Mit dem Notebook in der Sonne: LG präsentiert neues Display

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13:30 - 23. Dezember 2008 von Daniel Schuhmann

Bei PDAs gibt es sie schon längst: Transflektive Displays sorgen auch dann für gute Lesbarkeit, wenn Sonne auf das Gerät strahlt. Die Technik soll nun auch bei Notebooks Einzug erhalten.

Auch im Freien ist die Lesbarkeit des LG-Displays gut

Das Problem kennt wohl jeder Notebook-Anwender: In der Wohnung ist die Displayhelligkeit perfekt, doch sobald man auf dem Balkon oder im Garten sitzt, kann man auf dem Display nichts mehr lesen. Hier hilft nur ein Erhöhen der Helligkeit – was aber zu Lasten des Akkus geht.

Reflektiv, Transflektiv, TransmissivNotebookdisplays sind »Transmissiv« – sie benötigen eine Hintergrundbeleuchtung, die von einer Kaltlichtkathode oder von LEDs erzeugt wird. Weitaus kleinere Geräte wie Handys oder PDAs setzen hingegen auf transflektive Displays: Sie haben zwar eine Hintergrundbeleuchtung, nutzen aber auch die Umgebungshelligkeit, die im Display reflektiert wird. Ein Nachteil letzterer Bauform ist der geringe Kontrast: Bei einem Handy wird dies kaum stören, beim Notebook hingegen schon.

LG hat nun ein »Backlight Data Signal Switching« genanntes Verfahren entwickelt, um den Kontrast bei transflektiven Displays zu erhöhen. Per Knopfdruck kann damit die Hintergrundbeleuchtung ausgeschaltet werden, das einfallende Sonnenlicht selbst erhöht die Lesbarkeit. Positiver Nebeneffekt: Durch den Wegfall der Beleuchtung werden bis zu 75 Prozent der Energie für das Display gespart, womit sich die Batterielaufzeit deutlich erhöht. Ein entsprechendes LCD mit 14,1 Zoll will LG auf der CES im Januar 2009 zeigen.

Bilder: LG, Wikipedia

Quelle: Tom's Hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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Lord Nelson 23/12/2008 18:18
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Gute Idee, nur habe ich den Eindruck, dass auch bei meinem stinknormalen Laptopbildschirm dieser Effekt eintritt. Auch bei anderen Displays habe ich schon beobachtet, dass Licht von außen als Hintergrundbeleuchtung dienen kann. Ist diese Technik also so neu? Eher nicht, das neue wird hier wohl sein, dass der Effekt besser ausgenutzt wird.

B-S-E 23/12/2008 23:35
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Also so neu ist die Technologie wirklich nicht. (Ex-)Besitzer eines "Uralt-GameBoys" kennen diese Display-"beleuchtung" schon von damals als passives Display. Neu ist allerdings, dass nun Licht dazugeschaltet werden kann. Ich finde das super. Besonders bei CCFL Beleuchtung könnten damit am Tag die Stromkosten gesenkt bzw. das Notebook am länger am Leben gehalten werden. In Kombination mit LED Backlight hat man wirklich ein optimales Stromspardisplay. Leider ist die Technik wohl nicht mehr für RGB-LED Displays anwendbar, da dort ja das Bild an sich vom leuchten der drei Primärfarb-LEDs erzeugt wird und nicht mehr durch "Filter"-Kristalle. Aber bis sich die RBG-LED-Displays durchgesetzt haben ist die Technik eine willkommene und wohl preisgünstige Supersache! :)

InVisual 24/12/2008 10:21
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hmmmh - soweit ich da durchblick ist bei RGB-LED-Displays sehrwohl noch ein Filter aus Kristallen davor - sonst wärs ja kein LCD - Liquid-Cristal-Display. Der Filter funktioniert nur besser und effektiver wenn für einen spezielles Grün am Display schon ein etwas grünes Licht daherkommt. Die RGB-LEDs erzeugen werder alle benötigten Farben, noch gibt es pro Pixel eine eigene RGB-LED - sondern es gibt ein Array mit z.B. 1000 LED - das sind bei 1440x900 (1.296.000 Pixel) ca. 1 LED pro 1000 Pixel.

Anonymer Nutzer 26/12/2008 20:46
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Wer ein Toshiba R500/R600 schonmal in der Hand hatte kennt genau die Vor- bzw. Nachteile dieser Technik.
Vorteil: Im sonnenlicht uneingeschränkt nutzbar!
Nachteil: Die Blickwinkel sind "unter aller sau"...

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