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Datensicherung auf Band ist keineswegs ausgestorben und wird wohl auch auf lange Sicht gesehen kaum von der Bildfläche verschwinden. Allerdings hat sich dessen Anwendung etwas verschoben. Während man früher noch Sicherungen von Dateien oder Systemabbildern in den Formaten QIC oder Travan auf Band erstellt hat, findet die Datensicherung auf Band heutzutage in Formaten wie Sony AIT (Advanced Intelligent Tape, bis zu 400 GB), DLT (Digital Linear Tape, bis zu 800 GB) oder LTO (Linear Tape Open, bis zu 800 GB) statt. Zur Hilfe werden so genannte Rackmount-Autoloadern genommen, die automatisch die Bänder wechseln. Große Unternehmen bedienen sich ganzer Speicher-Bibliotheken, die den Zugriff auf hunderte Bänder über mehrere Laufwerke ermöglichen.
Allerdings setzt man Band-Datensicherung zunehmend für nicht aktuelle Daten ein, was schon fast einer Archivierung gleichkommt. Während LTO bis zu 120 MB/s erreicht sind andere Formate langsamer; somit wäre die Sicherung einer zwei- oder dreistelligen Gigabyte-Kapazität im verfügbaren Zeitfenster gar nicht erst möglich. Genau aus diesem Grund unterscheidet man in der Industrie zwischen Offline-Backup, Near-Line-Backup und Online-Speicher.
Online-, Near-Line, Offline-Speicher
Tape-Backup findet man vor allem bei Offline-Speicher, bei dem eben nicht häufig auf die gespeicherten Daten zugegriffen wird. Üblicherweise benötigen Sie zur Wiederherstellung gesicherter Daten die entsprechende Backup-Software – das erklärt wiederum den Begriff “Offline-Speicher”. Ein direkter Zugriff ist meist nicht möglich und oft nicht nötig.
Near-Line-Speicher wird zunehmend mit Festplatten umgesetzt, da die Kosten pro Gigabyte dabei langsam unter Cent pro Gigabyte zugehen. Große RAID-Arrays mit preiswerten Serial-ATA-Laufwerken sind für kurzzeitige Datensicherungen und jegliche Arten von Datenspiegelung gut geeignet. Die kann man nutzen, um ältere Dateiversionen zügig abzuspeichern oder Backups auf Offline-Lösungen zu erstellen.
Online-Speicher bezieht sich auf Hochleistungsspeicher mit hoher Verfügbarkeit, der in Servern für Datenbanken, bei Webdiesten etc. zu finden ist. Das lässt sich natürlich nur mit Hochleistungs-Hardware und komplexen RAID-Arrays realisieren.
Disk-Datensicherung für kleine und mittlere Unternehmen?
Betrachtet man Kosten für Festplatten unter dem Aspekt des Kosten-Performance-Verhältnisses, dann ist auch das Disk-Backup durchaus eine Option für kleinere Unternehmen. Der Kauf einiger Festplatten mit 500 oder 750 GB kostet nicht mehr als 80 Euro pro Stück und bietet zwecks Datensicherung jede Menge Kapazität und flotte Performance.
Die Datenspeicherung auf einer Festplatte ist jedoch keine besonders sichere Angelegenheit, da Festplatten empfindlich sind und von jetzt auf nachher den Geist aufgeben können. Für die Verwendung von Festplatten als Backup-Mittel ist also eine noch sorgfältigere Planung notwendig, da Sie zudem noch die Zuverlässigkeit mit einkalkulieren müssen: Verkürzt sich die Lebenserwartung der Festplatten durch häufiges Entfernen und Wiedereinführen aus Wechselrahmen sowie bei vielen Start-/Stop-Zyklen? Zudem sollten Sie für Ihre Datensicherung mehrere Ziele wählen und sicherstellen, dass die Backup-Laufwerke unabhängig voneinander sind.
Iomega und Quantum verwenden Disks
Das Iomega REV120 basiert auf den wohlbekannten REV-Kassetten, die statt bisher 35 GB und 70 GB nun 120 GB speichern. Anders als Festplatten sind die Lese/Schreib-Köpfe nicht Bestandteil des Speichermediums, sondern gehören zu den Laufwerken dazu. Die GoVault-Serie von Quantum basiert auf Serial-ATA-Festplatten im 2,5-Zoll-Format, die sich in kassettenartigen Modulen befinden, damit das Speichermedium robuster ist und leichter ausgetauscht werden kann.


Wir setzen keine REV-Drives mehr ein, die gehen einfach zu oft kaputt.
Sobald ein Medium auf den Boden gefallen ist läuft die Scheibe im Inneren der Cartridge "unrund" und beschädigt somit auch das das Laufwerk.
Originale Aussage von Iomega: Runtergefallene Medien nicht mehr nutzen und einschicken. Absolutes Killerkriterium für das REV-Drive.
Hmm, lass mich mal überlegen wie oft meine externe Festplatte runtergefallen ist...
Genau, zum Glück noch kein einziges mal!
Auf ne gefallene Festplatte würde ich mich nicht mehr verlassen.
Glaubst du ne Festplatte läuft noch 100% rund, wenn se runtergefallen ist?
MfG Chris
Vieleicht hätte man noch die Technologie der Tandberg-Data Laufwerke "RDX" mit in den Artikel aufnehmen sollen.
http://www.tandbergdata.com/emea/d [...] 23&ref=166
Sie basieren auch auf 2,5" Festplatten, ähnlich der GoVoult. Auch diese sind gegen Stöße geschützt. Schaut man sich das innen leben der Gehäuse an, indem die Festplatten sitzen, erkennt man das diese freischwingend gelagert sind. Ich denke aber das sie einen richtigen Sturz von einem Tisch nicht überleben.
Zu den REV Laufwerken kann ich auch aus Erfahrung sagen das diese teile oft defekt sind (netzteil, gerät usw). Ist zwar eine günstige lösung, nur man hat oft ärger damit.
Empfehlung: einfach ein paar externe Festplatten kaufen, kostet ja mittlerweile auch nix mehr und ist eigentlich das selbe.
Ich kenne mittlerweile einige Firmen, die einfach jeden Abend eine 2.5" Platte anstöpseln.
@ Chriiissss
eine runtergefallene externe Festplatte zerstört mir aber nicht meinen USB-port oder das Board. ein runtergefallenes REV-Medium macht das Laufwerk kaputt.
Die Tandberg RDX sind übrigens richtig genial.
Thomasssss ...
Hoffentlich bezahlt dich Genie keine Firma ....
Beim REV gab es zum. eine Zeit lang Probleme mit dem Netzteil. 2 Defekte an 2 Geräten innerhalb 12 Monate.
Benutzt jemand eines der Geräte unter Windows NTBackup ?
"Allerdings ist eine solide Speicherlösung kein Ersatz für durchdachte Backup-Strategien, da redundater Speicher in Form von Backups nicht vor Katastrophen, menschlichen Fehlern, digitalen Schädlingen, absichtlicher Schädigung oder einfach nur vor Pech schützt."
Diesen Absatz hab ich überhaupt nicht verstanden. Solide Speicherlösungen SIND durchachte Backup-Strategien. Und jegliche Backup-Strategien können beschädigt werden.
Backup-Strategie bezieht sich auf die Art des Backups - inkrementell, vollständig etc.