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Die Prozessorspannung. Achtung, der Hitzetod lauert!

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18:00 - 15/12/1998 von Thomas Pabst

Bei den Übertaktern ist es ja schon seit einigen Wochen kein Geheimnis mehr, daß das BH6 die beste Plattform für dieses Hobby darstellt. Der Grund dafür ist in erster Linie die Stabilität aber mit Sicherheit eben auch das Soft Menu II, mit dem auch die Spannung des Prozessors geregelt werden kann.

Wie ist das möglich und wenn es doch so gut geht, weshalb machen es die anderen Hersteller nicht auch so?? Seit den Tagen des Pentium Pro ist Intel der Meinung, daß es eine gute Lösung sei, wenn das Motherboard die Spannung automatisch einstellen können. Nach dem Systemstart, checkt das Motherboard einige Pins des Prozessors und erkennen daran, mit welcher Spannung dieser Prozessor betrieben werden soll. Dadurch mußte niemand mehr die Spannung für den Prozessor über das BIOS, Dip Switches oder noch schlimmer über Jumper einstellen. Dieses Verfahren ist nicht nur bequem sondern auch sicher. Niemand läuft Gefahr die CPU mit einem Stromstoß ins Nirwana zu befördern, nur weil er ON und OFF verwechselt hat. Intel hat auch keine Ambitionen das zu ändern und die meisten Hersteller von Motherboards halten sich in diesem Punkt an die Spezifikationen von Intel. ABIT bewegt sich mit seinem Soft Menu II außerhalb dieser Spezifikationen. Gerüchte behaupten, daß ABIT zusichern mußte kein Sockel 7 System zu produzieren, um trotz dieser Mißachtung weiterhin mit Chipsets beliefert zu werden.

Es ist bekannt, daß eine höhere Spannung hilfreich ist, wenn die Stabilität eines Prozessors verbessert werden soll, der außerhalb seiner Spezifikationen betrieben wird. Bei den alten Pentiums, Pentium Pros und AMD Prozessoren war dies ein beliebter Trick. Das Problem an dieser Geschichte war aber immer auch die Gefahr, den Prozessor mit einem Stromstoß ins Nirwana zu schicken. Auch war der Erfolg einer solchen Aktion nicht automatisch garantiert. Durch die höhere Spannung / Leistung wurde auch die Betriebstemperatur höher. Damit wurde dann der gewünschte Effekt wieder zunichte gemacht. Bei der Nutzung der höheren Spannungen war es deshalb immer essentiell auch auf eine verbesserte Kühlung zu achten. Dieses Thema ist von Vielen aber mißverstanden worden. Da wurden monströse Kühler eingebaut, die die heiße Luft in einem geschlossenen Computer nur besser verteilt haben, damit auch andere Komponenten die Chance hatten den Hitzetod zu sterben. Entscheidend ist es die Wärme aus dem Gehäuse heraus zu leiten.

Für die Deschutes Cores gilt eine Spannung von 2 Volt. Also werden auch unsere SL2W8 mit dieser Spannung versorgt. In der Spezifikation von Intel wird eine Toleranz von 5% also +/- 0,1 Volt ermöglicht. 2,2 Volt sind also bereits weit außerhalb dieser Spezifikation. 2,2 Volt klingt nicht nach sehr viel. Es bleibt aber zu bedenken, daß 2,2 Volt bereits 10% über der Nennspannung liegen. Nur so zum Vergleich, Pentiums wurden mit einer Spannung von 3,3 bis 3,5 Volt betrieben. Bei einer Steigerung der Spannung auf 3,6 bis 3,8 Volt hätten wohl jeder ein ungutes Gefühl.

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