VPN-Anwendungsgebiete: Virtual Private Networks

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21:40 - 15/10/2008 von Marcel Binder

Bevor es losgeht lassen Sie uns einen Blick hinter die Kulissen werfen. Denn die Verwendung eines VPN-Tunnels kann nicht nur Sinn beim Zugriff auf das Internet über ein öffentliches WLAN-Netzwerk machen. Auch Ihr Heimnetzwerk können Sie dadurch besser schützen, sollten Sie einen externen Zugang benötigen.

Nachteile von Port-Forwarding

Sollten Sie beispielsweise ein NAS-Gerät mit einem integriertem Webserver nutzen - diese Funktionalität bieten unter anderem bestimmte Geräte der Hersteller QNap, Synology und Thecus - so müssen Sie Ihren Internet-Router so konfigurieren, dass alle eingehenden Anfragen, die an den Zielport 80 gerichtet sind (dies ist der Standard-Port für Webserver), an Ihr NAS-Gerät weitergeleitet werden. Diesen Vorgang nennt man Port-Forwarding. Demzufolge müssen Sie jeden einzelnen Port, der in Ihrem Heimnetzwerk erreichbar sein soll, in Ihrem Router "freischalten" und auf die dementsprechende IP-Adresse in Ihrem Netzwerk umleiten. Dies können zum Beispiel Port 3389 (Remote Desktop Verbindung) oder Port 5000 sein (Web-Konfigurationsoberfläche von Synology NAS-Geräten). Eine komplette Übersicht ist aufgrund der Vielfalt jedoch schwierig.

Es ergibt sich allerdings folgende Problematik: Erstens sind alle Ports direkt aus dem Internet erreichbar, was es potenziellen Angreifern unter Ausnutzung von Sicherheitslücken in den angebotenen Diensten erleichtern kann, in Ihr Heimnetzwerk einzudringen. Zweitens kann unter Verwendung von NAT (Network Address Translation) immer nur jeweils ein Port an eine Ziel-IP-Adresse weitergeleitet werden.

So ist es nicht möglich, in einem Heimnetzwerk zwei Windows-Computer zu betreiben, auf die aus dem Internet per Remote Desktop zugegriffen werden soll, ohne bei einem Computer die Port-Nummer in der Windows-Registry (im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\WinStations\RDP-Tcp)zu ändern. Darüber hinaus sollte man sich auch die Frage stellen, welche Dienste einen Direktzugriff aus dem Internet tatsächlich erfordern. Der Zugriff auf den Standard-Port 80 fällt sicherlich in diese Kategorie; der Weltöffentlichkeit aber die Möglichkeit zu geben, per Remote Desktop den eigenen Computer zu steuern oder die Administrationsoberfläche des NAS-Geräts zu erreichen hingegen kaum.

Administrationszugang per VPN

Per so genanntem VPN-Tunnel können Sie die genannten Klippen umschiffen und sich einen exklusiven Administrationszugang in Ihr Netzwerk einrichten. Denn durch die VPN-Technologie haben Sie die Möglichkeit, auch über geographisch getrennte Standorte hinweg per Internet auf Geräte in Ihrem Heimnetzwerk so zuzugreifen, als seien Sie zuhause. Die gesamte Kommunikation mit Ihrem Netzwerk wird dabei verschlüsselt und über den VPN-Tunnel über das Internet übertragen. Um an dieser Stelle auf unser Eingangsbeispiel mit gesperrten Ports in öffentlichen WLAN-Netzen zurückzukommen: Sie haben bei dementsprechender Konfiguration auch vollen Zugriff auf das Internet unter Nutzung Ihres Internet-Zugangs zuhause.

Funktionsweise

Vereinfacht ausgedrückt baut die VPN Client-Software auf Ihrem Notebook über das Internet eine verschlüsselte Verbindung mit Ihrem VPN-Server auf und macht Sie zu einem Teil des Heimnetzwerks. Haben Sie in Ihrem Heimnetzwerk ein NAS-Gerät, welches die IP-Adresse 192.168.0.2 besitzt und eine Web-Konfigurationsoberfläche auf Port 5000 anbietet, so können Sie bei einer bestehenden VPN-Verbindung auf dieses Gerät durch die Eingabe der URL http://192.168.0.2:5000 in Ihrem Browser zugreifen. Das erwähnte Port-Forwarding ist dadurch nicht mehr notwendig und die Web-Konfigurationsoberfläche des NAS-Geräts ist vor der Außenwelt geschützt. Ein Port-Forwarding für den Zugriff auf weitere Dienste wie den Remote-Desktop Dienst ist selbstverständlich ebenfalls nicht mehr notwendig.

Kompletten Datenverkehr über VPN leiten

Je nach Konfiguration der VPN-Verbindung können Sie nicht nur Anfragen in Ihr Heimnetzwerk über den VPN-Tunnel leiten, sondern auch Anfragen, die an einen Server im Internet gehen. Die Anfragen landen hierbei dann zuerst auf Ihrem Router, der diese wiederum an den Server im Internet weiterleitet. Auf dem umgekehrten Wege nimmt ihr Router die Antworten des Servers dann ebenfalls entgegen und schickt Sie über den VPN-Tunnel auf ihr Notebook. So lassen sich auch die eingangs erwähnten Portsperren umgehen und doch noch E-Mails abrufen.

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Kommentare zum Beitrag
MaxTheCB 21/10/2008 00:17
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Schade... die einfachste Möglichkeit für Otto-Normal User fehlt mal wieder (zumal diese in der Regel die passende Hardware schon haben) : http://www.avm.de/de/Service/Servi [...] portal=VPN

Anonymer Nutzer 22/10/2008 12:01
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-0+

zitat/
So ist es nicht möglich, in einem Heimnetzwerk zwei Windows-Computer zu betreiben, auf die aus dem Internet per Remote Desktop zugegriffen werden soll, ohne bei einem Computer die Port-Nummer in der Windows-Registry (im Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\WinStations\RDP-Tcp)zu ändern.
/zitat

so ein Blödsin:
Nix muss man in der Registrie ändern.
Ich habe 5 Rechner zuhause die sich alle Remot bedienen lassen.
ich habe dafür 5 Ports weitergeleitet wie folgt:
Port xxxx auf IP 192.x.x.x Port 3389
Port yyyy auf IP 192.x.x.y Port 3389
Port zzzz auf IP 192.x.x.z Port 3389
...

für eine solche Seite ein schwerwiegender Fehler den Leuten hier so einen Schmarren zu verkaufen.

MfG

Manfred Lieber

TiTux 23/10/2008 09:39
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Servus Manfred,

und was hast Du genau in Deinem Router eingestellt?
Der Router lauscht am Port 3389 .. und was stellst Du bei "xxxx" ein?

Gruß
Rainer

RoFell 31/10/2008 11:55
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@TiTux:
manfred macht einen forward unterschiedlicher ports auf der aussenseite seines routers (eine ip-adresse) auf unterschiedliche adressen mit demselben port (RDP) im lokalen netz. fraglich ist ob das alle router koennen.

RoFell

Anonymer Nutzer 12/11/2008 03:55
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Der Router lauscht nicht an 3389 sondern an xxxx und
bei xxx nimmst du einen Port deiner Wahl, Beispiel:

60000 auf 192.168.0.1 port 3389
60001 auf 192.168.0.2 port 3389
60002 auf 192.168.0.3 port 3389

sry für die späte Antwort aber ich war im Urlaub :)

und ein Router der das nicht kann ist kein Router :)

Manfred

Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
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