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Der Philips-Chip SAA7146A ist ein Klassiker, denn man findet ihn auf vielen TV-Tuner-Karten. Er sorgt dafür, dass der Videodatenstrom über die PCI-Schnittstelle am Motherboard zum Systemspeicher geschickt wird. Ab hier übernimmt die PC-Software die Kontrolle. Darunter zählt beispielsweise das Decodieren von MPEG-2- oder MPEG-4-Material, um es letztendlich auf den Bildschirm zu bringen. Das Decodieren wird primär von der CPU ausgeführt. Jedoch können auch die GPUs auf Grafikkarten einen Großteil dieser Aufgabe übernehmen. Mehr dazu in den nachfolgenden Abschnitten.

Philips SAA7146A: Multimedia PCI-Bridge liefert Videodaten (inklusive HD-Video) vom und zum PCI-Bus. Daten werden üblicherweise in den Systemspeicher geschrieben, bevor sie weiter verarbeitet werden.
Wer sich Pay-TV-Content auf dem PC ansehen will, benötigt zum einen die Abo-Smartcard vom Programmanbieter, zum anderen einen Kartenleser. Letzterer besteht aus dem Conditional Access Modul (CAM) und einen Common Interface (CI). Das CAM nimmt die Smartcard auf und übernimmt die Entschlüsselung. Gängige Verschlüsselungsverfahren sind übrigens Nagravision, Viaaccess, SECA, Irdeto oder Conax.

Nahaufnahme des Common Interfaces (CI)

Beispiel-Lösung für PayTV: Die Abo-Smartcard (orange) steckt im Conditional Access Modul, das CAM wiederum im Common Interface.
Der Empfang von Pay-TV ist nicht bei jedem Programmanbieter möglich. Das hängt im Wesentlichen von deren Firmenpolitik ab. Einige, wie beispielsweise "Premiere", bieten überhaupt keine CAMs im Handel an, sondern integrieren diese fest in Set-Top-Boxen. Das Verfahren mit CAM ist jedoch für den Kunden vorteilhaft. So kann dieser sein Pay-TV-Abonnement auf verschiedenen Empfangsgeräten nutzen. Wenn er gerade die Set-Top-Box im Wohnzimmer angeschaltet hat, stecken CAM und Smartcard dort. Will er am PC fernsehen, so nimmt er einfach CAM und Smartcard mit und steckt sie in den Schacht des Common Interfaces.

Wieviel kostet die PCI-Karte?