Für alle Funktionen, die mit digitaler Musik zu tun haben, ist der Windows Media Player 10 zuständig. Allerdings nicht sichtbar sondern unter der Media-Center-Oberfläche im Bereich "Eigene Musik". Hier stehen umfangreiche Suchfunktionen nach Titel, Künstler oder Genre bereit. Alben können mit ihrem Titel oder ihrem Cover angezeigt werden, wenn man den automatischen Download erlaubt. Neben automatisch generierten Playlists können auch im Windows Media Player selbst erstellte genutzt werden.
Der EPG arbeitet mit einer übersichtlichen Zeitbalkendarstellung, die auch auf dem Fernseher gut lesbar ist.
Musik von CD kann abgespielt oder auf Festplatte kopiert werden. Anders als früheren Versionen der Media Center Edition steht nun neben verschiedenen WMA-Formaten auch MP3 bei hohen Bitraten zur Verfügung:
WMA mit konstanter Bitrate (zwischen 48 kBit/s und 192 kBit/s). WMA mit variabler Bitrate. WMA Lossless für 1-zu-1-Kopien von Audio-CDs ohne Qualitätsverlust. MP3 mit Bitraten zwischen 128 kBit/s und 320 kBit/s.
Auf Wunsch lädt die Media Center Edition auch Metadaten wie Albumcover und Tracknamen herunter. Über die Funktion "Musik kaufen" wird eine an das Media Center Design angepasste MSN-Webseite aufgerufen, über die man kopiergeschützte Musiktitel kaufen oder gegen eine geringere Gebühr auch streamen kann.
Auch das Brennen von Musik auf CD kann vom Wohnzimmersessel aus erledigt werden.
Neben dem Kopieren von CD beherrscht die MCE2005 auch den umgekehrten Weg, Musiktitel können in "Eigene Musik" ausgewählt und als Audio-CD gebrannt werden.
Analoger Radioempfang mit entsprechend ausgestatteten TV-Karten ist möglich, aber die Bedienung ist auch bei der Media Center Edition 2005 so unkomfortabel, dass man weiterhin wohl eher das klassische Radio bemühen wird. Die einzige interessante Funktion ist eine Art Audio-Timeshift über die Pause-Taste. Die Aufnahme von Radiosendungen, wie sie manche Netzwerk-Player erlauben, ist jedoch nicht möglich.


