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Quelle: Tom's Hardware – Mehr über: LCD, Monitor, Bildbearbeitung, Farbdarstellung
Schwerpunkte: Peripherie
1 - Was wirklich zählt: Natürliche Farbwiedergabe
| NEC MultiSync LCD1990FXP-BK Black | ||||
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| SHOP | PREIS | VERFÜGBARKEIT | ||
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€ 345,00 | unbestimmt - beim Händler ersichtlich | ||
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€ 349,81 | Nicht im Lager | ||
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€ 349,90 | |||
THG testet Monitore für Foto-Profis und Bildbearbeitung, bei denen es auf perfekte Farbwiedergabe ankommt. Entscheidend sind Farbprofile wie sRGB zur Anpassung an die digitale Fotokamera. Bedauerlicherweise stürzt sich der Massenmarkt hauptsächlich auf Spielefans, die schnelle Reaktionszeiten bei schlimmer Farbdarstellung in Kauf nehmen. Obendrein darf das Gerät noch wenig kosten. Unsere Kandidaten von NEC und Samsung hingegen bewegen sich preislich jenseits der Schnäppchen-Offerten, bieten jedoch auch auch einen guten Gegenwert.
Wer die Fotografie liebt und einen Monitor sucht, um sich seiner Leidenschaft hinzugeben, wird es derzeit schwer haben, in den einschlägigen Geschäften ein Gerät zu finden, das sein Interesse verdient. Einst konnte sich der erfahrene Amateur zumindest auf die Kombination CRT/Kalibrator verlassen, die eigentlich ganz gute Ergebnisse lieferte...obwohl dies wahnsinnig viel Platz auf dem Schreibtisch in Anspruch nahm und dabei im Endeffekt nur eine relativ geringe Bildschirmdiagonale bot. Schließlich muss man, um die Fläche eines 19"-LCD-Monitors zu erreichen, im CRT-Regal bei den 21-Zoll-Modellen suchen. Dazu kommt noch, dass eine solche Wahl heutzutage wirklich nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Vom begeisterten Anwender, der nach perfekter Leistung strebt, bis zum Liebhaber von Antiquitäten, dessen Ansprüche heute absolut nicht mehr zu erfüllen sind, ist es nur ein kleiner Schritt. Heutzutage kann man sich für die Bildbearbeitung ruhig für einen LCD-Monitor entscheiden, ohne gleich als Ketzer zu gelten. Dabei muss man jedoch zugeben, dass das aktuelle Angebot hauptsächlich auf Spielefans ausgerichtet ist, obwohl auch im Hinblick auf die Farbwiedergabe in letzter Zeit Fortschritte zu beobachten sind. Wenn man sich jedoch nicht mit den Basisleistungen abfinden will, muss man sich vom Mainstream lossagen und genau das Modell ausfindig machen, mit dem man voll und ganz zufrieden ist. Aber was gilt es bei der Auswahl zu beachten?
Dazu sollten wir noch einmal kurz ansprechen, was für einen Fotografen so gar nicht wichtig ist. Zunächst hat die Latenzzeit keinerlei Bedeutung. Wären animierte Bilder für Fotografen von Interesse, würden sie ja Videos drehen anstatt zu fotografieren! Aber jetzt mal im Ernst. Es liegt auf der Hand, dass auch bei der Bildbearbeitung eine möglichst geringe Verzögerung von Vorteil ist, und sei es nur aufgrund der Tatsache, dass die Arbeit dadurch wesentlich komfortabler wird. Aber das ist auch schon alles. Sollte jemand versuchen, Ihnen weiszumachen, dass ein Monitor aufgrund einer Latenzzeit von 5 ms optimal für Bildbearbeitung geeignet ist, dann sollten Sie auf diese "Beratung" lieber verzichten.
Die Kontrastrate hingegen ist ein interessanter Punkt, aber auch das muss man differenzieren. Häufig wird die Kontrastrate von den Verkäufern nämlich mit der Dynamik des Geräts verwechselt. Das hat aber in Wirklichkeit nichts miteinander zu tun. So kann ein Monitor durchaus einen guten Kontrast (großer Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt) und gleichzeitig eine schlechte Dynamik aufweisen. Letztere führt bei der Bildbearbeitung in der Regel zu zwei wirklich störenden Phänomenen. Das erste Problem liegt natürlich darin, dass Übergänge nicht richtig wiedergegeben werden, wie das folgende Beispiel zeigt.
Das linke Bild stellt einen sehr fein abgestuften Übergang zwischen Schwarz und Weiß dar. Beim rechten Bild ist stattdessen nur eine Aneinanderreihung einzelner Farbflächen zu sehen, was bei der Fotodarstellung natürlich nicht tragbar ist. Das zweite Problem besteht in der Unterdrückung der Dynamik. Bei einigen Monitoren wird der Kontrast bewusst übertrieben, indem die dunklen Bereiche quasi zusammengepappt und die hellen Töne bis ins Schrille verstärkt werden. Betrachten wir dazu noch einmal die Abbildungen. Das linke Bild stellt wieder eine sehr detaillierte Abstufung dar. Auf dem rechten sind in den dunklen und hellen Bereichen wesentlich weniger Details zu erkennen.
Um es ganz klar zu sagen: Die Hersteller gehen auf diese Probleme der Dynamik grundsätzlich nicht ein. Viel lieber konzentriert man sich fürs Marketing auf das Kontrast-Argument. Alle der oben gezeigten Bilder weisen nämlich dieselbe Kontrastrate auf! Der Reichtum der dargestellten Farben ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, aber auch hier lässt sich streiten. So hilft es z. B. wenig, Milliarden von Farbtönen zur Verfügung zu haben, wenn sie chaotisch abgebildet werden. Wer also in einen Monitor mit besonders guter Farbabdeckung investieren will, muss unbedingt sicherstellen, dass er auch über das Adobe RGB-Profil seiner Kamera verfügt. Dasselbe gilt übrigens auch für den Drucker. Unnötig zu erwähnen, dass ein Kalibrator bei diesen gewagten Konfigurationen unerlässlich ist.
Um auf der sicheren Seite zu bleiben, empfehlen wir heute lediglich zwei Monitore, deren Farbreichtum sich auf das klassische sRGB beschränkt.
Bleibt also das wichtigste Entscheidungskriterium: die Farbtreue. Und darüber schweigen sich die Hersteller einstimmig aus. Es wird Ihnen also kaum anderes übrig bleiben, als sich auf unsere Testergebnisse zu verlassen. Die MVA/PVA-Panels schneiden in diesem Bereich am besten ab. Wer Spitzenleistungen erwartet, sollte sich von Geräten mit Overdrive gänzlich fernhalten. Zumindest ergibt sich diese Erkenntnis aus unseren Testergebnissen. Im Hinblick auf die Dynamik waren die Leistungen bei diesen Monitoren wirklich sehr bescheiden.
- Seite vor Samsung 971P





"Wenn auch die Homogenität nicht perfekt ist (immerhin fehlte nicht viel), so ist das Gerät dennoch schlicht und einfach der beste Monitor für Bildbearbeitung, den wir je getestet haben."
Wo steht "Abgesehen vom NEC Reference 21"?
Wieso wurden nun eigentlich 19" für Bildbearbeitung getestet? Die neuen Topmodelle sind meistens größer.
Bei mir steht z.B. ein NEC 2690WUXi. 12bit LUT und eine so außergewöhnliche Homogenität, daß nur der NEC Reference21 mithalten bzw diese noch übertreffen kann.
Ja, das ist eine andere Preisklasse und eine ganz andere Größenklasse, aber wenn professionelle Monitore getestet werden sollten, warum dann 19-Zöller, die eh aussterben? Welcher Profi belastet sich damit, wenn ein solcher Monitor schon heute zum alten Eisen gehört?
Man sollte dne Artikel wohl etwas umformulieren und abschwächen, da soetwas doch höchstens noch für Hobbygrafiker interessant ist.
Andere werden dann ehr zum NEC 2190UXi, 2690WUXi oder eben gleich zu den Spectraview-Modellen, die für den professionellen Einsatz Handverlesen werden, greifen.
Oder ein Modell eines anderen Herstellers wählen. LaCie [LaCie = NEC mit neuem label] und Eizo gibt es ja auch noch. Von Samsung gibt es inzwischen auch einen Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung in 20", der zumindest deutlich interessanter für (Semi-)Professionelle ist als diese 19" Geräte. Letztendlich sind die Geräte immer auch auf sRGB Kalibrierbar. Ohne Kalibration helfen einem die technisch oder theoretisch möglichen Darstellungsqualitäten der Geräte eh nichts.