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Test: 19-Zoll-Monitore für Bildbearbeitung
4 - Samsung 971P - Latenz von gestern
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Die tatsächliche Verzögerung des Panels wurde gemessen. Und wir trauten unseren Augen kaum.
Das Panel ist wirklich unglaublich langsam. So etwas hat es seit 2005 nicht mehr gegeben. Damals waren Sony-Panels mit einer MVA-Technologie, die auf bis zu 130 ms Latenzzeit kam, das Langsamste auf dem Markt! Sollte Samsung zufällig einige alte Panels auf dem Trödelmarkt ergattert haben? Nein, natürlich nicht. Die Monitore erreichen gerade einmal 50 ms, man muss ja nicht übertreiben. Der Hersteller hat sich bewusst auf Bildbearbeitung und DTP konzentriert, anstatt die Vielseitigkeitskarte zu spielen.
Übersteuerung
Gemäß unserer Testmethode fällt der Bildschirm in die Kategorie A.
Zur Erinnerung, die Overdrive-Klasse bewertet die Genauigkeit der Overdrive-Technologie bei LCD-Panels. Warum das wichtig ist? Wenn der Overdrive nicht richtig kontrolliert wird, werden die Farben mehr als ein Bild lang nicht korrekt dargestellt. Sie wirken dann zu grell. Vor allem bei Filmen ist dieses Phänomen störend, da es Videorauschen erzeugt. Bei bewegten Bildern können Farbabweichungen auftreten. Das heißt, dass zeitweise unerwünschte Farben auftreten, zum Beispiel rot bei einem Übergang von grün zu gelb.
In der Praxis
Für Büroanwendungen zeigt sich der Monitor besonders komfortabel. Mit einem Panel, das in alle Richtungen verstellt werden kann, ist es ein Kinderspiel, die optimale Arbeitsposition zu finden. Der Drehmechanismus ist ebenfalls sehr praktisch, und nach Tests mit mehreren Breitformat-Monitoren ist es ein wahres Vergnügen, dieses Merkmal auch einmal bei einem Monitor im klassischen Format anzutreffen. Die Helligkeit ist gut dosiert, so dass die Augen nicht zu schnell ermüden.
Auch für Fotos eignet sich der Monitor sehr gut. Neben den bereits erwähnten praktischen Aspekten profitiert der Anwender hier auch von den hervorragenden chromatischen Qualitäten des Geräts. Der Kontrast ist wirklich beeindruckend. Trotz der extremen Kontrastrate von 1800:1 weist der Monitor jedoch auch eine gute Dynamik auf. Auch die dunkelsten Bereiche kommen sehr gut heraus. Und selbst heikle Gegenlichtaufnahmen werden gut dargestellt. Wie man sehen konnte, ist der Monitor bereits standardmäßig sehr gut eingestellt, auch wenn das Weiß den ganz Anspruchsvollen etwas zu rötlich erscheinen könnte.
Allerdings ist mit der Latenzzeit des Geräts an Spiele nicht zu denken. Die Objekte in Bewegung ziehen regelrechte Kondensstreifen hinter sich her. Bei seitlichen Bewegungen verwischen die Texturen und verlieren stark an Präzision. Kurz gesagt: Das Gerät ist zum Spielen nicht zu gebrauchen.
Für die Bewertung der Spieletauglichkeit stehen 5 Punkte zur Verfügung. Dafür werden die Panels mit verschiedenen Spielen getestet: FPS, RTS, RPG usw. An erster Stelle steht die Reaktionszeit des Panels, aber auch die Qualität der Farben ist bei bestimmten Titeln wichtig. Der Bildschirm bietet - gewissermaßen als Sahnehäubchen - eine gute Interpolation. Damit kann man in 1024x768 spielen, ohne im Hinblick auf das Bild größere Einbußen hinnehmen zu müssen.
Bei Videos sieht es nicht besser aus. Kamerafahrten ruckeln ziemlich stark. Auch hier wirkt sich die Verzögerung nachteilig aus. Die Konturen verlieren stark an Schärfe. Die positive Überraschung ist allerdings, dass es dank des VA-Panels kein wahrnehmbares Videorauschen gibt.
Auch hier gibt es maximal 5 Punkte. Neben der Verzögerung spielt bei Filmen auch die Intensität des Rauschens eine Rolle. Gute Blickwinkel sind ebenfalls entscheidend für Multimedia-Anwendungen.
Die Bewertung des Preis-Leistungsverhältnisses ist der Bewertung des Verhältnisses von Qualität zu Preis vorzuziehen. Was den Unterschied ausmacht? Die wahrnehmbare Qualität eines LCD-Fernsehers variiert von einem zum anderen. Jemand, der in erster Linie einen soliden Monitor sucht, um ihn überall hin mitzunehmen, auch wenn die Leistungen nur mittelmäßig sind, hat einen völlig anderen Qualitätsansatz als jemand, der einen schnellen Monitor sucht, aber wenig Wert auf die Verarbeitung legt. Die Leistungen hingegen sind messbar. Diese Note repräsentiert also in synthetischer Form die Leistung des Bildschirms gemäß der Benchmark.
Zusammenfassung
Der Monitor ist teuer, eignet sich allerdings perfekt für die Bildbearbeitung. Für Amateure, die ein hochwertiges Gerät suchen, um sich ganz ihrer Leidenschaft hinzugeben, ist dieses Gerät derzeit das beste auf dem Markt. Der irre Kontrast von 1800:1 trägt dazu natürlich eine Menge bei. Das ist aber nicht alles. Der Monitor bietet eine unfehlbar präzise Farbwiedergabe. Für Spiele ist er jedoch gar nicht geeignet und bei Videos leider nur Mittelmaß. Er ist also, wie es so schön in Kontaktanzeigen heißt, "nur etwas für ernsthafte Interessenten…"
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Zitat:
"Wenn auch die Homogenität nicht perfekt ist (immerhin fehlte nicht viel), so ist das Gerät dennoch schlicht und einfach der beste Monitor für Bildbearbeitung, den wir je getestet haben."
Wo steht "Abgesehen vom NEC Reference 21"?
Wieso wurden nun eigentlich 19" für Bildbearbeitung getestet? Die neuen Topmodelle sind meistens größer.
Bei mir steht z.B. ein NEC 2690WUXi. 12bit LUT und eine so außergewöhnliche Homogenität, daß nur der NEC Reference21 mithalten bzw diese noch übertreffen kann.
Ja, das ist eine andere Preisklasse und eine ganz andere Größenklasse, aber wenn professionelle Monitore getestet werden sollten, warum dann 19-Zöller, die eh aussterben? Welcher Profi belastet sich damit, wenn ein solcher Monitor schon heute zum alten Eisen gehört?
Man sollte dne Artikel wohl etwas umformulieren und abschwächen, da soetwas doch höchstens noch für Hobbygrafiker interessant ist.
Andere werden dann ehr zum NEC 2190UXi, 2690WUXi oder eben gleich zu den Spectraview-Modellen, die für den professionellen Einsatz Handverlesen werden, greifen.
Oder ein Modell eines anderen Herstellers wählen. LaCie [LaCie = NEC mit neuem label] und Eizo gibt es ja auch noch. Von Samsung gibt es inzwischen auch einen Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung in 20", der zumindest deutlich interessanter für (Semi-)Professionelle ist als diese 19" Geräte. Letztendlich sind die Geräte immer auch auf sRGB Kalibrierbar. Ohne Kalibration helfen einem die technisch oder theoretisch möglichen Darstellungsqualitäten der Geräte eh nichts.