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Promise NS4300N: NAS für kleine Büros

10:20 - 08/09/2008 von Marcel Binder

Wer vor dem Zeitalter der Digitalkameras seine Bilder in Papierform auf dem Tisch liegen haben wollte, musste auf die Dienstleistungen Dritter zurückgreifen und seine Filme entwickeln lassen. Musik wurde vom Schallplattenspieler auf Musikkassetten aufgenommen, um auch im Auto in den Genuss diverser Werke kommen zu können. Und das Vorführen der auf Super 8 gebannten Filme im Freundes- und Familienkreis wurde schon regelrecht zelebriert. Dies alles änderte sich mit dem Einzug digitaler Medien in unseren Alltag.

Das Bearbeiten von digitalen Videofilmen ist heutzutage ebenso selbstverständlich wie das Nachbearbeiten von Fotos inklusive deren Veröffentlichung im World Wide Web. Ein Home-Theater-PC im Wohnzimmer gibt die Ergebnisse der Videobearbeitung wieder und spielt Musik im MP3-Format ab. Per Knopfdruck wird eine Musikauswahl auf den MP3-Player übertragen, der im Auto wiederum für die richtige Hintergrundbeschallung auf der Fahrt zur Arbeit sorgt.

Daten benötigen mehr und mehr Speicherplatz

Doch der Einzug von digitalen Geräten in unseren Alltag bringt nicht nur Vorteile mit sich. Neben den üblichen Ärgernissen im Umgang mit digitaler Technik wie zum Beispiel eine komplizierte Menüführung, Inkompatibilitäten zwischen Dateien und Abspielgeräten, oder nicht mehr reagierenden Computern wird ein Aspekt meist stiefmütterlich behandelt: Die sichere Speicherung der Daten.

Selbst erstellte und in Web-Shops gekaufte Daten, Programme und Dateien verlangen nach immer größer werdenden Speicherplatz. MP3-Sammlungen, Bilder von der Digitalkamera sowie selbstgedrehte Videos können im Laufe der Zeit ebenfalls ein beachtliches Datenvolumen ergeben. Diese Daten wollen allerdings nicht nur gespeichert werden, sie sollen möglichst auch jederzeit auf den unterschiedlichsten Abspielgeräten und Computern verfügbar sein.

Speicherplatz im Netzwerk

Hier kommen NAS-Geräte (Network Attached Storage) ins Spiel. Diese Geräte können unabhängig von einem Computer mehrere Terabyte Speicherplatz im Netzwerk zur Verfügung stellen. Möglich macht dies ein sogenanntes embedded Betriebssystem, welches meist auf Linux basiert und von einem Flash-Speichermodul im NAS-Gerät gestartet wird.

Mit einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und USB-Anschlüssen ausgestattet sind diese NAS-Geräte auf eine geringe Leistungsaufnahme ausgelegt. Manche NAS-Modelle beschränken sich jedoch nicht nur auf die Bereitstellung von Daten in einem Windows-Netzwerk. Viele Geräte agieren auch als Medien-Server im Heimnetzwerk und eine Download-Verwaltung lädt Dateien aus dem Internet direkt auf das NAS-Gerät. Die Einrichtung eines NAS-Geräts kann in wenigen Minuten erfolgen und die Bedienung ist meist auch für weniger versierte Anwender ausgelegt.

NAS-Geräte immer beliebter

Vor diesem Hintergrund dürfte es nicht weiter verwundern, dass NAS-Geräte neben dem Einsatz in Unternehmen sich auch einer immer größeren Beliebtheit unter Heimanwendern erfreuen. Wir haben Ihnen in der Vergangenheit unter anderem das Qnap TS409 Pro Turbo NAS, das Maxtor Shared Storage II, sowie die Vox Blackbox vorgestellt. Was Sie vom Promise NS4300N erwarten dürfen erfahren Sie auf den folgenden Seiten. Soviel vorweg: Das Gerät macht einen richtig guten Eindruck.

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Kommentare zum Beitrag
I-HaTeD2 08/09/2008 11:22
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-0+

Am besten ist wohl immer noch einen normalen Tower nehmen und so einen kleinen Fileserver einzurichten. So lassen sich HDDs entkoppeln und dämmen und das ganze noch leise kühlen.

f1delity 08/09/2008 13:18
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-0+

Und du kommst vllt. sogar noch günstiger weg, je nach Anforderung halt.

Anonymer Nutzer 08/09/2008 13:33
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-1+

@ I-HateD2:
1. D2 rockt ; )
2. Der Tower würde ja nicht nur 3 fach so viel Strom ziehen wie das kleine Nas Gehäuse, oder?

Morado 08/09/2008 13:42
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--1+

So wenig Strom zieh das auch nicht, ich denke mal, ab ner gewissen Anzahl an Platten geht der kleine Athlon und das µATX Board im Hintergrundrauschen unter was den Strombedarf betrifft. Die bessere Managebarkeit usw. beim Selbstbauserver mal aussen vor. Ausserdem ist der besser zu erweitern und wenn mans richtig macht kaum zu hören. Preislich auch noch deutlich billiger.

Hab noch nie wirklich verstanden wer diese NAS Produkte braucht.

Wolfpack 08/09/2008 16:25
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-2+

Also die Leistung ist ja mehr als nur bitter, wobei ich das von Promise nicht erwartet hätte!
Ich hab einen Promise Supertrak EX8350 in meinem Server und der liefert sequentielle Leseraten von 180MB/s im RAID5 und beim Schreiben ca. 95MB/s - im Gigabit-Netzwerk limitiert auf 100MB/s in beide Richtungen.
Der Server braucht im Idle 60 Watt, unter Vollast 105 Watt - vertretbar wie ich meine...

oXe 08/09/2008 17:13
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-0+

Was ich nicht ganz verstehe.... es gibt immer mehr "NAS-Boxen" mit Gigabit die dann nicht mal annäherd 200 MBit schaffen.
Was soll das?

rexos 08/09/2008 19:12
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-0+

Newcomer?
Also, ich seh das schon ein wenig anders!
Promise ist nicht so neu, und das NS4300 schon garnicht.
besitze das NS4300 schon ca. 1-1,5 Jahre ...

Habe es mit 4x 500GB Samsung HDDs in Betrieb.
Habe den Lüfter getauscht und mit einem Temperaturgeregelten Widerstand versehen.
Im Leerlauf zieht das NAS ca. 185 Watt (Ohne HDD spindown,
welches im letzen Firmware-Release erst dazugekommen ist ...).

TIPP:
http://www.ns4300n-info.de/wiki/in [...] Hauptseite
http://www.ns4300n-info.de/forum/

sasfan 08/09/2008 19:51
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-1+

185 Watt Idle???? Ein NAS???? Oder sollte das 18,5 Watt heissen?

Man nehme ein 780G-Board plus 4850e und 3-4 gute Platten, das braucht 50W Idle und die Gigabit-Leitung glüht . Nebenbei taugt das Teil dann gleich als HTPC, Datenbankserver und sonstigen Krimskrams.
Und dank PCI/PCIe wunderbar aufrüstbar bei Bedarf mit Sat-Karten, Raid-Controller, ggf. 2. Gbit-Port.

Einzig ein paar cm^2 brauchts mehr...

Anonymer Nutzer 09/09/2008 12:13
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-0+

Was man bei der Preisberechnung für ein vergleichbares diy NAS nicht vergessen sollte sind die Hotswap (meinet wegen auch Coldswap) Rahmen.
Die gehen vergleichsweise richtig ins Geld. Was die Sparsamkeit und baugrösse angeht. Man kann auch statt einem ausgewachsenem PC (mit Multicore CPU) auch entweder nen VIA ITX Board oder nen embedded Rechner nehmen (z.B. nen WRAP oder ALIX). Haben zwar erheblich weniger Rechneleistung aber für nen NAS solls reichen.
Im vergleich zu Desktopkomponenten sind Die aber sehrviel kleiner und sparsamer.

Anonymer Nutzer 09/09/2008 12:45
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-0+

Also ich bin einer der "Dummen" die sich dieses Ding gekauft haben. Und ich gebe allen recht, die davon abraten. Die aktuelle Firmware ist zwar OK was man von ihren Vorgängern alles andere als behaupten konnte! Z.B. Fehler im User Management und der Berechtigungsebene um nur zwei der Probleme zu nennen. Die Lese- und Schreibleistung ist auch echt ziemlich mies. Dies wird auch im oben erwähnten Forum häufig diskutiert.
Für diejenigen, die es sich trotzdem Überlegen sich das NAS ins Home Office zu stellen, sollten sich das nochmals gut überlegen - es ist ziemlich laut. Ohne einen Lüftertausch - das natürlich die Garantie flöte gehen lässt - war für mich die NAS nicht erträglich.
Für die Zukunft habe ich mir deswegen vorgenommen einen kleinen Server zu bauen und die NAS wieder verschwinden zu lassen.
1. flexibler
2. viel mehr Möglichkeiten
3. leiser
4. bessere Lese/Schreibleistung
usw.
Die Liste der Vorteile ist riesig und man könnte gut noch lange weiter argumentieren wobei mir als Nachteil lediglich die etwas aufwändigere Administrations-/Installationsaufwand und der Platzbedarf in den Sinn kommen. Und diese werde nehme ich gerne in kauf um das NS4300N nicht mehr anschauen zu müssen. Allerdings fehlen mir zu Zeit die finanziellen Mittel - war ja nicht ganz billig das NS4300N.
Naja, ich musste halt zuerst mal am eigenen Leib erfahren das eine NAS nichts ist. Wollte es zuvor nicht glauben. Jetzt tu ich es... Wenn jemand noch Tipps zu eingigermassen flotten Hardware für so einen kleinen Server hat, der sich leise (!!) betreiben lässt, bin ich sehr dankbar.

walati 09/09/2008 16:42
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-0+

Ich hab als Server ein Dell C610 (http://cgi.ebay.de/Dell-Latitude-C610-1Ghz-512Ram-40GBHD-Wlan-DVDRom_W0QQitemZ230287459606QQihZ013QQcategoryZ28837QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem) rumstehen. Hab nur die Festplatte gegen eine 120GB 7200RPM getauscht und eine DLINK GBit PCMCIA Netzwerkkarte eingeschoben. Schafft ohne Probleme bei torrent den VDSL25-As auszunutzen. Lesen über Netzwerk ~20MByte/s und schreiben um die 15MByte. Das beste ist der Verbrauch! 18Watt. Das ganze läuft seit 1 1/2 Jahren unter XP stabil. Nur Neustarts für XP-Updates.

Anonymer Nutzer 10/09/2008 09:06
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-0+

Ich habe auch ein ähnliches Gerät in der Ecke stehen.

Fazit: Wenn man PCs selbst zusammenbauen kann ist es das nicht wert. Inzwischen habe ich mir für das Geld für das ich das leere Gehäuse bekommen habe einen _richtigen_ Fileserver mit _Hardware_RAID_ gebaut. Die Platten habe ich übernommen. Auf Hot Swap habe ich zugunsten von echter Entkopplung (Gummipuffer im 5 1/4 Zoll Schacht) verzichtet. Trotz SECHS Festplatten ist das Ding im Wohnzimmer nur zu hören wenn alle Fenster zu sind, nichts sonst läuft und man sich direkt vor den Rechner setzt! *grins* Und eine saturierte Gigabit-Schnittstelle ist dank Hardware Controller keine Seltenheit.

Fazit:
Wenn man nicht fummeln will sind diese kleinen Kisten brauchbar. Wer ein wenig Ahnung hat ist mit einem Selbstbau besser dran.

alfalfa 10/09/2008 10:47
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-0+

"Newcomer"???

Ich hatte in den frühen 90'ern schon IDE Controller von Promise.
Das sind doch keine Newcomer!
Beim nächsten mal bitte besser recherchieren.

Anonymer Nutzer 11/09/2008 00:15
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-0+

Ich interpretiere das "Nwecomer" so, das sie in diesem Sector neu sind, also noch nicht im bereich NAS tätig waren.

schwan01 11/09/2008 20:43
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-0+

Wird nicht mehr lange dauern und man empfiehlt dem User ein eigenes Rechenzentrum für zu Hause.

Anonymer Nutzer 12/09/2008 15:15
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-0+

eine Plastik ist ein Kunstobjekt, die unfähigen THG Typen meinen wohl Kunststoff ;)

Bzzz 12/09/2008 16:13
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-0+

Hauke :
Was man bei der Preisberechnung für ein vergleichbares diy NAS nicht vergessen sollte sind die Hotswap (meinet wegen auch Coldswap) Rahmen.Die gehen vergleichsweise richtig ins Geld.


Alles klar :)
eBay 370083438218 wäre so ein Kandidat für meinen Plattentower, wobei ich noch einige hier liegen habe. Nein, kein NAS, wobei man den dranhängenden Laptop sicher in die Richtung konfigurieren könnte. Macht also selbst im Einzelkauf gerade einmal 7 Euro, plus 9 Euro für ein eSATA-Kabel und ein Y-Stromkabel. Festplatte dazu, anstöpseln, fertig. DIY rules :D

Anonymer Nutzer 12/09/2008 20:06
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-0+

Was mir bei den NAS tests immer wieder fehlt sind die Angaben zum Stromverbrauch.
Ich denke, dass diese wichtig sind, da solche Systeme meist 24/7 eingeschalten sind.

rexos 18/09/2008 23:28
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-0+

sasfan :
185 Watt Idle???? Ein NAS???? Oder sollte das 18,5 Watt heissen?Man nehme ein 780G-Board plus 4850e und 3-4 gute Platten, das braucht 50W Idle und die Gigabit-Leitung glüht . Nebenbei taugt das Teil dann gleich als HTPC, Datenbankserver und sonstigen Krimskrams.Und dank PCI/PCIe wunderbar aufrüstbar bei Bedarf mit Sat-Karten, Raid-Controller, ggf. 2. Gbit-Port.Einzig ein paar cm^2 brauchts mehr...



Sorry für meine späte reaktion!

Nein, das mit den Watt war KEIN Tippfehler.
Promise hatte die Stromsparfunktion (HDD Spin-Down) erst in der letzten Firmware release implementiert (uns selbst da ist das feature per default deaktiviert).
Somit laufen die Platten 24x7. So kommt ein solches MESSERGEBNIS zu stande.

Anonymer Nutzer 04/12/2008 20:23
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-0+

Was hat 24x7 mit der Momantanleistung zu tun?
185 Watt bezeichnet den Strombedarf unter einer bestimmten Spannung. Ich kommme bei meinem P4 (ist noch einer aus der Stromfresser-Generation) auf ca. 160 Watt. Da hängen auch schon 2 Platten drin und jede Menge zusätzlich - unter anderem auch eine PCI Express Graka... Also dass das NAS mehr verbrauchen soll als mein PC - das glaube ich nicht!


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