Wer sich für ein Business-Notebook des Direktanbieters Dell interessiert, hat die Qual der Wahl aus den drei Serien Latitude, Precision und Inspiron das für ihn passende Gerät zu wählen. Die Modelle der letzt genannten Baureihe zählen unserer Meinung zur Kategorie der Semi-Professionellen bzw. Pseudo-Business-Notebooks. Zwar bieten auch die Inspiron-Modelle neueste Technik, was das Service-Konzept und die Plattformstabilität anbelangt, orientiert sich diese Baureihe jedoch eher an den Gepflogenheiten des Marktes der Endanwender.
Wer ein richtiges Business-Gerät erweben will, sollte sich für eines der zahlreichen Precision- bzw. Latitude-Modelle entscheiden. Bei der Precision-Serie handelt es sich um klassische Workstations, die vor allem auf hohe Leistung im Grafikbereich getrimmt sind, also Zielgruppen wie CAD/CAM-Anwender oder auch Architekten ansprechen sollen. Der anspruchsvolle Business-Kunde, der ein mit allen Goodies ausgestattetes System fürs tägliche mobile Arbeiten sucht, wird hingegen vermutlich bei den Latitudes fündig. Für den Test haben wir das Latitude D820 für 2100 € mit Vollausstattung geordert.
In diesem Preis ist neben einem umfangreichen Sicherheitspaket bestehend aus Trusted Platform Modul, Fingerabdrucklesegerät und Sicherheitssoftwaresuite von Wave noch ein integriertes WAN-Modul in Gestalt eines Breitband UMTS/3G-Modems nebst zugehöriger SIM-Karte von Vodafone enthalten. Mit Hilfe des UMTS-Modems hat der Anwender - sofern er einen Vertrag mit Vodafone abschließt - über das UMTS-Breitband-Mobilfunknetz immer und überall Zugang zum Internet. Für die Downloadbandbreite gibt der Netzbetreiber einen Wert von bis zu 1.8 MBit/s an. Wie schnell Broadband UMTS/3G in der Praxis wirklich ist, werden wir in einem zusätzlichen Praxisartikel erläutern. An dieser Stelle nur soviel: Es ist schon sehr faszinierend, immer und überall drahtlos online gehen zu können und vor allem mit einer Bandbreite, die teilweise auf DSL-Niveau liegt. Ein Wermutstropfen gibt es bei dieser Kommunikationslösung allerdings: Satte 179 € sind dafür zu berappen. Dies ist umso erstaunlicher als dass eine Datenkarte im PC-Karten-Format mit exakt der gleichen Funktionalität beim Netzbetreiber für einen symbolischen Euro zu haben ist. Sie möchten wissen wie viel die Immer-und-überall-Konnektivität kostet? Nun, inklusive einem Datenvolumen von 200 MB sind dafür knapp 20 € zu hinterlegen, ein Datenvolumen von 5 GB gibt’s für knapp 50 €. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen unter Umständen günstigeren Zeittarif ohne fixes maximales Datenvolumen zu wählen.

Der Steckplatz für die SIM-Daten-Karte findet sich im Bereich des Batteriefachs des Mobil-PCs
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