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Patentmaschine Microsoft

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10:00 - 19. Januar 2008 von Thomas Kretschmann

Über 500 Patentanträge hat Microsoft in den letzten zwei Monaten eingereicht. Ein praktisches Mittel, um sich frühzeitig die Rechte für Technologien zu sichern.

Dafür, dass Microsoft zu einem der größten »Kunden« des US-Marken- und Patentamts geworden ist, dürfte es mehrere Gründe geben: Verfügt man früh über die Rechte an — vielleicht noch unausgegorenen, aber wichtigen — Techniken und Technologien, so hängt man früh die Konkurrenz ab. So beziehen sich viele der MS-Patente auf den Bereich Internet-Werbung oder Such-Techniken, und die zählen ganz klar zu Googles Arbeitsfeld, Microsofts Konkurrenten im Kampf um die Vormacht im Web. Ein Beispiel dafür ist »Enforcing Advertising Playback For Downloaded Media Content«. Dabei handelt es sich um ein System, das User dazu zwingt, Werbung im Web anzusehen: Erst nach dem Betrachten eines Spots sind der Zugriff auf Inhalte frei oder Downloads zu starten (siehe »Zwangswerbung von Microsoft«).

Doch auch vergleichsweise triviale Dinge will Redmond patentieren lassen: Eine abwaschbare Maus beispielsweise. Für Schlagzeilen sorgen aber stets die Microsoft-Patentanträge zu Techniken, deren Einführung man sich in Deutschland oder anderen Ländern nicht so richtig vorstellen kann. Beispielsweise derjenige zur Überwachung und Kontrolle von Angestellten (siehe »Big Brother bei Microsoft«). Die von Microsoft vorgestellte Methode zur Erfassung von Herzschlag, Blutdruck, Gesichtausdruck und anderen physiologischen Daten einer Person erinnert doch stark an Orson Welles’ 1984 und sorgte für Proteste von Datenschützern weltweit. Davon bleibt Microsoft unbeirrt: Es sei ein wichtiges und sinnvolles Hilfssystem, denn es soll »Individuen beobachten, um dann aufgrund solcher Fakten wie Herzschlag und Blutdruck zu bestimmen, ob sie Hilfe benötigen«.

Quelle: Tom's Hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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Anonymer Nutzer 23/01/2008 10:31
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-0+

wer bitte ist orson welles?^^

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