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Die ShareDisk Gigabit Pro basiert auf einem Gehäusedesign, welches wir schon für externe Festplatten gesehen haben. Das Gehäuse besteht aus Aluminium; im Inneren befindet sich ein Blechschlitten, der eine 3,5“ SATA-Festplatte aufnimmt. Beim Kauf einer ShareDisk Gigabit Pro ist bei Co-World bereits eine Festplatte eingebaut. Zur Auswahl stehen Kapazitäten von 250, 320, 400 oder 500 GB. Technisch ist jedoch auch der Einsatz von Laufwerken mit 750 GB oder 1 TB ohne weiteres möglich. Der Einbau bzw. Umbau der Festplatte erfordert jedoch ein bischen Geschick, denn die Festplatte muss samt Kabeln unter der Platine untergebracht werden (siehe Foto weiter unten). Dazu muss die Festplatte zuerst eingeschoben und dann die Kabel in fummeliger Arbeit angesteckt werden. Erst ganz zuletzt greift man zu den Schrauben, um das Laufwerk permanent zu fixieren.
Um die Performance der ShareDisk Gigabit Pro auszutesten griffen wir zu einer Western Digital WD740 Raptor, die deutlich höhere Datenraten als die vom Hersteller versprochenen 60 MB/s (Lesen) ermöglicht. Co-World bestückt die ShareDisk Gigabit Pro mit einem Molex-Stecker zur Stromversorgung der Festplatte. Im Fall unseres Testlaufwerks konnten wir diesen verwenden; fast alle modernen Festplatten besitzen jedoch nur noch den SATA-Stromanschluss. Für dieses Szenario liefert Co-World ein Adapterkabel mit.
Nach dem Verschließen und der anschließenden Inbetriebnahme stehen insgesamt drei Schnittstellen zur Verfügung: USB 2.0, eSATA sowie die Netzwerkschnittstelle für 100 oder 1.000 MBit/s. Allerdings ist die gleichzeitige Verwendung zweier Schnittstellen nicht möglich. Sobald die ShareDisk Gigabit Pro beispielsweise per USB 2.0 angeschlossen wird funktioniert die Netzwerkschnittstelle nicht mehr. Dies ist zwar schade, aber üblich, denn bei allen anderen Lösungen mit mehrfachen Schnittstellen machten wir stets die gleiche Erfahrung: Entweder, oder.
Für die Installation ist die Eingabe einer IP-Adresse wie bei anderen NAS-Geräten nicht notwendig. Stattdessen geben Sie einfach die Geräte-ID ein, vier Blöcke á fünf Zeichen, die Sie auf einem Aufkleber an einer Seite des Laufwerks finden. Darunter befindet sich übrigens auch der so genannte Write Key, der fest im Gerät einprogrammiert ist. Nur wenn man diesen bei der Installation oder über die Verwaltungs-Software mit eingibt kann man nicht nur Daten lesen, sondern die ShareDisk Gigabit Pro auch beschreiben. Damit ist eine Limitierung des Gerätes bereits klar: Eine Benutzerverwalter ist bei diesem Konzept nicht möglich. Statt dessen kann nur zwischen Lese- und Schreibberechtigungen unterschieden werden.
In jedem Fall wird die ShareDisk Gigabit Pro nach der Installation des NDAS-Treibers im Arbeitsplatz als neues Laufwerk angezeigt – ganz so, als wäre die Festplatte lokal im PC eingebaut. Das Prinzip erinnert an iSCSI in so genannten SAN-Umgebungen (Storage Area Network), wo das SCSI-Protokoll innerhalb von TCP/IP gekapselt wird und durch iSCSI-Targets zur Verfügung gestellte Volumes durch Clients (Initiator) eingebunden werden.
Das simple Funktionsprinzip auf Basis des NDAS-Treibers ermöglicht der ShareDisk Gigabit Pro jedoch, was herkömmlichen NAS-Geräten verwehrt ist: Hohe Performance. Die vom Hersteller angegebenen 60 MB/s überbot die WD Raptor spielend. Unsere Low-Level-Benchmarks attestieren dem Gerät sogar fast genau die Performance, die das Laufwerk direkt via SATA oder eSATA erreicht: Knapp 90 MB/s sowie Zugriffszeiten von etwa 8 ms sind spitze. Mit einer langsameren Festplatte wäre die Performance immer noch sehr gut; das von uns eingesetzte Modell mit 10.000 U/Min ist für die nicht aktiv belüftete ShareDisk Gigabit Pro aufgrund Überhitzungsgefahr wenig geeignet. Wie bereits erwähnt wollten wir in erster Linie die mögliche Performance ausloten. Opteration geglückt.
Einen weiteren Nachteil hat die Treiber-gestützte ShareDisk Gigabit Pro wenn es darum geht, von verschiedenen Clients auf den Datenbestand zuzugreifen: Wo der Treiber nicht installiert werden kann bzw. nicht existiert ist ein direkter Zugriff über das Netzwerk auch nicht möglich – so gesehen hat das Co-World-Gerät mit NAS eigentlich nur noch die physische Verbindung via Netzwerk gemeinsam. Würde man z.B. von einer Xbox oder einem ähnlichen Endgerät auf die Daten auf der ShareDisk Gigabit Pro zugreifen wollen, so müssten Sie diese auf einem Client-PC einfach als Netzwerkfreigabe zur Verfügung stellen.
Gut gefallen hat uns der Lieferumfang: Co-World bietet eine Installations-Software, die den Vorgang in wenigen Minuten beenden hilft, ein Tool zur Erstellung von CD- und DVD-Images (man könnte diese bequem auf der ShareDisk ablegen) sowie Acronis TrueImage als Backup-Lösung. Diese muss jedoch kostenpflichtig zur Vollversion aufgerüstet werden will man den vollen Funktionsumfang nutzen.





@THG-Team:
1) Danke für die Vorstellung und insbesondere auch für den Test mit einer "zu schnellen Festplatte" (das könnte auch ein Ansatz sein, das Interface zu Nutzen, aber in ein anderes Gehäuse mit entsprechender Kühlung ggf. im Keller umzubauen)
2) wie wäre es mit entsprechenden Hersteller/Anbieter-Links? Folgende habe ich per ixquick.com:
- http://www.coworldcs.com/
3) Macht Ihr noch weitere Tests mit den auf Seite 2 genannten Lösungen ("Unter dem Namen ShareDisk Professional findet man Lösungen für zwei bis acht SATA-Laufwerke")?
4) Ist die SATA-Schnittstelle Port Multiplier fähig???
(Wäre dann eine sehr interessante Umbaulösung (Ein Modul + PM + PC-Gehäuse und max. 5 HDDs + Lüfter = StromSparsam etc.))
kann man die festplatte an einen switch anschließen und mit mehrern PC gleichzeitig zugreifen ..
@IrIr:
Lt. Hersteller-WebSite = JA:
http://www.coworldcs.com/products/ [...] giga_1.php
Sehr interessant.
Vielleicht habe ich es übersehen, aber wie ist es mit der CPU-Auslastung? Genauso oder weniger als per üblichem TCP-stream?
Schade - noch immer KEINE ANTWORT von THG / TOMSHARDWARE ...
Hallllllooooooooo(?)
Hey, ist wie immer super auf Tom´s Hardwareguide!!!
DIe Sharedisk gibbet nun auch bei ebay:
http://cgi.ebay.de/Sharedisk-Gigab [...] dZViewItem
Ihr schreibt in Eurem Test, dass der Einsatz auf Windows bzw. Mac OS durch die Client Software und Treiber beschränkt ist. Auf der Co-World Homepage gibt es ein Datenblatt zur Sharedisk wo als unterstütztes Betriebsystem auch ausdrücklich Linux Kernel 2.4 & 2.6 aufgeführt ist. Was stimmt nun? Wird Linux unterstützt oder nicht?
Linux Treiber ist nicht mitgelifert, aber wird unterstützt.
muss support@coworldcs.com anfragen.
viel spaß. lol
Ich habe 2 dieser Gehäuse ausprobiert und bei beiden funktionierte die Gehäuse-LED nicht. Das lag daran, dass zwischen dem Verbindungskabel und der LED die Verbindung nicht gelötet sondern verdrillt war.
Neben diesem Problem trat noch sporadisch der Effekt auf, dass die Platten einfach nicht mehr ansprechbar waren. Geräte aus, Geräte an, Treiber neu aktiviert und Laufwerke wieder zugewiesen (geht alles per Script) und es ging wieder. Ist aber kein Zustand auf Dauer. Ev. liegt es auch an den eingesetzten Western Digital Caviar GP (da das Gehäuse nur für die Datensicherung benötigt wird, war mir eine Platte die kühl und leise ist, wichtig).
Problematisch ist i.ü. der Zugriff von Betriebssystemen mit unterschiedlichen NTFS-Standards bzw. von Computern welche keine einheitliche Rechteverwaltung haben - z.B. Rechner die zu einer Domäne gehören und Rechner die zu einer Workgroup gehören. Hierzu findet sich kein Hinweis in der Anleitung. Ist aber an sich logisch, dass sowohl Rechteverwaltung als auch NTFS konsistent sein muss.
Thema CPU-Auslastung: ich konnte keine nennenswerte Auslastung (von CoreDuo und DualXeon) feststellen.
@w_ing/1: Mit einer WD GP RE2 braucht man keine andere Kühlung mehr.
@w_ing/2: Kann (inzwischen) z.B. bei http://www.heise.de/preisvergleich/, oder anderen Orten im Preis verglichen werden.
@IrIr: Gleichzeitiger Zugriff, auch Schreib-, Lese- und Löschoperationen von verschiedenen PCs gleichzeitig, geht bei mir gut.
@scabies: mit meinem dualcore 6400 ist keine CPU-Belastung erkennbar.
Haben die Platte gekauft und sind enttäuscht: Im Gegensatz zu einer "echten" NAS-Platte kann man nicht von mehrere Rechnern gleichzeitig zugreifen. Stattdessen muss ein Rechner die Verbindung lösen, wenn der andere zugreifen will. Das klappt nicht immer und oft muss man den Rechner neustarten, um die Verbindung zu lösen. Unsere Empfehlung: eSATA-Platte kaufen und im Netz freigeben: Gleiche Geschwindigkeit, halber Preis.
@Adorno: DANKE für die Info - ich hatte mit dem Gedanken gespielt das Gerät zu kaufen (allerdings möchte ich "mehr" als eine HDD im Netz nutzen) - die SINGEL-Nutzbarkeit ist bei dem Preis allerding ein KO...
Für alle die Probs mit den Treibern (zB mehrere benutzer gleichzeitig) haben hier 1 Tip:
Ich benutze den NDAS-Treiber von Targa(Lidl)weil das meine ersten NDAS-Platten waren. Inzwischen sind noch Sungoo NDAS-Laufwerke hinzugekommen. Man muß für jede Festplatte den Treiber nochmals installieren. (5 HDDs = 5x Treiber).
Sollten die von euch genutzten Gehäuse einen NDAS-Chip
von Ximeta besitzen, so ist mit dem letzten Treiber,
verfügbar unter www.ximeta.com, auch die gleichzeitige
schreib & lese - Berechtigung mehrerer PCs möglich.
Treiberversion 3.30 ist immo aktuell !
Ich besitze 4 dieser Gehäuse mit Ximeta-Chip,
2x die ShareDisk Portable von CoWorld &
2x die LanShare ME-740K von multicase.de
Es läßt sich prima damit arbeiten, hat kein PC
eine Platte gemountet, fallen sie nach 30 sec.
automatisch in den Energiesparmodus.
Auch lassen sich die Platten als Stipeset
oder Mirrorset verbinden, was im einen die
Übertragungsrate um ca. 2MByte/sec erhöht,
im anderen Fall sie um die Hälfte reduziert,
dabei aber die Datensicherheit erhöht.
Ich für meinen Teil bin voll & ganz zufrieden
zumal ein Zugriff von Außen selbst bei offenem
WLAN ohne den Plattencode nicht möglich ist !
Auch ist nur eine Softwareinstallation nötig.
Der einzig für mich erkennbare Nachteil liegt
in der langsamen Datenübertragung in einem
100MBit-Netzwerk begründet, welchen ich aber
bei einer Netzwerkfreigabe an einer als
Fileserver eingerichteten Linux-Box ebenso hätte.