Spam: MySpace bekommt Millionen

18:40 - Mittwoch, 14. Mai 2008 von Thomas Kretschmann
Quelle : Tom's Hardware – Tags: MySpace, King-Of-Spam, Werbemails 8 Kommentare

Abschreckung für Versender unerwünschter Mails: Ein US-Gericht hat den »King of Spam« und einen weiteren Spammer zu Strafen von insgesamt 234 Millionen US-Dollar verdonnert.

Zwei Spammer, die MySpace mit Spam überflutet haben, sind von einem Bezirksgericht in Los Angeles zur Höchststrafe von 300 US-Dollar pro Spam-Mail verurteilt worden. Wie unter anderem Associated Press berichtet, muss der als »King of Spam« bekannte Sanford »Spamford« Wallace 159,9 Millionen Dollar Schadensersatz an MySpace zahlen. Sein Geschäftspartner Walter Rines ist mit 64,9 Millionen Dollar dabei. Anwaltskosten von 4,7 Millionen Dollar kommen noch oben drauf.

Bereits im März letzten Jahres hatte MySpace Klage gegen die beiden erhoben. Der Vorwurf: Wallace und Rines hatten 11.000 Schein-Profile bei MySpace eingerichtet und damit andere MySpace-User auf dubiose Webseiten gelotst. So ergaunerten sie 300.000 Nutzer-Accounts, verschickten massenweise unerwünschte Kommentare und Mails innerhalb des Netzwerks und platzierten Spionage-Programme auf fremden Rechnern. Laut MySpace sollen es insgesamt über 735.000 Spam-Mails gewesen sein. Das Urteil erging in Abwesenheit der Beklagten; sie hatten alle Aufforderungen und Vorladungen des Gerichts stets ignoriert. Ob MySpace die Schadensersatzsumme auch eintreiben kann, steht ohnehin auf einem anderen Blatt: Die beiden Spammer sollen flüchtig sein.

Die Rekord-Strafe bezeichnet das MySpace-Mutterhaus NewsCorp trotzdem als Meilenstein und erhoffen sich eine abschreckende Wirkung. Laut MySpace-Sicherheits-Chef Hemanshu Nigam zeigt man dadurch »null Toleranz gegenüber denjenigen, die versuchen, auf unserer Seite illegal zu handeln«.


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Kommentare zum Beitrag

platin 14/05/2008 23:49
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-2+
platin
Das finde ich gut! Man sollte den Spammern endlich mal Eins auf die Mütze geben. Und das ist meines Erachtens damit schoneinmal geschehen.

Weiter so!
derGhostrider 15/05/2008 00:45
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-1+
derGhostrider
Gut, die Strafe ist schon recht drastisch, aber hoffentlich hat es eine abschreckende Wirkung.

Richtig toll wäre es nun von MySpace, wenn zumindest ein Teil (sagen wir mal 50%) an die betroffenen User ausgezahlt würde, nachdem das Urteil vollstreckt werden konnte.
Ansonsten bleibt da ein sehr fader Beigeschmack von Geschäftemacherei durch Gerichtsverfahren unter dem Deckmantel des Schutzes der Kunden vor Spam.
D4V3 15/05/2008 02:33
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-0+
D4V3
Ich habe keinen Überblick mehr darüber, wer alles Meine E-Mail-Addy hat, jedoch entschiede noch immer ich darüber, wer mich mit E-Post „belästigt“ und wer nicht.

Soll heißen, ich bekomme in der Woche ca 1 (eine) SpamMail.

Wenn es mir möglich ist einen Sender dieser nicht erwünschten Mail ausfindig zu machen, versuche ich zunächst auf höflichem Wege vor weiterer Post aus dieser Quelle verschont zu bleiben.

Sollte ich jedoch auf „Taube Ohren“ treffen, lasse ich mich auch gerne mal mit gleichgesinnten ein. (Glaubt mir, es gibt genug Hac...r, die nur auf solche FIRMEN warten… )

Die sicherste Variante ist jedoch immer noch, mit seinen Daten sehr vertraulich umzugehen.

Wer in der heutigen Zeit mit seiner Email umgeht, als wäre es ein Postfach in irgendeiner Postfiliale in Buxdehude o.s., der gehört in eine Computerschulung und nicht an den heimischen-, oder gar firmenPC.

Trotzdem finde ich es gut, das solchen HardcoreFirmen, die nur auf Daus aus sind auch mal finanziell bestraft werden.
kakadu 15/05/2008 08:46
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-0+
kakadu
Würde niemand auf Spam reagieren, dann würde er von allein zurückgehen. Aber es scheint immer noch einige zu geben, die auf Spam reinfallen.
KatSeiko 15/05/2008 09:42
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-2+
KatSeiko
Das sind zwei Spammer - von wie vielen? Leider ist es noch immer nicht in allen Ländern strafbar, so viel Müll zu verschicken. Auch Deutschland hinkt da noch hinterher. Und der Hackerparagraph hindert uns dann auch noch daran, festzustellen, ob unser Rechner vielleicht mit einem Trojaner oder sonstiger Malware verseucht ist.
Mein Traum wäre ja ein Hackerportal, das den Spammern das Leben schwer macht. Mit einem Parser, der den Quellcode von Spam-Mails verarbeiten kann. Wenn man nur zehn cent pro Quelle, die wirksam abgeschaltet wurde, zahlen müsste - das wäre es wert, und die Hacker am anderen Ende könnten sich so bestimmt einiges verdienen, da Spammer selten nur ein Opfer pro Quelle belästigen. (Wenn nur 1/10 der Spamm-Empfänger reagiert, kommen locker 1000 Euro pro Quelle zusammen!)
KOR 15/05/2008 10:29
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-0+
KOR
Wer seine Email nicht bei jeder Anmeldung in einem Forum etc. preisgeben möchte, der sollte mal die Seite besuchen:
www.10minutemail.com
Gelöschtes Profil 15/05/2008 13:10
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-0+
Wenn ich für jede Spammail 300 Dollar bekommen würde wäre ich auch schon reich ...
kbon 15/05/2008 14:05
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-0+
kbon
die Summe steht ja nur auf dem Blatt, das erhält MySpace ja nicht tatsächlich. Selbst wenn die Spammer nicht "flüchtig" wären, so viel Geld haben sie nicht, also bekommt MySpace auch nicht so viel.

Im Übrigen wurde das so ähnlich seitens MySpace verkündet. Die machen sich eh keine Hoffnung auf Erhalt des Geldes, sondern viel mehr auf die abschreckende Wirkung.

Bitte beachten Sie: Sie posten als anonymer Nutzer.



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