Intel Pentium 4 (Prescott-2M / Smithfield)

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17:10 - 29/07/2008 von Pierre Dandumont

2005 hat Intel seine Pentium 4-Serie zwei Mal aufgestockt: Zuerst mit dem Prescott-2M, dann mit dem Smithfield. Der Prescott-2M ist ein 64-Bit-Prozessor auf der Basis eines Prescott, der Smithfield-Prozessor besteht aus zwei Kernen. Da sie ziemlich nah aufeinander erschienen sind, kam es bei ihnen zu denselben Schwierigkeiten wie bei den anderen Pentium-4-Prozessoren: Ein schwacher IPC (Befehle je Zyklus) und eine höhere Taktfrequenz, die unter zu hohen Streuströmen zu leiden hatte. Diese beiden Prozessoren, welche die Verluste bis zum Erscheinen des Core 2 Duo möglichst gering halten sollten, gehören nicht zu den berühmtesten Produkten aus dem Hause Intel. Und auch wenn der Pentium D (Handelsbezeichnung des Smithfield) mit zwei Kernen ausgestattet ist, ist er unterm Strich nichts anderes als zwei zusammengelegte Prescotts in einem Gehäuse.

Pentium D

Intel Pentium 4
Core Prescott-2M Smithfiled
Erscheinungsdatum 2005 2005
Architektur 64bit 64bit
Datenbus 64bit 64bit
Adressbus 64 (36 effektiv) bit 64 (36 effektiv) bit
maximaler Speicher 64 GB 64 GB
Cache L1 16 kB + 12 Kµops 2x 16 kB + 12 Kµops
Cache L2 2 048 kB 2x 1 024 kB
Frequenz 3 - 3,6 GHz 2,8 - 3,2 GHz
FSB 800 MHz 800 MHz
Befehlssatz MMX, SSE, SSE2, SSE3 MMX, SSE, SSE2, SSE3
SMT/SMP HyperThreading Dual Core (bei manchen Modellen HyperThreading)
Prozesstechnik 90 nm 90 nm
Transistoren 169 Millionen 230 Millionen
Stromverbrauch 84 - 115 W 95 - 130 W
Volt 1,2 V 1,2 V
Fläche 135 mm² 206 mm²
Sockel LGA775 LGA775

Interessant ist jedoch die Tatsache, dass die Pentium-4-Prozessoren für die breite Öffentlichkeit zwar über die PAE-Technologie verfügten (zur 36-Bit-Speicherverwaltung anstelle von 32 Bit) und somit auf 4 GB RAM begrenzt waren, doch bei diesen Modellen konnte diese Grenze sehr wohl überschritten werden. Der Adressbus ist praktisch immer noch auf 36 Bit begrenzt (40 Bit bei den Xeon-Prozessoren), doch die PAE-Technologie (Verwaltung pro Seite von 4 GB) ist mittlerweile Geschichte: Ein 64-Bit-Programm kann den verfügbaren Speicher voll nutzen. Das Hyper-Threading, eine SMT-Intel-Technologie, war mit mehreren Modellen möglich (mit den Xeon-Prozessoren und den EE-Modellen). Schließlich kam später eine 65-nm-Version (Serie 9x0) der Pentium-4-Prozessoren auf den Markt, allerdings ohne interessante Neuerungen.

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Kommentare zum Beitrag
MaxTheCB 29/07/2008 17:47
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-1+

Auch interessant: Der 386 war erstmals "Multi-Tasking"-fähig... Wer mehr lesen möchte, unter pc-erfahrung.de gibt es eine sehr gute Zeitkette mit Erscheinungsdatum aller Prozessoren, sowie weiteren Infos zu den einzelnen Chips

Und übrigens... 2004 war eine deutsche Pharma-Gesellschaft auch sehr froh, noch gebrauchte Pentium-1 Prozessoren von mir zu bekommen, da ebenfalls keine mehr von Intel erhältlich waren ;)

pool1892 29/07/2008 19:06
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-0+

ich finde die gewichtung des artikels iritierend:
die wichtigsten schritte hin zur modernen IA sind nicht klar genug herausgestellt.
beispielsweise findet sich die immens wichtige feststellung nicht, dass der pentium der erste superskalare prozessor war. und out of order und damit prinzipiell tiefes pipelining beim pentium pro kommt einmal als "ooo" vor. das kann ein laie nicht verstehen.
genauso sollte sich beim pentium pro die prinzipiell gravierend veränderte architektur, man sagt dazu mittlerweile microops, die nicht mehr x86-er befehle berechnet, sondern diese in kleinere befehle zerlegt, die dann parallel in die ausführung gehen, wiederfinden, schließlich ist diese idee absolut wegweisend gewesen, der p4 und der athlon haben hier viel gelernt, vom c2 ganz zu schweigen. (ich will nicht behaupten, dass die idee von intel ist, nur, dass sie hier zur wirkung kommt)

insgesamt macht der artikel für mich leider den eindruck eines kurzen wiki-verschnitts.

pripiat 29/07/2008 21:26
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-1+

Es sei gesagt, dass es den P3 Tulatin auch mit 1,4 Ghz 512kb L2 Cache und Fsb 133 Mhz gab...

Anonymer Nutzer 29/07/2008 23:05
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-1+

hehe bei seite 9 hab ich dann auch an den p3 mit 1400mhz gedacht^

phobos 29/07/2008 23:28
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-0+

hab mich grad gewundert, wenn die den Hubble erst 1990 in den orbit geschossen haben, wo sind die restlichen 5 Jahre hin?
mal nachgeschlagen und fündig geworden...
der start war schon für 1986 vorgesehen...

war auch schon lang her =)

Anonymer Nutzer 29/07/2008 23:36
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-1+

Da hat jemand die wenig Populären, aber dennoch aus Technologischer Sicht interessanten Itanium-CPU's vergessen...

Anonymer Nutzer 29/07/2008 23:46
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-0+

In der Übersichtstabelle steht 80846DX4 besser 80486DX4

phobos 29/07/2008 23:54
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-0+

hm, warum nicht gleich teil 3?

Die Power PC warn ja auch nicht grad ohne geschichte...
da könnte man doch auch paar seiten zusammenfassen, so habt ihr in der Redaktion bissi arbeit :)

Plasma80 30/07/2008 00:53
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-1+

habt ihr manche Teile aus dem Französischen übersetzt?? Als kleine Beispiel dazu, "Sur le". Dann steht noch geschrieben, dass der Pentium 4 sich noch gut am Markt halten konnte bis der C2D kam. Mit aggressiver Verdrängungspolitik des Konkurrenten halte ich mich auch am Markt. Es wäre schön wenn es zu AMD auch so eine geschichte hier gäbe, immerhin ist diese nicht weniger interessant. Denn: Erster 1Ghz Prozessor, Speichercontroller integriert, K5 - K6 und K6-2 leistungstechnisch über den Pentiums aber schlechte Chipsätze, Sockelkompatibilität des K5 zum Pentium, 1999 - 2006 durchgehend die schnellsten und technisch wesentlich bessere CPu's als Intel....

Anonymer Nutzer 30/07/2008 01:39
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-2+

nur so zur info AMD kommt noch

emilkl 30/07/2008 03:30
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-1+

was noch wichtig wäre, der intel80386 DX wurde bis 40 MHZ hergestellt, nicht nur 33MHZ ....

pripiat 30/07/2008 07:06
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-0+

der 80286 auch bis 16Mhz :)

rjdamod 30/07/2008 07:22
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-0+

Im übrigen war der 80286 der erste von Intel mit Hardware-Multitasking. Ohne Paging, das erst der 80386 bekam, hatte dies jedoch nur eingeschränkten Nutzen.

Abadede 30/07/2008 09:19
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-0+

Den 80286 gab es sogar mit 20 und 25 Mhz, die seinerzeit sogar in Komplettsystemen bei V..bis und E..com zu erhältlich waren.

Abadede 30/07/2008 09:21
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-0+

"zu kaufen" oder "erhältlich waren"...nicht "zu erhältlich waren"...*g*

gerald8 30/07/2008 09:47
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-0+

Hmm, ein Prozessor fehlt aber. Es gab auch den 80168 von Intel.
Auszug aus Wikipedia:
Der Intel 80186 und der Intel 80188 sind Weiterentwicklungen der 8086- und 8088-CPUs von Intel. Die Unterschiede zwischen den beiden CPUs sind analog zu den Unterschieden zwischen 8086 und 8088: Der 80186 hat einen externen 16-Bit-Datenbus, der 80188 nur einen 8 Bit breiten. Beide wurden – im Gegensatz zu den übrigen Prozessoren der x86-Reihe – nur sehr selten in PCs eingesetzt, da Intel Funktionen in den Chip integriert hatte, die eher für einen Mikrocontroller typisch sind und die sich beim Bau eines IBM-kompatiblen PCs keinen Vorteil boten.

momo2k 30/07/2008 14:34
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--1+

Ein schöner, liebevoll aus den einezelnen Wikipedia-Artikeln der Prozessoren zusammengetragener Artikel.
Aber nicht von euch:
"maximaler Speicher 64 GB (4 GB sur le PIII) "
Na, wer hat da von der französischen THG-Seite abgekupfert? ;)

Kleine PC-Kiddies, die diese Ära nicht mehr miterlebt haben, und sich sonst auch eher für ihre ulta krasse GF8800GTX deluxe großpenis interessieren, als für Geschichte, können aus diesem mundgerecht zusammengetragenen Artikel mit ihrem kleinen Geist ein paar Informationen über Intel's Geschichte (und achja, seit Core 2 gilt ja: INTEL = COMPUTER!!!111) aufsaugen und bei gegebener Gelegenheit klugscheißend wieder von sich geben, und werden ihn deshalb zu schätzen wissen.

Danke, THG!

Anonymer Nutzer 30/07/2008 14:41
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-0+

Einige Poster verweisen auf das Fehlen einiger CPUs:

286: 20 und 25MHZ
386: DX-40

Waren das nicht ausschließlich AMD-Nachbauten? so war doch AMDs Strategie damals: schauen was Intel rausbringt, und besser und schneller nachbauen. Daher verließ doch Intel die x86er Namensgebung und schützte den Begriff "Pentium", damit AMD nicht mehr davon nutznießen konnte. Immerhin führte dies zu AMD-eigenen Entwicklungen, die ab dem K6 auch endlich bessere Leistung zeigten... bis halt C2D kam, seit dem schwächelt AMD ja vor sich hin, aber vielleicht kommen sie mit den CPUs genauso aus dem Quark, wie mit den Grafikkarten.

MaxTheCB 30/07/2008 15:15
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AMD hat(/te) als einzigster eine offizielle Lizenz von Intel... im Gegensatz zu Cyrix

Anonymer Nutzer 30/07/2008 16:07
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"Stromverbrauch 2 W (33 MHz) "

Die Maßeinheit von Strom ist Ampere, Watt ist die Maßeinheit von Leistung.


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