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Eigene Firma gründen III: Datenspeicherung in Unternehmen

11:10 - 16/03/2009 von Marcel Binder

In unserer Artikelreihe "Startup-Guide" geben wir Anregungen rund um die IT-Infrastruktur in Unternehmen. Im ersten Artikel unserer Reihe haben wir Tipps zur Computerausstattung gegeben, in Teil zwei der Artikelreihe sind wir auf die Verwendung und Konfiguration von Routern eingegangen. Diesen Teil der Reihe widmen wir der Datenspeicherung im Unternehmen.

Denn dem ordnungsgemäßen Speichern von Daten muss vor allem in Unternehmen eine sehr große Bedeutung zugemessen werden. Denn wichtige Dateien, die nicht wieder aufgefunden werden, können eventuell zu Mehrarbeit, entgangenen Aufträgen oder sogar zu Umsatzverlusten führen. Zudem trägt eine ordnungsgemäße Speicherung von Dateien dazu bei, die Effizienz Ihrer Mitarbeiter zu erhöhen. 

Bildquelle: © Ingo Heemeier / PIXELIO

Formen der Datenspeicherung

Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen einer dezentralen und einer zentralen Speicherung von Daten. Bei der dezentralen Speicherung werden die Daten auf den jeweiligen Arbeitsplatz-Computern abgespeichert wobei diese lokale Speicherung zum einen der Effizienz abträglich sein kann, andererseits durch die Erstellung von Netzwerkfreigaben auf den einzelnen Arbeitsplatz-Computern ein Risiko für die Netzwerksicherheit darstellt.

Darüber hinaus erhöht sich bei einer dezentralen Datenspeicherung der Administrationsaufwand für Ihr Netzwerk, denn die Erstellung von Datensicherungen wird zu einem schwierigen und ineffizienten Unterfangen. Damit Ihre Mitarbeiter effizient arbeiten können, ist deshalb Voraussetzung, dass diese im lokalen Netzwerk zu jeder Zeit Zugriff auf die benötigten Dateien haben.

Grundlagen: Datensicherheit

Zentrale Speicherung

Die Bereitstellung eines zentralen Datenspeichers stellt die bessere, effizientere und sicherere Speicherlösung dar. Denn Sie verwirklichen damit nicht nur die zentrale Bereitstellung von Daten, sondern auch eine höhere Datensicherheit durch eine zentral geführte Freigabe von Ordnern sowie einer zentralen Rechteverwaltung. Dies wiederum schränkt ungewünschte, durch Anwender konfigurierte Netzwerkfreigaben und –zugriffe stark ein.

RAID ist keine Datensicherung

Weiterhin trägt die Verwendung eines RAID (Redundant Array of Independent Disks) sowie die Verwendung einer USV (unterbrechungsfreien Stromversorgung) zur Datensicherheit bei. Verwechseln Sie allerdings die RAID-Technologie nicht mit einer Datensicherung.

Die RAID-Technologie dient nicht dazu ihre Daten zu sichern, denn sie gewährleistet nur die ununterbrochene Bereitstellung von Daten auch wenn eine Festplatte ausfallen sollte und schützt nicht vor versehentlicher Löschung wichtiger Daten sowie vor Datenverlust durch höhere Gewalt wie Brand, Überschwemmung oder Stromausfall.

Unterbrechungsfreie Stromversorgung

Gegen Brand und Überschwemmung ist man nur bedingt gefeit. Stromausfällen hingegen kann man durch den Einsatz einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) - teilweise auch unter dem englischen Begriff "Uninterruptible Power Supply" (UPS) bekannt - entgegenwirken und, je nach Stärke der USV, Ausfälle zwischen wenigen Sekunden bis hin zu mehreren Minuten überbrücken. Die Energieversorgung während eines Stromausfalls übernehmen für eine gewisse Zeit die in einer USV verwendeten Akkumulatoren. 

Sinkt die Kapazität der Akkumulatoren auf einen gewissen Wert, fahren die an der USV angeschlossenen Computer geregelt herunter. Dies gewährleistet, dass sensible Daten wie geöffnete Datenbanken oder wichtige Dateien kontrolliert geschlossen werden und so ein Datenverlust durch zum Beispiel fehlerhafte Schreibvorgänge verhindert wird.

Der Einsatz einer USV schützt angeschlossene Systeme darüber hinaus nicht nur vor einem Stromausfall sondern auch vor Über- und Unterspannungen sowie vor Frequenzänderungen und Oberschwingungen im Stromnetz und trägt somit ebenfalls zur Datensicherheit bei.

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Kommentare zum Beitrag
derGhostrider 16/03/2009 12:23
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-0+

Naja, etwas merkwürdige Ansichten in diesem Artikel!

RHEL kostet ungefähr genau so viel wie Windows Server.

Ohne Support-Vertrag kann man Linux eigentlich auch nicht ernsthaft in einem UNTERNEHMEN als Server einsetzen, da das Risiko einfach zu hoch ist. Daher sehe ich es als falsch an eine kostenlose Linux-Distribution als vollwertigen Ersatz für ein Windows Server Betriebssystem hinzustellen.
Die Anschaffungskosten des OS sind meistens weniger wichtig als die Supportkosten - zumindest wird das später so.
Und zu "später": Wenn ein Unternehmen langsam wächst, dann kann es irgendwann sinnvoll sein ein SAN einzusetzen. Vorher halte ich, was natürlich nun sehr subjektiv ist, den Aufwand für viel zu hoch. Ich kann mir einfach nicht selbst erklären, warum ein frisch gegründetes Unternehmen ein SAN einsetzen sollte. Vor allem, da anständige SANs über Fibre Channel angebunden werden, damit die Leistung stimmt. Das geht dann doch gewaltig ins Geld und passt irgendwie nicht zu einem "Start-Up Unternehmen".
Bei einem frischen Unternehmen wäre ein odentlicher Server, der erstmal alles übernimmt (Mail-Server, Domain Controller, File-Server, Print-Server, etc), also die DAS-Variante das günstigste, wenn nicht irgendwie eine NAS-Lösung gefahren wird, die in irgendeiner Zusammenstellung mit einem Netzwerkfähigen Drucker und einem externen Mail-Dienst somit auch einen vergleichbaren Leistungsumfang abdeckt.

... nebenbei: Seit wann gibt es denn bitte RAID-1 für mehr als eine Festplatte?
Auch wenn ich sonst nicht viel von Wikipedia halte:
http://de.wikipedia.org/wiki/RAID# [...] Spiegelung

Das deckt sich auch mit dem, was ich über RAID-1 weiß. RAID-1 ist immer nur für zwei Festplatten geeignet. Es ist mir auch noch nie anders über den Weg gelaufen. Eventuell sollte in diesem Detail der Artikel nachgebessert werden.

Der RAID-6 Modus klingt etwas schwammig formuliert, aber da bin ich einfach sehr pingelig:
Bei RAID-5 werden bei auf n Platten n-1 Datenblöcke (Stripes) geschrieben und 1 Parity-Block.
Bei RAID-6 werden auf n Platten n-2 Datenblöcke geschrieben und dafür 2 Parity-Blöcke. Daher verringert sich die verfügbare Kapazität in Austausch für die zusätzliche Ausfallsicherheit einer weiteren Festplatte.
Sowohl bei RAID-5 als auch RAID-6 kann bei dem Ausfall einer beliebigen Festplatte weiterhin auf alle Daten lesend und schreibend zugegriffen werden, wenn auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit.
Das Verhältnis von Preis, Leistung und Ausfallsicherheit ist hier sehr attraktiv.

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Ansonsten ganz nett. Natürlich recht allgemein gehalten, da der Artikel nur eine Übersicht darstellen soll, aber aus dieser Sicht vollkommen ausreichend. :)

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