
Modems gibt es in verschiedensten Arten: Externe Geräte, PC-Cards für Notebooks oder Steckkarten, die in den Rechner eingebaut werden.
Inzwischen auch mit dem Kürzel POTS (plain old telephone service) belegt, steht das Modem immer noch für den einfachsten Anschluss ans Internet. Wer ständig beruflich unterwegs ist und per Computer kommunizieren muss, hat in vielen Teilen der Welt kaum eine andere Wahl, als sein Notebook per Modem online zu bringen.
Die früher recht simple analoge Verbindung hat sich bis zum StandardV.92 entwickelt. Dieser weißt eine maximale Transfergeschwindigkeit von 56 kBit pro Sekunde im Download auf; PCM-konforme Geräte unterstützen 48 kBit/s im Upload. PCM steht für "Puls-Code-Modulation"; ein Verfahren, mit dem analoge Informationen in einen digitalen Zustand überführt werden. Durch weniger Umwandlungen werden höhere Geschwindigkeiten möglich.
Wer ältere Modems oder Rechner (ab 1999) nutzt, benutzt wahrscheinlich ein nach V.90 zertifiziertes Modem, das sich unter anderem durch die deutlich langsamere Einwahl (kein so genannter Quick Connect) sowie die niedrigere maximale Upload-Geschwindigkeit (ohne PCM nur 33 kBit/s) erkennen lässt.
Natürlich ist die letztendlich mögliche Bandbreite auch vom Zustand des Telefonnetzes abhängig. Wer sich aus einem afrikanischen Dorf heraus verbindet, wird ein anderes Maximum erkennen als jemand, der aus dem modernen Netz einer europäischen Großstadt agiert. Die Implementierung von "Fallback-Ebenen" sorgt dafür, dass die Anpassung an solch große Unterschiede problemlos funktioniert. Das Modem erkennt die mögliche (schlechte) Signalstärke auf der Leitung und verbindet sich trotz V.92-Fähigkeit nur mit beispielsweise 33,6 kBit/s.
Mangels Alternativen finden weltweit gerechnet die meisten Verbindungen immer noch über das klassische Modem statt. Als typische Anbieter seien hier hardwareseitig das Telefonnetz der Deutschen Telekom genannt, sowie softwareseitig zum Beispiel das Least-Cost-Einwahlprogramm "Smartsurfer" von Freenet.
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