
Ein Unikat unter den Modding-PCs: Im Gehäuse stecken sämtliche Komponenten für einen Espresso-Automaten. Dazu zählen Wasserkessel, Brüheinheit, Vorratsbehälter für Kaffeebohnen, Wasserpumpe und Mahlwerk. Die Kommunikation untereinander erfolgt per Datenbus.
Vor allem die Beschaffung der Komponenten für den Espresso-Automaten war nicht leicht. Zumal es Teile aus so genannten Profi-Systemen sein sollten, wie sie im Gaststätten-Gewerbe zum Einsatz kommen. Nach etlichen Auktionen war es dann soweit: Wasserpumpe, Brüheinheit, Schläuche, Kabel und Wasserkessel standen zur Verfügung. Auch das fixierbare Mahlwerk aus gehärtetem Stahl konnte aufgetrieben werden. Eine Schwierigkeit bestand jedoch noch: Die Motoren der Wasserpumpe und des Mahlwerks sind für 400 Volt 3-Phasen-Betrieb ausgelegt, das System sollte jedoch mit herkömmlichen 230 Volt arbeiten. Abhilfe schaffte die Kopplung mit Kondensatoren - fertig war die 2-Phasen-Auslegung.
Vor dem Zusammenbau der Komponenten stand die Reinigung und Aufbereitung, allein dafür brauchte Herr G. mehr als 10 Stunden. An vielen Stellen musste improvisiert werden, da in dem engen PC-Gehäuse handelsübliche Bauteile keinen Platz fanden. Dazu zählen der Vorratsbehälter für die Kaffeebohnen und der Auffangbehälter für den Kaffeesatz. Ersterer wurde mit Hilfe einer großen Kunststoff-Flasche realisiert, wo kurzerhand der Boden abgetrennt wurde. Für den Auffangbehälter musste ein weiteres Gefäß herhalten.

