Übertakten des Pentium II 300: Hintergrund zum SL2W8-Chips

18:00 - 15/12/1998 von Thomas Pabst

Nein wir haben uns nicht auf Wahrsagerei verlegt und wir wollen auch trotz des bevorstehenden Jahreswechsels keinesfalls Herrn Nostradamus Konkurrenz machen. Die Rede ist von den goldenen Tagen des Übertaktens. Mit dem Erscheinen der neuen Generationen von Prozessoren werden die Hersteller dem Übertakten endgültig einen Riegel vorschieben. Wenn man schon einmal dabei ist, werden wohl auch alle bestehenden Prozessor-Linien entsprechend modifiziert. So werden also nicht nur Katmai und der gesockelte Celeron mit der Bremse versehen, sondern auch die aktuell verfügbaren Versionen des Pentium II und des Celeron. Auch AMD plant eine Maßnahme, die das Übertakten unmöglich machen soll. Damit wird es wohl keinen neuen Chip mehr geben, den man in seiner Leistung verbessern kann.

In den letzten drei Jahren hat es zu diesem Thema viele Gerüchte gegeben, aber es ist eigentlich nichts passiert. Einzig der festgelegte Multiplikator war ein Versuch Intels, das Thema in den Griff zu kriegen. Es ist aber trotzdem immer noch möglich gewesen eine CPU schneller, als in der Spezifikation vorgegeben zu betreiben. Jetzt allerdings hat Intel wahr gemacht, was schon die ganze Zeit befürchtet, bzw. vorhergesagt worden ist. Die neuen Prozessoren werden nicht nur einen festgelegten Multiplikator haben, sondern über eine spezielle Steuerung verfügen, die den FSB prüft und die CPU lahmlegt, sobald sich hier etwas findet was außerhalb der Spezifikation ist. Damit wäre dann das Ende der Taktgeschwindigkeiten von 75, 83,95 sowie 112,124 oder 133 MHz besiegelt.

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