Für die beiden neuen Chips gelten dieselben Eckdaten wie für die bisherigen Vertreter der Core-i7-Familie, da sich seit der Einführung der Nehalem-Architektur in dieser Hinsicht nichts geändert hat. Der Core i7 wird mit Intels 45-nm-Herstellungsprozess gefertigt und misst 263 mm².
Vom Design her handelt es sich um einen sogenannten nativen Vierkern-Prozessor: Im Gegensatz zum Core 2 Quad, der aus zwei separaten Doppelkernen auf einem Träger besteht, sitzen beim Core i7 alle Kernen im selben Die. Da jeder seiner vier Kerne auch noch über Hyper-Threading verfügt, kann ein Core i7 bis zu 8 Threads gleichzeitig bearbeiten. Da Software-Entwickler bei ihren Anwendungen heute stärker auf Parallelisierung achten, können aktuelle Prozessoren sehr viel stärker davon profitieren als es beim Pentium 4 der Fall war, mit dem Intel Hyper-Threading einführte.
Bei den Cache-Größen hat sich nichts geändert: Jeder Kern verfügt über 32 KB L1- Instruction-, 32 KB L1-Data-Cache und 256 L2-Cache pro Kern, während sich alle Kerne 8 MB L3-Cache teilen. Offiziell ist der integrierte Speicher-Controller nach wie vor auf DDR3-1066 beschränkt. Inzwischen haben wir aber herausgefunden, dass die im Handel erhältlichen Prozessoren die notwendigen Speicherteiler mitbringen, um sogar DDR3-2133 zu erreichen. Ein Speicherhersteller informierte uns, dass der Controller selbst überarbeitet worden sei. Da uns aber keine weiteren Informationen von Intel darüber vorliegen, was genau verbessert worden ist, können wir dies zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigen. DDR3-2133 sind jedoch nun in greifbare Nähe gerückt, wenngleich es auch einer Menge Tuning bedarf, um das System bei dieser Datenrate stabil zu bekommen.
Wie beim Core i7-965-Extreme besitzt der QPI-Link des i7-975 eine Geschwindigkeit von 6,4 GT/s, während es beim Core i7-950 nur 4,8 GT/s sind. Steckt aber ein handelsüblicher Prozessor im System (und nicht, wie bei unserem Artikel zum Core-i7-Launch, ein Engineering Sample), sollte man die QPI-Geschwindigkeit im BIOS problemlos auf 6,4 GT/s einstellen können.
| Core i7-975 Extreme | Core i7-965 Extreme | Core i7-950 | Core 2 Extreme QX9770 | Phenom II X4 955 BE | |
|---|---|---|---|---|---|
| Codename | Bloomfield | Bloomfield | Bloomfield | Yorkfield XE | Deneb |
| Fertigungsprozess | 45 nm | 45 nm | 45 nm | 45 nm | 45 nm |
| Taktfrequenz | 3,33 GHz | 3,2 GHz | 3,06 GHz | 3,2 GHz | 3,2 GHz |
| L1 Cache (I / D) | 32 KB / 32 KB | 32 KB / 32 KB | 32 KB / 32 KB | 32 KB / 32 KB | 64 KB / 64 KB |
| L2 Cache | 256 KB pro Kern | 256 KB pro Kern | 256 KB pro Kern | 6 MB pro zwei Kerne (12 MB gesamt) | 512 KBpro Kern |
| L3 Cache | 8 MB Shared | 8 MB Shared | 8 MB Shared | N/A | 6 MB Shared |
| TDP (W) | 130W | 130W | 130W | 136W | 125W |
| QPI/HT/FSB | 6.400 MT/s | 6.400 MT/s | 4.800 MT/s | 1.600 MT/s | 4.000 MT/s |
| Preis (US-Dollar) | 999 Dollar | 999 Dollar | 562 Dollar | Nicht mehr gelistet | 245 Dollar |
Wir fragten Intel, wie die Geschwindigkeitsstufen beim Core i7-975 im Turbo-Modus funktionieren. Die Antwort: Genauso wie beim i7-965. Mit anderen Worten: Wenn 1, 2, 3 oder 4 Kerne aktiv sind, läuft der Prozessor 2, 1, 1 oder 1 Geschwindigkeitsstufen schneller als normal. Dabei entspricht eine Geschwindigkeitsstufe 133 MHz.
Wir waren neugierig, wie viel Zeit unser 975 Extreme bei 3,6 GHz, seiner Höchstgeschwindigkeit im Turbo-Modus, verbringen würde. Also ließen wir auf einem einzelnen Kern Prim95 laufen. Wie sich herausstellte, muss man eine ganze Weile warten, bis der Prozessor endlich vom 25x- auf den 27x-Multiplikator wechselt. Und dann bleibt er dort auch nicht lang. Das Problem ist, dass im Hintergrund immer irgendein Thread auf einem der Kerne vor sich hin arbeitet, und wenn das gerade mal nicht der Fall ist, bremst SpeedStep die Kerne aus. Man darf also davon ausgehen, dass der Prozessor selbst im Turbo-Modus den Großteil seiner Zeit mit 3,46 GHz laufen wird. Alternativ kann man das Feature natürlich auch komplett abschalten und die CPU manuell übertakten.
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aber jetzt mal im ernst
wieso ist der 940 oder 950 doppelt so teuer wie der 920
das würde ich gern mal verstehen
weils immer nen paar freaks gibt die das beste wollen
Ist halt Intels Preispolitik. Aber vermutlich wird es den 950 auch nicht anders ergehen, als den 940, dessen Produktion mangels Nachfrage eingestellt wurde.

Ich denke nicht, dass es viele gibt, die ~ 1 Eur pro Mhz mehr zahlen, wenn er keine weiteren Features bietet, wie z.B. einen freien Multiplikator.
@laplasch1: die Freaks kaufen dann eher den 975 Extreme
Könnte ja noch i7 930, 945, 960 kommen oder so
3 CPUs ist ein bischen wenig, vor allem, da 2 davon einfach zu teuer sind, auch wenn es High-End ist.
Für den Privatanwender genau die richtige Geldvernichtungsmaschine. Beim zocken sind die keine Hausnummer und ob ich zu Hause bei winRar 1 min warte oder 1:45 ist mir egal. Der Mehrpreis ist nur für die Leute die sowas als Titel ansehen. Es gibt ja auch Leute die nennen sich Dipl. ... .
Das ist für leute die sich über ihr Signatur definieren. Von dem geld kann man ne tolle Reise machen im RL.
Und so oft nutzt kaum ein Privatmensch die anderen Anwendungen das sich der Mehrpreis rechtfertigen lässt.
schöner Test!
Ich kann dem Fazit nur teilweise zustimmen. Es stimmt, dass ein i7-920 sich wesentlich mehr lohnt als die höheren, daher ist die Empfehlung für ihn auch gerechtfertigt. Andererseits finde ich, wie auch schon hier erwähnt, dass seine Performanceunterschiede zum Phenom 955 in Anwendungen auch nur eher für bestimmte Personenkreise ausschlaggebend sind. (Ich nehme mal an, dass die wenigsten der Leser hier in großem Stile alle möglichen Filme, Lieder o.ä. konvertieren.)
Für Spieler würde ich den AMD empfehlen, weil der dort quasi gleich gut ist - für weniger Geld an sich, mit meist günstigeren Mainboards und vor allem mit freiem Multiplikator!
ja beim zocken kommts sowieso mehr auf die graka an.
also die 100 euro mehr würde ich statt cpu lieber im graka investieren, da hat man mehr von.
aber der i7 is nunmal zukunftsicherer...wer weiss wie lange es noch lga775 gibt
lga775 wirds schon noch 'ne Weile geben .. das hat schliesslich Tradition .. wird zwar mehr und mehr ins LowEnd rutschen - aber man bekommt da sicher noch ein Stückchen was für.
Ihr geht ja schon auf Nummer sicher wenn als Netzteil ein Cooler Master UCP 1100W verwendet wird. In der Leistungsaufnahme am Ende steht, dass immer unter 400W aus dem Netz entnommen wurden, d.h. sogar nen gutes 450W Netzteil sollte reichen. Um Probleme auszuschließen, verbaut man halt nen 550er und gut ist.
So ists nicht gerad einfacher, Nutzern zu kleineren Netzteilen zu raten.
"Für den Privatanwender genau die richtige Geldvernichtungsmaschine. Beim zocken sind die keine Hausnummer und ob ich zu Hause bei winRar 1 min warte oder 1:45 ist mir egal. Der Mehrpreis ist nur für die Leute die sowas als Titel ansehen. Es gibt ja auch Leute die nennen sich Dipl. ... .
Das ist für leute die sich über ihr Signatur definieren. Von dem geld kann man ne tolle Reise machen im RL. "
"Und so oft nutzt kaum ein Privatmensch die anderen Anwendungen das sich der Mehrpreis rechtfertigen lässt. "
Schön, dass du das so einfach festlegen kannst. Es soll durchaus Menschen geben die ihren PC auch sinnvoller als nur zum Spielen nutzen. Sieh dir mal die Benchmarks in aktuellen 3D-Render Engines an und wer schon einmal ein hochauflösendes Personenbild mit vielen Effekten in Indigo und co gerendert hat weiß wie viel zusätzliche Leistung wert ist.
Und natürlich rippt sich (hoffentlich) niemand eine ganze Videothek auf seine Festplatte, aber es soll zB auch Musiker geben die ihre eigenen Musikstücke mit dutzenden Audiospuren codieren/decodieren müssen. Hör dir mal an, was die über Intels aktuelle Prozessorgeneration zu erzählen wissen.
Aber für manche Menschen ist ein Diplom eben nur dazu gut, damit man sich über seine Signatur definieren kann und ein Prozessor ist nur dann sein Geld wert, wenn er Spiele schneller macht. Es muss wirklich schön sein, wenn der eigene Horizont nicht über die eigene Hutkrempe hinausreicht.
Hochachtungsvoll,
ein Dipl. Student, der seinen PC nicht nur zum Spielen nutzt.
Ich empfinde den Test als sehr ausgewogen.
Was den Leistungszuwachs durch stärkere CPU´s betrifft, bringt Intel tatsächlich ohne Not mehr Leistung zum gleichen Preis - und diese Leistung ist hier sicherlich für ernsthafte Anwendungen relevanter als für irgendwelche FPS Games. Wenn man die Differenz zwischen dem i975 und dem i920 in eine Dual GPU Aufrüstung investiert, ist sicherlich mehr gewonnen, denn sowohl zum Spielen als auch zum Thema Rendern werden wir zukünftig noch mehr von Nvidia und CUDA resp. dem ATI Pendant hören. Alternativ wäre hier auch ein Tesla Board für den PC interessant.
Ich selbst arbeite mittlerweile seit 12/08 mit einem i965 auf einer 64 Bit Plattform - und zwar zum Arbeiten - und bin im Vgl. zu meinem alten QX6800 mit der Performance sehr zufrieden !
ich will eine billigere core 2 quad 9er serie!!!
Ich bin NEU. Kann ich auf einem Intel Motherboard auf dem ein i920 läuft später ein i975 verwenden? Danke für die Antwort (SLI oder Crossfire ist unentschieden; dh keine Ahnung was für ein Mainboard; Preis fürs MB egal)
Ich bin NEU. Kann ich auf einem Intel Motherboard auf dem ein i920 läuft später ein i975 verwenden? Danke für die Antwort (SLI oder Crossfire ist unentschieden; dh keine Ahnung was für ein Mainboard; Preis fürs MB egal)
@brubaker09
jap das geht haben beide den gleichen Sockel (LGA1366)
mfg memory_stick
Für mich ganz klar, wieso der 920 so "günstig" ist: Hier ist immerhin noch die Konkurrenz zum Phenom II 955 BE da! Wie ein Intelportfolio aussähe, wenn es kein AMD gäbe, sieht man an den Kokurrenzlosen Produkten i7 950 und i7 975: Exorbitante Preise für 5% mehr fps.
!!!!Kauft Phenom!!!! :-D
Es wäre sinnvoll Armed Assault 2 in die Spieletests aufzunehmen, da es mehrere Cores unterstützt.
Es wäre gut "Armed Assault 2" in die Spieletests aufzunehmen, da es mehrere Cores unterstützt.