendetem RAID-Level sind hardwarebasierte RAID-Systeme schneller als Systeme, deren RAID-Verwaltung softwarebasierend ist.

Warum Performance so wichtig ist

Wird ein NAS-Gerät im Netzwerk eingesetzt muss dieses für diverse Aufgaben zur Verfügung stehen. Neben dem Einsatz als reine Dateiserver können NAS-Geräte noch als UPnP-Medienserver, iTunes-Server, Print-Server oder sogar als Web-Server eingesetzt werden. Ist in diesen Bereichen die Netzwerkperformance eines NAS-Geräts noch relativ unkritisch, so kann diese beim Thema Backup von Dateien und Ordnern des lokalen Computers sehr stark ins Gewicht fallen.

Sind sehr große Datenmengen zu sichern, wird dieser Vorgang je nach Geschwindigkeit des NAS-Geräts mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Bei langsamen NAS-Geräten können so eventuell zur Verfügung stehende Zeitfenster nicht ausreichend sein. Im privaten Umfeld ist das höchstens sehr lästig und nervig. Wenn allerdings Mitarbeiter, bedingt durch einen sehr langsamen Sicherungsvorgang, ihrer Arbeit nicht nachkommen können, ist dies für Unternehmen bares Geld, das ihnen entgeht.

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Kommentare zum Beitrag
w_ing 26/09/2008 09:28
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-2+

Intel-Tool-Download:
- zumindest laden und entpacken konnte ich es ohne Emailadresse (oder wird diese zum Starten nötig)
- leider ist das Tool N U R für Windows (zumindest für mein OS-X kann ich es nicht testen) = schade(!)
Grüße, w_ing

hoFFy 26/09/2008 10:00
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-1+

NUR für Intel-Prozessoren, NUR für Windoofs.... Ausschlusskriterium. Wird sich gar nicht weiter angeschaut. Was soll so ein Schrott. Erst recht die Prozessorbeschränkung. Als ob das für die Ausführung des Programmes von Belang wäre... Das man es hoffentlich (!) bisher nur für eine Plattform programmiert hat, kann ich ja noch nachvollziehen.. aber das mit dem Prozessor? Da kann man nur mit dem Kopf schüttlen

w_ing 26/09/2008 11:16
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-0+

@hoFFy:
"naja", das die Firma INTEL eine kostenloses Tool auf INTEL-Prozis beschränkt, das leuchtet mir ein (zumintest EHER ALS die OS-Einschränkung!).

Aber RECHT HAST DU: So what - dann eben nicht! Und tschöö...

Wolfpack 26/09/2008 11:40
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-2+

Na tolle Scheisse... es wäre schön gewesen, wenn das mit dem INTEL-ONLY mal ein paar Seiten früher beim Download gestanden wäre... Gut, dass ich nur AMDs im Haus hab... Ich geh jetzt mal die Files bereinigen, die das Programm auf meinem NAS verstreut hat...

Wolfpack 26/09/2008 12:53
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-0+

Na so was, es funktioniert doch! Trotz AMD-Prozessor!
Allerdings kann ich das reproduzierbar nicht nachvollziehen, die Overall-Performance schwankt zwischen 50 und 80MB/s. Ich habe festgestellt, dass bei den Tests, die weniger gut abschneiden, EIN Kern meines Prozessors am lokalen Rechner voll ausgelastet war. Ich vermute, dass daher die Nichtnutzung des zweiten Kerns bzw. die dadurch eingeschränkte Leistungsfähigkeit meines lokalen Rechners ein falsches Ergebnis von der Leistungsfähigkeit des NAS reproduziert.
Wünschenswert wäre ein last-ärmerer Test gewesen, der die theoretische Leistungsfähigkeit des NAS repräsentiert.

hoFFy 26/09/2008 13:52
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-0+

w_ing :
@hoFFy:"naja", das die Firma INTEL eine kostenloses Tool auf INTEL-Prozis beschränkt, das leuchtet mir ein (zumintest EHER ALS die OS-Einschränkung!).Aber RECHT HAST DU: So what - dann eben nicht! Und tschöö...



Also ich sehs genau umgekehrt. Die OS-Beschränkung leuchtet mir mehr ein. Ich mein, Vllt. wollte man erst einmal die größte Zahl der potentiellen Anwender erreichen und sich danach aus Intel-Sicht um die Nischen-Betriebssysteme kümmern. Klar, CUDA gibt es auch nur für Nvidia... aber die Beschränkung einer solchen Software, welche ja nun, so vermute ich mal, keinen Nutzen aus irgendwelchen Merkmalen zieht, die eine Intel-CPU liefert... das kann ich nicht verstehen.

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