Das Testen war eine herbe Enttäuschung

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19:00 - 03/08/2000 von Thomas Pabst

Auf unserer englischsprachigen Website veröffentlichten wir bereits am 31. Juli den ersten Test . Dieser war eine große Enttäuschung. Erstens wollten wir unsere Benchmarks nicht auf Intels mitgelieferten RDRAM-Motherboard (VC820) durchführen. Stattdessen entschlossen wir uns für folgende Motherboards:

Asus P3B-F (Intel BX-Chipsatz, SDRAM) Intel OR840 (Intel 840/Carmel-Chipsatz, RDRAM und Dual-Rambus Channel) Asus P3C-L (Intel 820/Camino-Chipsatz, RDRAM) Asus P3V4X (VIA Apollo Pro 133A Chipsatz, SDRAM)

Diese Motherboards erreichten in vorangegangenen Tests obere Plätze in der jeweiligen Chipsatz-Kategorie.

Wir berichteten im englischen Artikel über ernsthafte Instabilitäten des Prozessors. Dabei beobachteten wir folgenden Effekt: Im "untertakteten" Zustand, z.B. 133 MHz FSB x6.5 = 866 MHz Taktfrequenz lief der Prozessor tadellos. Bei 1,13GHz kam es jedoch zu sporadischen Abstürzen bei fast allen Benchmarks. Nur auf dem speziell vorbereiteten Intel-Motherboard VC820 funktionierte die CPU auch bei 1,13 GHz. Wir schoben den schwarzen Peter den Motherboard-Herstellern in die Schuhe. Wir nahmen an, die BIOS-Versionen jener Motherboards benötigen erst ein sogenanntes Micro Code Update.

Ursachenforschung: Es war nicht das Micro Code Update

Am gleichen Tag gingen die ersten Artikel unserer Kollegen online. Wir stellten fest, dass Anand Lal Shimpi von www.anandtech.com in der Lage war, diese CPU auch auf einem Intel BX und einen VIA Apollo Pro 133A zum Laufen zu bringen.

Endlich, am 1. August trudelten von Asus neue BIOS-Versionen ein, die den Software/Firmware-Patch für die Intel-CPU enthielten. Nach Flash-Vorgängen für die entsprechenden Platinen ließen sich alle Boards korrekt booten, die Fehlermeldung über das "Missing Micro Code Update" war verschwunden.

Doch die Stabilität in fast allen Benchmarks ließ weiterhin zu wünschen übrig. Wir versuchten die Core-Spannung zu erhöhen, doch dann wollten die Plattformen nicht mehr booten. Widerrum überprüften wir die Funktionen der Motherboards mit einem Pentium III 1.0 GHz. Mit letzterer CPU funktionierte alles.

Wir schlussfolgerten daraus, dass uns Intel eine fehlerhafte CPU geschickt hatte. Doch die Differenzen in dem Whitepaper und dem Aufdruck auf dem CPU-Gehäuse hinterlassen nach wie vor einen faden Beigeschmack. Zudem teilte uns Intel mit, dass der Pentium III 1,13 GHz mit einer Core-Spannung von 1,75 Volt betrieben werden muss. Der Prozessor selbst meldet jedoch 1,80 Volt an das Motherboard. Nico Ernst von www.tecchannel.de , ebenfalls im Besitz einer Test-CPU, bestätigte dies. Irgendwas stimmt hier nicht...

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