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Bourne-Ultimatum-DVD: Neuer Kopierschutz-Rekord

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00:40 - 7. Januar 2008 von Frank Völkel

Die gerade erschienene DVD Bourne Ultimatum stellt in Sachen Kopierschutz-Technik einen neuen Rekord auf. Die unten aufgelisteten Features zeigen, dass die Firma Verleih-Universal jetzt auch beim dritten Film der Bourne-Reihe auf den X-Protect-Kopierschutz setzt. Auf der Film-DVD befinden sich insgesamt 46 Dateien, die beim Einlegen in ein PC-Laufwerk eine Speicherkapazität von 19 GB anzeigen. Allerdings wurde hier nur die TOC (Table of content) mit ungültigen Einträgen bearbeitet, so dass die wahre Dateigröße 7,8 GB auf der DVD beträgt. Gegenüber dem bekannten ARccOS-Verfahren von Sony bereitet dieser Kopierschutz einer ganzen Reihe an DVD-Playern Probleme, so dass der Film letztendlich nicht abgespielt werden kann. Bei Online-Händlern wie Amazon ist die DVD ab 10. Januar verfügbar. Ebenso erscheint der Film auf HD-DVD. Hier ein kurzer Überblick der Schutzmechanismen, die einen bisherigen Rekord bei Film-DVDs darstellen:

  • Video DVD (or CD) label: BOURNE_ULTIMATUM
  • Media is CSS protected
  • Video Standard: PAL
  • Media is locked to region(s): 2
  • Warning: .bup file location is wrong
  • RCE protection not found
  • Found structural copy protection
  • Found invalid cell pieces
  • Invalid title search pointer table
  • Found bogus title set(s)
  • Found invalid VOBUs
  • UDF filesystem patched
  • Found 5 potential bad sector protections

Mit der illegalen Umgehung des hartnäckigen Kopierschutzes X-Protect kommen herkömmliche Software-Tools nicht klar. Auch das Programm AnyDVD kann erst in der Version 6.3.0.3 (vorgestellt am 21.12.2007) eine nicht legale Kopie von derart geschützten Film-DVDs erstellen. Es bleibt also ein Wettlauf zwischen Hackern und Filmindustrie. AnyDVD korrigiert die falschen Einträge, wie beispielsweise Dateigröße, im VIDEO_TS-Verzeichnis der DVD. Ältere Versionen meldeten hier bei bestimmten Medien einen PS18-Fehler. Da AnyDVD den Kopierschutz von Medien wie DVD, Blu-ray, HD-DVD und Audio-CD aushebelt, ist der Einsatz der Software in vielen Ländern verboten, so auch in Deutschland und Österreich. Eine Ausnahme im deutschsprachigen Raum bildet wieder einmal die Schweiz.

Quelle: Tom's Hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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Freundchen 07/01/2008 10:43
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Noch ein Film, den ich mir nicht ansehe! Es werden immer mehr - da kann ich ja ein DVD-Regal verkaufen. und von dem Geld ins Kino gehen...

quarksX 09/01/2008 10:05
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-0+

Zitat :Mit der illegalen Umgehung des hartnäckigen Kopierschutzes X-Protect

Warum spricht man bei diesem X-Protect eigentlich von einer illegale Umgehung?
Selbst CSS wird von vielen als Abspielschutz und nicht als Kopierschutz angesehen.
Bei der Umgehung von X-Protect werden doch nur Fehler von seiten des Herstellers korrigiert. AnyDVD macht also nichts anderes als aus einer Schrott DVD des Herstellers wieder eine dem Standard entsprechende DVD.

Das ganzen Kopierschutz Zeug zielt doch einzig und allein auf Privatkopien ab. Den für jene, die mehr als Privatkopien herstellen und vertreiben, wir kein Kopierschutz ein wirkliches Hindernis sein.

Wenn wir schon alle Abgaben auf DVD-Brenner und Rohlinge zahlen müssen, selbst bei deren nicht Benutzung für Kopien von Copyright Materialien, lasst uns das Recht auf Privatkopien.
Es ist auch eine riesen Gängelung der zahlenden Kunden die sich die DVDs auf den PC kopieren (!ohne weitergabe) und anschauen wollen. Vor allem bekommt man am PC die nervenden Menüs, Einspielungen und unsinnige Beschränkungen los und kann gleich den Film anschauen.

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