ASRock P55 Pro

Seite zurück Seite vor
16:51 - 15/10/2009 von Benjamin Kraft, Thomas Soderstrom

Zu einem Preis, der im Online-Handel schon ab etwa 90 Euro beginnt, kann das ASRock P55 Pro mit Features aufwarten, die sonst nur bei Boards mit 30% höherem Preis zu finden sind. Dazu gehören Firewire, zwei eSATA-Buchsen, sowohl ein koaxialer als auch ein optischer Digitalausgang für Audiosignale und ein praktischer CLR_CMOS-Knopf an der ATX-Blende. Weitere Features, die Enthusiast-Herzen höher schlagen lassen, sind die internen Power- und Reset-Knöpfe sowie das Port-80-Display zur Problemanalyse.

ASRock verteilt seine sechs Erweiterungsslots sogar über die sieben standardmäßig genutzten Positionen und lässt dabei sinnvollerweise den Bereich unter der oberen Grafikkarte frei – so blockiert eine Karte mit aufwändigerem Kühler in doppelter Bauhöhe keinen Erweiterungsplatz. Damit bleiben bei Einsatz nur einer einzelnen Grafikkarte die anderen fünf Steckplätze frei, darunter je zwei PCIe x1 und zwei klassische PCI-Slots. Der zweite PEG-Slot ist trotz seiner x16-Länge nur mit vier PCIe-2.0-Lanes angebunden. 

Der Hersteller geht zwar einerseits mit dem Umstieg auf die P55-Plattform einen Schritt vorwärts, nimmt aber gleichzeitig viel aus der Vergangenheit mit. Dazu zählen der Floppy Anschluss, der es Windows-XP-Nutzer erlaubt, während der Installation RAID-Treiber zu installieren, ein Ultra-ATA-Controller für IDE-Laufwerke und Montagepunkte für LGA-775-Kühler. Zusammen mit einer CPU und neuem RAM bietet sich das Board somit als einfaches und das Budget schonendes Upgrade an, wenn man von einem Core-2-System aufrüsten will, ohne gleich die gesamte Hardware aufzugeben.

Natürlich ist das Layout nicht perfekt. Beispielsweise ist das Board knapp zu kurz, um an die dritte Reihe der Mainboard-Abstandhalter heranzureichen. Das merkt der Bastler spätestens dann, wenn er RAM im vordersten Steckplatz installieren will und sich das Board mitbiegt. Die Pfostenleiste für den Front-Panel-Audio-Anschluss steckt ganz unten rechts auf dem Board, und der Floppy-Anschluss liegt unter dem letzten PCI-Slot, wo er nicht nur schlecht zu erreichen sein dürfte, wenn dort eine Karte steckt . Dass die SATA-Ports allesamt zur rechten Seite abgewinkelt sind, verhindert zwar Kollisionen zwischen Grafikkarten und SATA-Kabeln. Dennoch können sie von längeren Karten verdeckt werden, was das Anschließen von Laufwerken erschwert. Außerdem können sie von Laufwerkskäfigen blockiert werden.

BIOS

ASRocks OC-Tweaker-Menü beinhaltet alle Overclocking-Einstellungen, die die meisten Enthusiasten benötigen. Dafür fehlen die ausgefeilteren Optionen, die bei Overclocking-Wettbewerben einen Vorteil bedeuten können.

Die Maximalwerte für Vcore, Uncore und DRAM liegen allesamt über der normalerweise als sicher angesehenen Grenze und sind somit nur etwas für Nutzer, denen das letzte Quäntchen Leistung wichtiger ist als die Lebenszeit der Komponenten. ASRock implementiert auch eine Funktion, die für eine konstante Spannungsversorgung unter Last sorgt.

Wir haben es uns einfach gemacht und für die Benchmarks die vorgegebenen Werte genutzt. Das P55 Pro unterstützt aber auch Latenzen bis 6-3-3-9.

Zubehör

Aufgrund des niedrigen Preises geht es in Ordnung, dass dem Board nur vier SATA-Kabel beiliegen, zumal sie sogar über eine Arretierung verfügen. Wer noch immer Windows XP die Treue hält und ein Floppy-Laufwerk zur Treiber-Installation braucht, wird das Floppy-Kabel zu schätzen wissen.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
titan1981 15/10/2009 18:04
Ausblenden
-0+

ich sehe leistungstechnisch keinen unterschied zu den mainboards nur wenn man OC betreiben will. früher war das mal anders, da haben sich die mainboards nicht nur vom aussehen und anschlüssen unterschieden

ladykiller 15/10/2009 18:08
Ausblenden
--2+

Also das ist der schlimmste text, bis jetzt von thg, den ich je gelesen habe.
Nutzt mal sowas wie Rechtsschreibkorrektur, ist ja fast nicht mehr zu lesen.
1,45v? Scherz oder? Bissle viel, selbst bei einem core2duo, wäre das hart an der Grenze.
Dann auch noch wundern, das die Dinger durchbrennen hmm.
Aber das Assrock wieder am falschen Ende gespart hat, ist ja nicht neu genau wie ECS.

THG macht es bitte besser und LEST euren Text, jeder macht Fehler, ich auch gerne mal, beim schreiben, aber so viele??

pcpmadmax 15/10/2009 19:49
Ausblenden
-0+

Tja ich will mal auch behaupten das die en bissel zu Optimistisch sind beim OCen deswegen übertakte ich auch nur soviel wie ohne Spannungserhöhung geht.
Trozdem sollen die Hersteller Schutzmassnahmen ergreifen das es garnicht soweit kommt.

w3k3m 15/10/2009 19:55
Ausblenden
-0+

Zitat :Das ist aber logisch, das was Einfluss auf Leistung hat - CPU und Chipset - ist derselbe in allen Motherboards und so war es schon immer. Ich verstehe nicht warum das ganze Aufwand mit solchen Benchmarks.

titan1981 :
ich sehe leistungstechnisch keinen unterschied zu den mainboards nur wenn man OC betreiben will. früher war das mal anders, da haben sich die mainboards nicht nur vom aussehen und anschlüssen unterschieden


fruechtetee 15/10/2009 20:43
Ausblenden
-0+

Seit wann ist MSI so gut o___O

miserable one 15/10/2009 20:43
Ausblenden
-1+

"freigeschaltet bis 6x freigeschaltet" seite 8


@testersteller:)

KOR 15/10/2009 20:50
Ausblenden
-4+

Asus hat keinen Floppy port aber legt ein Floppy Kabel bei Top sache vielleicht passt es ja in den Ram Slot oder ich kann zwi floppys verbinden.

Jonathan Hart 15/10/2009 21:31
Ausblenden
-1+

"Allerdings ist der zweite PEG-Slot wie bei ASUS und ASRock nur mit 4 PCIe-2.0-Lanes an den PCH des P55-Express-Chipsatzes angebunden."

Leute, die zwei für Grafikkarten vorgesehenen PCIe-Steckplätze sind mit der CPU und nicht mit dem P55 verbunden.

Cris-Cros 15/10/2009 22:21
Ausblenden
-0+

Ich finde es ist keine Schande, dass die Boards bei 1,45 Volt kaputt gehen. Wenigstens ist diesmal ASRock nicht der einzige Sündenbock, diesmal erwischt es auch MSI und ECS. Ansonsten Lob an ASUS und wieder mal an Gigabyte, die wieder mal Top Produkte abliefern.

wamp 15/10/2009 22:58
Ausblenden
-3+

aehm, wie uebertaktet ihr?
entweder man stellt auf 1,4+V und den vdrop auf 0,05V und LLC aus.
oder man aktiviert LLC / deaktiviert vdrop und stellt auf 1,36+V und arbeitet mit dem offset fuer den overdrive von vielleicht 0,16+V.

so laeuft mein 750 auf einem ASROCK P55M Pro

aber 1,45V + offset von 0,3irgentwas, gehts noch?

benkraft 15/10/2009 23:21
Ausblenden
-0+

ladykiller :
Also das ist der schlimmste text, bis jetzt von thg, den ich je gelesen habe.Nutzt mal sowas wie Rechtsschreibkorrektur, ist ja fast nicht mehr zu lesen. ... .THG macht es bitte besser und LEST euren Text, jeder macht Fehler, ich auch gerne mal, beim schreiben, aber so viele??



Mea Culpa, das ist in der Tat etwas schief gelaufen. Ich bin den Text nochmal durchgegangen und habe ihn überarbeitet.
Ich gelobe für die Zukunft Besserung.

Jonathan Hart :
"Allerdings ist der zweite PEG-Slot wie bei ASUS und ASRock nur mit 4 PCIe-2.0-Lanes an den PCH des P55-Express-Chipsatzes angebunden."Leute, die zwei für Grafikkarten vorgesehenen PCIe-Steckplätze sind mit der CPU und nicht mit dem P55 verbunden.



Das stimmt hier so nicht. Der Lynnfield-Prozessor enthält einen PCIe-Controller, der über 16 Lanes nach PCIe 2.0 verfügt. Es liegt am Mainboard-Hersteller, wie die nun genutzt werden. Von den getesteten Boards bietet nur das ECS P55H-A die Möglichkeit, eine x8/x8-Konfiguration zu nutzen. Bei allen anderen Kandidaten gehen die 16 Lanes des Lynnfield an den ersten PEG-Slot, während der zweite die besagten vier Lanes des P55-PCH zugeteilt bekommt. Auch Gigabytes Board-Dokumentation bestätigt das übrigens (Abschnitt Expansion Slots). :)
Beim X58-Chipsatz ist es allerdings so, wie du sagst.

Anonymer Nutzer 16/10/2009 08:58
Ausblenden
-0+

@Author: Zum anderen könnte einer der eSATA-Ports blockiert werden, wenn im unteren PEG-Slot eine überlange Karte steckt.

Tauscht mal das eSATA durch SATA ;)

Ansonsten guter Test - danke

airwalker 16/10/2009 10:05
Ausblenden
-0+

Auf Anandtech meinen sie, dass Unregelmäßigkeiten beim Sockel Ursache des Übels seien!

Ihr schreibt da nur von den Auswirkungen..

benkraft 16/10/2009 12:30
Ausblenden
-0+

Apraxas :
@Author: Zum anderen könnte einer der eSATA-Ports blockiert werden, wenn im unteren PEG-Slot eine überlange Karte steckt.Tauscht mal das eSATA durch SATA Ansonsten guter Test - danke


Danke für's Feedback.
In dem Fall ist wirklich eSATA gemeint. Wenn man das Board von oben betrachtet, sieht man an der rechten Kante drei SATA-Ports: zwei blaue und darüber einen schwarzen. Eben dieser schwarze ist ein eSATA-Port, der für den Anschluss externer Laufwerke an der Gehäusefront gedacht ist, und der könnte von längeren Karten verbaut werden.

BenniB 16/10/2009 12:35
Ausblenden
-1+

Wieso können die angeblich so hochwertigen Boards mit Intel-Chipsatz und modernsten Intel-Prozessoren keinen Speicher mit ECC ansprechen? Wieder ein Beispiel dafür, dass der teuerste Mist die einfachsten Dinge nicht beherrscht. Mittlerweile sollte doch auch in der Hinterwelt angekommen sein, dass viele Abstürze auf Speicherfehler zurückzuführen sind... aber wer alle paar Monate einen ungeklärten Absturz in Kauf nehmen will, kann ja bei Intel bleiben.
Bei AMD alles kein Problem - die Auswahl an Boards, die die ECC-Fähigkeiten des Prozessors nutzen, ist mittlerweile auch ganz anständig.

Levi88 16/10/2009 17:23
Ausblenden
--1+

@ Benni, nein wie Gut das es bei AMD auch nur einen einzigen Sockel gibt.
Sowohl der X38 als auch der X48 als auch der X58 sind allesamt ECC fähig. (X58 nur, wenn die CPU stimmt)
Das auf Boards, wo dass den größten Teil der Anwender überhaupt nicht interessiert fehlt, ist kein Wunde, zumal der Speichercontroller der CPU hier nun das sagen hat.
Kurzum: Kauf Xeon, dann geht das ;).

Intel hatte auch schon Schutzschaltungen für CPUs, da haben AMDs noch das Board mitgenommen.. wir erinnern uns?
ODer in Zeiten von P4, war auch alles ECC fähig und mit HT auch Fortschrittlicher als die AMD schleudern die in dem Moment halt die für den Gamer und das ganze Singlethreaded Zeug only die bessere Architektur hatten.

Ansonsten Frage ich mich nur, was du für Billigriegel da reinsteckst, dass du ungeklärte abstürze hast ;).

Bleib einfach bei deinen AMDs und lass das Gesülze.

competizione 16/10/2009 22:23
Ausblenden
-0+

@Levi88
von wegen billig Speicher, lese dir mal diesen Artikel durch.Es gibt wohl öfters Probleme mit den Hauptspeicher als man denkt ;-)

http://www.tecchannel.de/server/ne [...] r_murksen/

Maklas 17/10/2009 11:57
Ausblenden
-0+

"Unser 3ds-Max-Benchmark läuft nicht lang genug, um minimale Performanceunterschiede abzubilden. So kommt es hier zu einem Unentschieden zwischen alle fünf Kandidaten." auf Seite 12

"Die Boards mit einem Basistakt von 133,7 MHz führen in beiden CPU-Tests des Sandra-Suite. Gigabyte und ECS ordnen sich entsprechend ihrer Taktraten von 132,9 MHz bzw. 132,7 MHz entsprechend dahinter ein. Zur Erinnerung: Korrekt wären 133,3 MHz." auf Seite 13

Sollte nich jemand probelesen - oder einfach die jeweilige Diagrammauswertung weglassen und am Ende zusammenfassen.

Maklas 17/10/2009 11:57
Ausblenden
-0+

"Unser 3ds-Max-Benchmark läuft nicht lang genug, um minimale Performanceunterschiede abzubilden. So kommt es hier zu einem Unentschieden zwischen alle fünf Kandidaten." auf Seite 12

"Die Boards mit einem Basistakt von 133,7 MHz führen in beiden CPU-Tests des Sandra-Suite. Gigabyte und ECS ordnen sich entsprechend ihrer Taktraten von 132,9 MHz bzw. 132,7 MHz entsprechend dahinter ein. Zur Erinnerung: Korrekt wären 133,3 MHz." auf Seite 13

Sollte nich jemand probelesen - oder einfach die jeweilige Diagrammauswertung weglassen und am Ende zusammenfassen.

benkraft 17/10/2009 22:56
Ausblenden
-0+

Maklas :
... Sollte nicht jemand probelesen - oder einfach die jeweilige Diagrammauswertung weglassen und am Ende zusammenfassen?



Definitiv ;)
Danke für die Hinweise, die Stellen sind korrigiert!


Google Anzeigen

Verwandte Testberichte

  • Alle Leistungsmessungen wurden durchgeführt, während sämtliche Energiespar-Funktionen eingeschaltet waren, die sich auf die Prozessoren auswirken. Wir haben den Test zweimal durchgeführt: Einmal ohne die Motherboard-spezifischen Energiespar-Funktionen...

  • Bei der Spider-Plattform-Vorstellung in Warschau waren Vertreter von MSI, Gigabyte und Asus vor Ort und haben ihre Platinen gezeigt. Es sind bereits Platinen der Hersteller Asus, Gigabyte und MSI in unserem Labor eingetroffen, welche alle einwandfrei...

  • Energiespar-Funktionen von sechs P45-Motherboards im Test

    Sind die Zeiten endgültig vorbei, in denen sich verschiedene Motherboards in ihrer Performance erheblich voneinander unterschieden? Zahlreiche Hersteller statteten ihre Motherboards zunächst mit zusätzlichen Komponenten wie Festplatten -Controller aus,...

Anzeige

Beste Angebote

Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Motherboards
Alle Motherboards Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner