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Dateiserver mit Linux oder Windows

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11:10 - 16/03/2009 von Marcel Binder

Die höhere Performance eines Dateiservers bringt allerdings auch, je nach Blickwinkel, einige Nachteile mit sich. So sind Dateiserver mit einer guten Hardwareausstattung teurer als NAS-Geräte und auch die Administration ist komplexer, vor allem wenn noch weitere Dienste im Netzwerk bereit gestellt werden sollen. 

Windows als Server-Betriebssystem

Hinzu kommen bei der Verwendung von Windows als Betriebssystem neben den Kosten für die Hardware (ein guter RAID-Controller kann soviel kosten wie ein NAS-Gerät) noch die Kosten für das Betriebssystem sowie sogenannte Client-Zugriffslizenzen (CALs) wenn mehr als fünf Anwender gleichzeitig auf den Windows-Server zugreifen sollen.

Die Verwendung von Windows bringt allerdings auch Vorteile mit sich. So sind die von einem Windows-Server bereitgestellten Dienste auf den Betrieb mit Windows-Clients ausgelegt, die auf den Server zugreifen. Zudem vereinfacht die Active Directory Technologie die Verwaltung von Benutzern und Ressourcen in Ihrem Netzwerk. Sie oder Ihr Administrator kann sich damit voll und ganz auf den Umgang mit einem Betriebssystem sowie den dazugehörigen Technologien in einem homogenen Netzwerk konzentrieren und eine Einarbeitungszeit in ein "fremdes" Betriebssystem wie Linux entfällt.

Ist Linux besser?

Linux hingegen gilt als das Server-Betriebssystem schlechthin. Es bietet viele ausgereifte Dienste und lässt sich unter Verwendung des Server-Programms Samba auch als Dateiserver für Windows-Computer verwenden. Einer der größten Vorteile von Linux dürften die praktisch nicht existenten Anschaffungskosten für das Betriebssystem sein. Die bereits angesprochenen Dienste wie DNS oder DHCP sind in verschiedenen Linux-Distributionen bereits enthalten und ebenfalls kostenfrei.

Gleiches gilt für den freien Dateiserver Samba der auf einem Linux-Server Windows-Freigaben bereitstellt. Hinsichtlich der Konfiguration und Benutzerverwaltung ist allerdings zu sagen, dass diese im Vergleich zu Windows durch die manuelle Anpassung von Konfigurationsdateien weniger Komfortabel ausfällt. Generell sollten Sie oder Ihr Administrator über Linux-Kenntnisse verfügen, bevor Sie den Einsatz von Linux als Server-Betriebssystem in Erwägung ziehen.

Die komplexere Konfiguration eines Linux-Servers muss allerdings nicht von Nachteil sein. Denn die Optik der Benutzeroberfläche eines Windows-Servers ist jedem Windows-Anwender bekannt. Allzu leicht gerät hier in Vergessenheit, dass Server-Betriebssysteme generell nicht so einfach zu konfigurieren sind wie es den Anschein haben mag. Die von Windows bekannte Oberfläche kann dazu verleiten unbeabsichtigt Konfigurationsoptionen auszuwählen, deren Verwendung nicht gewünscht ist. Daher sollte die Konfiguration eines Servers, egal ob Windows oder Linux als Betriebssystem eingesetzt wird, immer von Sach- und Fachkundigen Personen durchgeführt werden.

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Kommentare zum Beitrag
derGhostrider 16/03/2009 12:23
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-0+

Naja, etwas merkwürdige Ansichten in diesem Artikel!

RHEL kostet ungefähr genau so viel wie Windows Server.

Ohne Support-Vertrag kann man Linux eigentlich auch nicht ernsthaft in einem UNTERNEHMEN als Server einsetzen, da das Risiko einfach zu hoch ist. Daher sehe ich es als falsch an eine kostenlose Linux-Distribution als vollwertigen Ersatz für ein Windows Server Betriebssystem hinzustellen.
Die Anschaffungskosten des OS sind meistens weniger wichtig als die Supportkosten - zumindest wird das später so.
Und zu "später": Wenn ein Unternehmen langsam wächst, dann kann es irgendwann sinnvoll sein ein SAN einzusetzen. Vorher halte ich, was natürlich nun sehr subjektiv ist, den Aufwand für viel zu hoch. Ich kann mir einfach nicht selbst erklären, warum ein frisch gegründetes Unternehmen ein SAN einsetzen sollte. Vor allem, da anständige SANs über Fibre Channel angebunden werden, damit die Leistung stimmt. Das geht dann doch gewaltig ins Geld und passt irgendwie nicht zu einem "Start-Up Unternehmen".
Bei einem frischen Unternehmen wäre ein odentlicher Server, der erstmal alles übernimmt (Mail-Server, Domain Controller, File-Server, Print-Server, etc), also die DAS-Variante das günstigste, wenn nicht irgendwie eine NAS-Lösung gefahren wird, die in irgendeiner Zusammenstellung mit einem Netzwerkfähigen Drucker und einem externen Mail-Dienst somit auch einen vergleichbaren Leistungsumfang abdeckt.

... nebenbei: Seit wann gibt es denn bitte RAID-1 für mehr als eine Festplatte?
Auch wenn ich sonst nicht viel von Wikipedia halte:
http://de.wikipedia.org/wiki/RAID# [...] Spiegelung

Das deckt sich auch mit dem, was ich über RAID-1 weiß. RAID-1 ist immer nur für zwei Festplatten geeignet. Es ist mir auch noch nie anders über den Weg gelaufen. Eventuell sollte in diesem Detail der Artikel nachgebessert werden.

Der RAID-6 Modus klingt etwas schwammig formuliert, aber da bin ich einfach sehr pingelig:
Bei RAID-5 werden bei auf n Platten n-1 Datenblöcke (Stripes) geschrieben und 1 Parity-Block.
Bei RAID-6 werden auf n Platten n-2 Datenblöcke geschrieben und dafür 2 Parity-Blöcke. Daher verringert sich die verfügbare Kapazität in Austausch für die zusätzliche Ausfallsicherheit einer weiteren Festplatte.
Sowohl bei RAID-5 als auch RAID-6 kann bei dem Ausfall einer beliebigen Festplatte weiterhin auf alle Daten lesend und schreibend zugegriffen werden, wenn auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit.
Das Verhältnis von Preis, Leistung und Ausfallsicherheit ist hier sehr attraktiv.

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Ansonsten ganz nett. Natürlich recht allgemein gehalten, da der Artikel nur eine Übersicht darstellen soll, aber aus dieser Sicht vollkommen ausreichend. :)

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