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18:00 - 25/01/2006 von Eoin Hurrell

Die Markteinführung des ersten Handheld-Spielegeräts, das im Grunde als preiswerter tragbarer PC genutzt werden kann, gehört vermutlich zu den Träumen eines jeden Anbieters. Ungeachtet dessen wird die PSP immer als ein Multimedia-Gerät für Spiele, Musik, Filme und Bilder vermarktet werden. Sie unter einem anderen Aspekt vermarkten zu wollen, würde die Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass die Hardware für Dinge verwendet werden kann, die Sony lieber vermeiden möchte.

In der Tat wurde Sony in eine Ecke gedrängt: Das Unternehmen muss weiter lästige Updates zur Verfügung stellen, um die Entwicklung von Images der PSP zu verhindern, damit diese nicht zur Brutstätte für Raubkopierer wird. Das wirkt sich auch auf die Kunden aus. Die aktuellen Verkaufszahlen der PSP spiegeln den Ärger vieler Benutzer wider, die immer wieder Updates aufspielen müssen, ohne dass ein Ende in Sicht wäre. Der Handheld-Markt ist nun einmal nicht auf ein Gerät eingestellt, das als PC dient, da eher Modelle ohne Ladezeiten und vor allem ohne eigenes Betriebssystem vorherrschen. Dieser Aspekt und die Notwendigkeit, die Firmware entweder häufig zu aktualisieren oder sich umfassende Kenntnisse in punkto Homebrew anzueignen, um Spiele austricksen zu können, hinterlassen den Eindruck, dass die PSP als Handheld-Konsole nichts für Neulinge ist. Es ist schwierig, potenziellen Käufern, die nur wenig von Firmware verstehen, den Anschein eines ansprechenden Produkts zu vermitteln, wenn man alle paar Monate an den inneren Betriebsabläufen des Geräts herumbasteln muss, um die neuesten Spiele spielen zu können.

Das Ergebnis ist eine Handheld-Spielekonsole, die auf den ersten Blick kompliziert erscheint. Das veranlasst viele, sich der Konkurrenz wie dem Nintendo DS zuzuwenden. Die Realität ist leider näher an diesem Image als Sony oder PSP-Fans es wahrhaben wollen - die PSP ist ein Handheld-System, das etwas gewöhnungsbedürftig ist und häufige Updates erfordert. Nimmt man diese Unannehmlichkeiten auf sich, bekommt man aber eine individuelle PSP, sei es nun aufgrund von privater Software-Erweiterungen oder von Sonys Updates.

Die PSP muss in der Zukunft ihren endgültigen Platz finden, irgendwo zwischen PSP-Benutzern, die immer auf dem neuesten Stand sind, und jenen, die sich für die Homebrew-freundliche Firmware-Version 1.5 entscheiden. Der Zuspruch von der Software abhängen, die von Sony und privaten Programmieren gleichermaßen stammt. Mit der Zeit werden jedoch die Vorteile veralteter Firmware schnell offensichtlich. Mit jeder neuen Version müssen sich die Benutzer wieder aufs Neue mit ihrer PSP vertraut machen. Glücklicherweise wird dies Sony höchstwahrscheinlich dazu veranlassen, zusätzliche Anreize für Benutzer zu schaffen, die neueste Firmware zu installieren. So ist denkbar, dass Sony private Software als "getestet und legal" empfiehlt und dieser einen offiziellen Charakter verleiht. Das Ergebnis wäre eine Zukunft, die der PSP zahllose Möglichkeiten und einen hohen Mehrwert verleiht.

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