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Modding extrem: Wenn der PC Kaffee kocht

19:00 - 24/05/2005 von Frank Völkel

Es gibt bekanntlich Menschen, die niemals zufrieden sind. Irdische Güter und materielle Anhäufungen verblassen vor der Macht dieser Schicksale - wenn auch, zugegeben, nur in besonders schweren Fällen. So ist es denn auch zu erklären, dass diese Erscheinung auch im Kreis der PC-Enthusiasten zu beobachten ist. Auffallendstes Symptom: Unersättlicher Hunger nach dem Besonderen, um sich von der Masse zu unterscheiden.

Solchermaßen unglückliche Anwender, die einen großen Teil der Freizeit dem PC-Enthusiasmus verfallen sind, lassen sich leicht ausmachen. Man gebe ihnen eine Wasserkühlung, und sie wollen kurze Zeit später auf einen Kompressor umsteigen. Oder man verkaufe ihnen ein hochwertiges PC-Gehäuse, und sie wünschen sich mehr Farbe bei Dunkelheit. Oder sie gönnen sich einen SLI-Grafikkarten-Verbund, und sehnen sich plötzlich nach einem leiseren System. Wer gar nicht mehr weiter weiß, verfrachtet sämtliche Komponenten in eine ungewöhnliche Schale - etwa ein Bierfass oder Aquarium, voll gefüllt mit Flüssigkeit versteht sich.

René G. aus München ist einer von ihnen. Er zählt zu dieser Gruppe. Leistung und Optik allein bedeuten dem Tüftler und Bastler schon lange nichts mehr. Der leidenschaftliche Kaffee-Trinker stellte sich einer schwierigen Aufgabe, die nach knapp 80 Stunden verwirklicht war: Er baute in mühevoller Kleinarbeit in ein herkömmliches PC-Gehäuse einen Kaffeeautomaten ein. Quasi eine Art Extrem-Modding. Die Kosten des gesamten Projekts liegen bei 3.000 Euro, allein die Komponenten gerechnet. Wer es nicht glaubt, der schaut sich am besten das THG-Video Nummer 16 an.

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