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Kaspersky fordert einen Internet-Ausweis
Nächste NewsEugene Kasperskys Vorschläge dürfen durchaus als radikal bezeichnet werden. Der Sicherheitsexperte fordert Internet-Pässe und wünscht sich ein Ende der Anonymität im Netz.

Im Interview mit ZDnet Asia tut der Gründer des Sicherheitssoftware-Herstellers Kaspersky seine ganz eigene Meinung darüber kund, wie man Lug und Trug, Datendiebstahl und sonstigen kriminellen Machenschaften im Netz Herr werden könnte: Durch ein Ende der Anonymität im Web, die ein Problem darstelle.
»Jeder sollte [im Web] identifizierbar sein oder über einen »Internet-Pass« verfügen«, so Eugene Kaspersky. »Das Internet wurde ursprünglich nicht für eine öffentliche Nutzung geschaffen, sondern für US-Wissenschaftler und das Militär – für einen begrenzten Personenkreis, hundert oder vielleicht tausend Nutzer«. Dass das Web in der gleichen Form auch der Öffentlichkeit dargeboten wurde, sei ein Fehler gewesen.
Eine Identifizierung über IP-Adressen reicht Kaspersky nicht: »Man kann nie sicher sein, wer am anderen Ende der Leitung sitzt. Passwörter können weitergegeben und Verbindungen gehackt werden«, so Kaspersky. Er schlägt stattdessen den Internet-Ausweis vor in Verbindung mit einer Art »Internet-Polizei« und vor allem internationalen Vereinbarungen. Macht ein Land nicht mit im überwachten Web, so solle es vom Internet abgekoppelt werden.
Eigentlich wurde Kaspersky von ZDnet wegen seiner Meinung zu Microsofts neuem Antivirus-Programm »Security Essentials« befragt (siehe hierzu »Lob und Kritik für Microsofts Virenscanner«) – das er nicht als direkte Konkurrenz für seine Produkte sieht, zumindest nicht kurzfristig. Grundsätzlich könne Microsoft durchaus ein sehr sicheres Produkt von hoher Qualität auf die Beine stellen, doch sei dies eine Frage der Marke. Microsofts Strategie auf dem Sicherheitssektor würde er ändern: »Wäre ich Bill Gates«, erklärt Kaspersky, »würde ich ein neues Unternehmen gründen – in 100-prozentigem Microsoft-Besitz – das Antivirus-Software herstellt, aber unter einem anderen Markennamen«.
Quelle: ZDnet Asis

Das ist nicht neu. In dem Buch "dotCrime Manifesto - how to stop internet crime" von Phillip Hallam Baker ist Accountability ("Verantwortlichkeit"?) auch eine der Themen. 2003 gab es gab es da am Aspen Institute die Idee des "Accountable Net". Scheint sich aber nicht durchgesetzt zu haben (und hat ja auch Nachteile, wenn man z.B. in nem unterdrückten Land kritisch über die Regierung berichten will oder so...)
Hilfe, Abmahnen wird in der Zukunft noch leichter... aber noch ist das ja nichts weiter als eine reine Idee.
Na und? Du musst einfach mal weiter denken. Jeder "illegale" Musikdownload wird dir dann von der Kreditkarte, die du mit dem Internetausweis verknüpfen musst abgebucht. So gibts weniger Kriminalität und mehr Wirtschaft. Ich finds ne gute Sache. Vor allem sollte man eine Prüfung ablegen müssen, damit nicht jeder DAU ins Netz kann.
Nette Idee aber nicht umsetzbar, wenn unsere DNA mal ebenfalls in den Ausweisen gespeichert wird kann man drüber reden.
einerseits ne gute idee andererseits ne schlechte idee. mag sein das die internet kriminalität dadurch eingedämmt wird. andererseits ist es dann nichts anderes wie google denn ich möchte nicht das jeder weis wo ich alles rumsurfe
Wenn ich die Kommentare lese muss ich eines Denken:
Die absolute Kontrolle durch Staatsorgane hilft nicht, sie schadet, und früher oder später wird eben genau diese Macht auch missbraucht, das hat die Geschichte gelehrt.
Heikles Thema, zugegeben. Ich bin ja erleichtert, dass sich noch nicht die "Aus-Prinzip-dagegen-Fraktion" zu Wort gemeldet hat, die bei jeder "Einschränkung" gleich "Zensur und Verschwörung" rufen.
Was würde ein Internetpass bewirken? Die aktivität jedes Nutzers könnte festgestellt werden. Das ist auch nichts neues, ich behaupte mal, dass mehr als 50% der Leute das heute schon mittels gesammelter Cookies und Mitgliedschaft in bestimmten Diensten Firmen und Organisationen mitteilen die wesentlich "bedrohlicher" sind als die Regierung.
Jeder der denkt, dass schränkt die Freiheit ein: Ja, das tut es, aber... Man ist nie so wichtig, als das man aus der Masse der Nutzer heraus sticht. Weil erstmal müsste jemand ja einen konkreten Verdacht haben mir nach zu spüren, ich glaube kaum das da jemand beim Verfassungsschutz sitzt und sich denkt "So, jetzt habe ich mal Bock drauf Herrn H. aus R. zu stalken". Von daher sehe ich meine Anonymität in der Masse nicht gefährdet.
Das Problem sehe ich in der physikalischen Präsenz des Ausweises. Was wenn mir den jemand in der echten Welt klaut, und mit meiner Identität einen ebay-Betrug durchführt? Dann muss bewiesen werden, dass das System des Herrn Kaspersky NICHT funktioniert um meine Unschuld zu beweisen, und dann ist es auch bereits wiederlegt.
Das Internet ist ein großer Fortschritt, WEIL es endlich erlaubt Anonym seine Meinung zu veröffentlichen.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung existiert, doch wird es kaum wahrgenommen, wenn jeder weiß von wem die Meinung stammt.
Anonymität im Internet MUSS verbessert werden!
Und wieder eine von mir respektierte Person weniger da.
Das Internet ist ein großer Fortschritt, WEIL es endlich erlaubt Anonym seine Meinung zu veröffentlichen. [...] Anonymität im Internet MUSS verbessert werden!
Du bist also einer von diesen Arschlöchern, die andere Leute anonym stalken und das weiterhin auch so tun will!
...bis du selber ein Opfer wirst und rumheulst, weil du nicht weisst, wer dich schikaniert.
Du hast es wohl nicht verstanden. Es ist uninteressant jemanden zu "stalken" wenn man nicht weiss wer er ist.
Natürlich muss die sicherheit im Netz genauso verbessert werden um kriminalität zu unterbinden.
Anonym im Web bedeutet in erster Linie Datenschutz!
.. ich kann nicht nachvollziehen weshalb du mich als Arschloch bezeichnest..
Es ist auch unineressant jemanden zu "stalken", wenn man weiss, das der gestalkte weiss, wer "ich" bin. xD
Dann würde dieses kindische Internet-Mobbing auch aufhören.
Nehmen wir mal an, dieser Pass würde kommen, dass wäre nicht sonderlich gut, mag ja sein dass die Content-Mafia es für den heiligen Gral hält.
Allerdings würden damit die Leute auch ziemlich angreifbar z.B. auf Jobsuche, der Arbeitgeber sucht nach der ID etc. und findet ein Forum in dem man einen Post hinterlassen hat und sich über den Betrieb, Chef oder ähnliches beschwert, schon ist der Job evtl. weg.
Und wenn man dann noch bei jedem Onlineshop einfach mal gucken kann was ID xxxx so alles gekauft hat würde das auch eine ziemliche Aushöhlung bedeuten, es geht schließlich niemanden was an ob ich jetzt 3 Pfund Butter gekauft oder ein Playboy-Abo abgeschlossen habe.
Nur für Firmen wäre das gut, diese könnten ein exaktes Einkaufsprofil anlegen und einen noch mehr mit Werbung zu bomben.
.. ich kann nicht nachvollziehen weshalb du mich als Arschloch bezeichnest..
Das traut Er sich nur, weil Er anonym unterwegs ist.
Soviel zu deiner Idee: " Anonymität im Internet MUSS verbessert werden!"
ich habe nichts dagegen wenn er seine meinung äussert :-D
Ich verstehe nicht, warum ich mit Minussen bombardiert werde, obwohl mein Kommentar PRO Anonymität im Internet ist.
@ Miki: wer jemanden wg. seiner freien Meinug nichtmehr Respektierst, ist auf einem schmalen Brett unterwegs, für das nen "-" gerade zutreffend ist, zumal in Deinem Post auch Nichts zur Sache steht.
Wenn die entwicklung so weiter geht wie kaspersky schreibt, dann wird irgendwann jeder mit namen, anschrift, aktuellen aufenhalts-koordinaten und livestream bis unter die dusche verfolgt. Diese daten werden dann natürlich "NUR" für die Polizei im Internet abrufbar sein...
Entschuldigt bitte den Ausdruck aber: Der Mann pinkelt sich doch selbst an Karren, oder etwa nicht? Denn mit der Einführung von Internetausweisen wird Sicherheitssoftware in jedweder Form überflüssig. Warum sollte er dies befürworten? Und mal ganz am Rande: Ich bin dagegen!
Gruß Unbekannter Nr.2
auch in der realen welt ist man den meisten menschen gegenüber anonym.
meinen personalausweis muss ich nur bestimmten leuten vorzeigen (polizei, etc).
alles andere ist freiwillig !
Eben. Wie ich bereits schrieb, es gibt keine Behörde die mal jemanden aus Lust und Laune aufspürt, weil ihr langweilig ist.
Wenn ich IRL eine Straftat begehe, dann darf mich die Polizei auch suchen, aber da sagt niemand "Och, seine persönliche Freiheit ist eingeschränkt".
Und Nutzer A weis ja nicht was Nutzer B tut, es geht nur darum, dass im Straffall eine Person ausfindig gemacht werden kann, also eigentlich wird ein grundprinzip der Rechtsstaatlichkeit auf das Internet übertragen.
Ich beobachte in dieser Diskussion, dass viele die Worte "Freiheit" und "Willkür" verwechseln.
wollt ihr mir jetzt erzählen, dass ihr alle gestalkt und schikaniert werdet? es geht hier um was ganz anderes, wie eure kinder problemchen! wenn der staat auch noch das inet komplett überwacht, war es das, in der form mit euren kommentaren. einmal was falsche gegen irgendeinen konzern etc und man bekommt die abmahnung oder gleich ein bußgeld. das hat nix mit der inet crime zu tun, sondern nur mit der bevormundung der menschheit, worauf es einfach hinaus laufen wird. is das gleiche, wie mit der kifi pron sperre. wird nur als vowand benutzt, um nach und nach alles was irgendwie nicht ins gesellschaftliche weltbild passt zu sperren.
@marcel
im rl hast du auch kein ausweiß, den man andauert irgendwo durchziehen muss, um jmd seinen täglichen weg nach dokumentieren zu können, ob er eine straftat begangen haben könnte oder? also, warum dann im internet? vorallem hat der staat schon mehr als genüg möglichkeiten, die sachen zurück zu verfolgen.
Les dir bitte den Artikel mal genau durch, da heißt es nur, dass "Nutzer identifizierbar sein müssen", nicht das, wie viele hier verstanden haben "Der Nutzer überwacht wird" oder "identifiziert wird". Ich produziere durch das Surfen mit dem Ausweis Daten in Massen, die werden aber erst interessant, wenn sie teil einer Straftat sind. Genau wie Transaktionen mit dem Bankkonto, da kommt der Staat auch theoretisch, mit richterlicher Vollmacht dran. Und ich denke nicht das das im Netz anders währe.
Das Internet währe also kein Raum zur Straftats-Suche (=Rasterfahndung), sondern würde der Aufklärung dienen (=Beweismittelsicherung).
Ich bin, wie im echten Leben, so lange Anonym, bis man von mir aufgrund eines Gesetzes eine Identifizierung verlangt. Das ist wie die Kontrolle im Straßenverkehr ein "Guten Tag, Führerschein und Fahzeugpapiere bitte".
Ich würde dann Protest schreien, wenn die Wirtschaft zugriff auf die Daten hätte, klar, hat sie aber nicht. Auch Nutzer A hat keinen Zugriff auf die Daten von B. Es ist nur vom Staat und der Polizei die Rede, und wenn ich eine Straftat begehe, dann werde ich verfolgt.
Vor allem finde ich es ein wenig paranoid, das jeder Nutzer Angst hat "der Staat" würde sein Kommentar beanstanden. Es gibt Millionen von Kommentaren täglich, warum sollte sich der Verfassungsschutzmann genau das eine raus suchen.
Und vielleicht würden dann einige Beleidigungen, antisemitische und rassistische Äußerungen in den Foren zurückgehen, die nun wirklich KEIN Ausdruck von Meinungsfreiheit, sondern eher von Meinungswillkür sind.
Und vor allem: Warum geht jeder davon aus, dass mit einer "Möglichkeit zur Datenrückverfolgung im Internet" plötzlich der Meinungsfreiheitsparagraph kippt?
Naja, es stimmt dass es uninteressant ist jemand Schaden zuzufügen wenn der nicht weiß woher es kommt.
.
Aber das bedeutet nicht, dass Anonymität dies verhindert.
Im Gegenteil, die Zielperson muss nur wissen woher es kommt. Wenn sie es NICHT beweisen kann, kann man es erstens fortsetzen, und zweitens ist die Wirkung viel größer, weil sie eben nichts dagegen tun kann.
Ich plane ja ein Portal wo ich diese Weisheiten verbreiten kann
Inkl. konkreten Tipps für Anonymität und Vergeltungsmethoden bzw. wie man jemand "Vernichtet".
In Deutschland sitzen laut Schätzungen 5% Unschuldig im Knast, auch das ist machbar.....
Mal vom reinen vernichten des Ansehens abgesehen. Das muss sich ja nicht auf das Internet beschränken.
@ Thomaz
Den Personalausweis muss man nie bei sich führen.
Daher nehme ich nur das mit was ich auch wirklich brauche wenn ich daran denke. Zum fahren reicht der Führerschein.