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1 - Business-Notebooks: Pro und Kontra

Vor ein bis zwei Jahren galt der Grundsatz, dass ein Notebook welches sich mit dem Beinamen "Business" schmückt, nicht nur teuer ist sondern auch eine wesentlich umfangreiche Ausstattung bietet. Laut gut unterrichteten Quellen, welche die neuesten Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zitieren, liegt derzeit der Durchschnittspreis für ein Consumer-Notebook in Deutschland bei zirka 1000 €, während für ein Business-Gerät im Schnitt 1250 € fällig sind.
Vergleicht man die aktuellen Top-Angebote der diversen Elektronikmärkte mit denen von Fachhändlern, fällt auf, dass inzwischen viele Ausstattungsmerkmale wie Wireless-LAN und Bluetooth-Konnektivität und selbst Dualcore-Prozessoren in sehr vielen Consumer-Geräten zu finden sind. Mit anderen Worten: die Grenze zwischen Business-Notebook und Consumer-Gerät verschwimmt mehr und mehr.
Aktuelle Mobil-PCs mit einem leistungsfähigen Grafikchip, hochauflösendem Glare-Display und 24-monatigem Vor-Ort-Abholservice lassen sich schon für um 1200 € in den Regalen der Elektronikgroßmärkte ausmachen. Beim Fachhändler wird man für ein ähnlich ausgestattetes Gerät dagegen ein paar Hundert Euro mehr zu berappen haben. Wurde also die letzte Stunde der Business-Geräte eingeläutet?
Wir finden nicht, denn Business-Notebooks haben durchaus ihre Berechtigung, wie die folgenden Ausführungen zeigen sollen: Sucht ein Anwender beispielsweise ein Notebook, dass den Einsatz von zwei Akkus ermöglicht, dann wird er bei Handelsketten wie Saturn, Mediamarkt & Co kaum fündig. Ähnlich sieht es aus hinsichtlich der Verfügbarkeit von Dockingstationen oder zusätzlichen Serviceleistungen wie eines Vor-Ort-Services. Oder haben Sie schon mal versucht für ein etwas älteres Notebook, das sie auf der grünen Wiese gekauft haben, einen Ersatzakku oder ein anderes Ersatzteil zu bekommen? Ähnlich stiefmütterlich wird in der Regel das Thema Sicherheit bei den Consumer-Geräten behandelt. Die Kombination aus Fingerprintsensor, Trusted-Platform-Modul inklusive Sicherheitssoftware lässt sich im Schnäppchen-Segment nicht finden. Mit der eben angesprochenen Funktion ist z.B. die sichere Verschlüsselung von Emails und persönlichen Daten möglich. Und auch die schnelle Anmeldung bei Webseiten, welche sonst die Eingabe eines Benutzernamens und eines Passwortes verlangen, kann per Fingerabdruck realisiert werden. Woran man beim Kauf eines Gerätes außerdem meist nicht denkt, ist die Frage zu welchem Preis man das Notebook später wieder einmal verkaufen kann. Unsere persönlichen Erfahrungen und Recherchen diesbezüglich haben gezeigt, dass sich mit gebrauchten hochwertigen Business-Notebooks der Top-3-Markenhersteller selbst noch nach Jahren erstaunlich hohe Verkaufspreise bei Online-Auktionshäusern erzielen lassen. Die über die Retail-Märkte vertriebenen Mobil-PC unterliegen dagegen einem rasanten Preisverfall.
Vielleicht mögen die eben aufgeführten Argumente für ein Business-Notebook nicht für jeden (Privat-)Anwender Grund genug sein, mehr Geld in ein echtes Business-Gerät zu investieren. Jeder halbwegs verantwortungsvolle Unternehmer, sei es Freiberufler oder semiprofessioneller Anwender, sollte auf jeden Fall vor der vermeintlich guten Investition in ein günstiges Pseudo-Business-Notebook genau überlegen, ob er mit einem "echten" Business-Gerät vom Fachhändler letzen Endes nicht doch günstiger fährt. Denn in der Regel reicht ein Gerätedefekt und der damit verbundene Produktivitätsverlust infolge des meist trägen Standard-Services aus, um die "Geiz-ist geil-Mentalität" als teure Milchmädchenrechnung zu entlarven.
Nach diesen einführenden Worten wollen wir auf den nächsten Seiten unsere Auswahlkriterien und das Testfeld kurz vorstellen. Im Anschluss daran werden wir auf die Besonderheiten der einzelnen Geräte eingehen.
- Seite vor Auswahlkriterien und Testfeld im...