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Quelle : Tom's Hardware – Mehr über: Premiere, Verschlüsselung, Zehnder
Schwerpunkte: Consumer Electronics, Hardware
Schluss mit Schwarzsehen: Nach der Einführung zweier neuer Verschlüsselungssysteme geht Premiere nun gegen einen Importeur frisierter Sat-Reciever sowie deren Zwischenhändler und Käufer vor.
Ein »großer Erfolg im Kampf gegen den kriminell-organisierten Rechte-Diebstahl« ist Premiere nach eigenen Angaben gelungen: Der Sender hat vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen einen Importeur von Sat-Receivern erwirkt, dessen Geräte in den letzten Monaten reißenden Absatz fanden. Der Grund: Die in Asien hergestellten und von Zehnder importierten Geräte verfügen über einen Emulator, der eine Smartcard simuliert und der zusammen mit im Web erhältlichen Patches das Premiere-Programm auf den heimischen Bildschirm holt.
Nun hat Premiere laut Programm- und Technik-Vorstand Hans Seger »einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen den kriminell-organisierten Rechte-Diebstahl« gewonnen. Laut der Verfügung ist es Zehnder ab sofort verboten,
»Digitalreceiver, deren Firmware (Betriebssoftware) einen sog. Emulator enthält, der das Vorhandensein einer Smartcard simuliert, und die dadurch zusammen mit einer verfügbaren Software die Umgehung des Zugangskontrollsystems der Antragstellerin ermöglichen, herzustellen, einzuführen, zu verbreiten, zu verkaufen, zu gewerblichen Zwecken zu besitzen und/oder deren Absatz zu fördern«.
Bei einem Verstoß drohen 250.000 Euro Strafe beziehungsweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten. Auch muss Zehnder alle in seinem Besitz befindlichen, entsprechenden Receiver herausgeben. Auch eine Schadensersatzklage wird derzeit vorbereitet.
Damit nicht genug: Premiere will auch gegen alle beteiligten Personen, die diese Receiver ver- oder gekauft haben, juristisch vorgehen. Das bedeutet, dass auch Zwischenhändlern unangenehme Post ins Haus steht: Premiere lässt sämtliche Vertriebswege des Importeurs verfolgen, um die illegale Nutzung dieser Geräte zu unterbinden. Auch Endkunden werden nicht geschont. »Im Interesse unserer ehrlichen Abonnenten werden wir außerdem auch die Käufer dieser Receiver strafrechtlich zur Verantwortung ziehen«, so Premiere.
Ab Dezember 2007 waren die Receiver in Deutschland erhältlich und avancierten in entsprechenden Kreisen schnell zum Geheimtipp. Seit dem Weihnachtsgeschäft bemängelte Premiere auch immer wieder einen Rückgang an Abonnenten. Erst im Februar kündigte der Bezahlsender an, seine Smartcards auszutauschen und ein neues Verschlüsselungssystem einzuführen. »In Kürze wird es wieder so sein, dass ausschließlich ehrliche Kunden das Programm von Premiere exklusiv genießen können. Mit den neuen Verschlüsselungssystemen werden alle illegalen Receiver nicht mehr funktionieren. Wer also so ein Gerät besitzt, macht sich nicht nur strafbar, sondern er hat sein Geld zum Fenster rausgeworfen«, erklärt Seger.
Mehr zum Abo-Sender Premiere bei Tom’s Hardware:
- Premiere: Neue Verschlüsselung (15. April 2008)
- Premiere tauscht Smartcards (7. Februar 2008)
- Kurz vor der Fussball-WM: Premiere wieder geknackt (29. Mai 2006)
- Attacke gegen Premiere und Co.: Pay-TV ohne Smartcard (31. Januar 2002)
- Mit Kartenleser zu PremiereWorld & Co. (12. November 2001)
- Idealer Ersatz für die D-Box: PremiereWorld mit Humax IRCI-5400 (22. September 2001)
- PremiereWorld-Server gehackt zum Jahreswechsel (3. Januar 2000)
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Intel: Wachstum durch Zukäufe
Die müssen jedem Endkunden nachweisen, dass er den Decoder auch zu strafrechtlich relevanten Handlungen eingesetzt hat.
Diese Verfügung ist gegenüber Zehnder ergangen und auch nur diesen gegenüber rechtlich wirksam. Aufgrund dieser Verfügung werden aber nicht die Endkunden gebunden, hier würde nur ein entsprechendes Gesetz Abhilfe schaffen. Der Endkunde kann also nicht per se durch den Besitz des Decoders strafrechtlich belangt werden oder sich schadensersatzpflichtig machen.
Aber wer braucht schon Premiere - da kommen eh nur Filme, die es auch auf DVD gibt. Da hol ich mir lieber ne DVD aus der Videothek oder geh zu Maxdome... my 2 cent! ;-)
oder geh zu Maxdome... my 2 cent! ;-)
also Maxdome ist nicht wirklich ne Alternative oder? Als ich das letzte mal auf die Seite geschaut hab war da IE noch Pflicht (wegen DRM und oder der Sicherheitslückensammlung ActiveX) - das muss man nun wirklich nicht haben...
Normalerweise müsste man dann auch Premiere bestrafen (sie sich also selber), weil Premiere die DBOX2 und DBOX1 bewusst ausgeliefert haben, obwohl es mit alternativer Software möglich ist, das PW-Programm (und viele andere ebenfalls) für "Lau" zu schauen.
Das ist bei Premiere aber wie mit Software. Programme werden für teuer Geld verkauft und sie werden ebenso häufig (wenn nicht häufiger) geknackt und illegal verbreitet.
Das wird ein ewiges Rennen bleiben und es ist nur die Frage, wieviel Geld und Zeit kostet es mich, mich zu
a) schützen
b) mein Recht einzuklagen
und was kommt am Ende dabei rum.
Also, eine einfache Milchmädchenrechnung. Im Gegensatz zu "guter" Software ist mir beim Studieren der Premiere-Programme aber irgendwie der Gegenwert nicht ersichtlich geworden.
So schlecht scheint es aber für die Masse nicht zu sein, sonst würden es nicht so viele für Lau schauen wollen ;-)
Gruß
tekknix
Und dann bin ich neugierig auf den Tag, wo Premiere Nokia als Hersteller der d-Box 2 und sich selbst als deren Importeur und Alleinvertriebler verklagt. Wikipedia sagt mir nämlich, dass die d-Box 2 der beliebteste weil hochwertigste und vielseitigste patchbare Receiver ist. Und dann verklagt Premiere sicher auch die ganze Open-Source Community, denn die d-Box 2 funktioniert nur mit linux auf allen Kanälen. Ich glaube fast, das Premiere dazu dann noch Rüclendeckung von Microsoft erhält! Ach nee...geht ja nicht...ein PC mit DVB-S Karte und XP MCE kann auch fürs Premierte-knacken verwendet werden. Also verklagt Premiere Microsoft auch gleich.
Verklagt Premiere eigentlich dann irgendwann die ganze Welt? Oder sch***t die ganze Welt einfach auf das lausige Premiere-Filmangebot und nutzt Onlinebezahldienste für wesentlich aktuellere Filme, die weder überteuert noch min. 1 Jahr alt sind (Amazon wurde ja schon genannt)? Hui...das wird aber dann ein großer, brauner Stinkehaufen... :-)
finde das einfach lächerlich. statt ne menge geld für verschlüsselung und klagen raus zu werfen sollten sie es lieber nutzen um ihre produkte attraktiver zu gestallten (preis runter, qualli hoch)
Is der Unterschied zu D-Box nicht der, daß man bei einer solchen im Besitz einer gecrackten Smartcard sein muß, um "schwarz" zu sehen??? Oder war das nur bei der D-Box1 der Fall?
Kenn mich da nicht so aus.....hab mich nie so wirklich für Pay-TV interessiert da mir FuBa 10 Meter am Arsch vorbei geht und die Filme, die es da zu sehen gibt auch in der Videoleihe um die Ecke stehen, bzw ich sie im Kino eh schon gesehen habe.
Ich persönlich weigere mich das künstlich geschaffene System zu bezahlen, welches die Kunden, aber auch die Künstler, für dumm verkauft bzw. verkaufen will.
Aber so lange es kein anderes System gibt, würde ich jedem raten entweder in die Vidiothek zu gehen bzw. die Online-Dienste von Amazon & Co. zu nutzen.
Alles was Premiere ausstrahlt ist alt! Selbt die Filme die man bezahlen muss sind es. Einzig die Dokus dort sind ganz gut und die Serien. Doch dafür soviel Kohle zahlen? Naja...
Bei Amango gibt es für 10€ eine DVD-Flat und die sind wirklich schnell mit der Lieferung. Versand entfällt, ist in der Flatrate enthalten. Und da bekommt man die "neuen" Filme, wie in jeder anderen Videothek auch und nicht einen so alten Schund.
Und wie will man die Käufer verklagen? Oh Gott, ich habe einen gekauft und nutze ihn für legale Dinge... So what? Fangen die nun an wie die MI und versuchen aus jedem Scheiss Geld zu machen, weil denen die Kunden weglaufen? Dann zeigt mal wieder ein gutes Programm ihr Vögel!
Schon damals als Premiere DF1 aufgekauft hat, ging es bergab. DF1 war noch wirklich super, aber das ist auch schon seeehr lange her.
Na ja, die ganze Debatte ist einfach... Ich schließe mich allen Kommentaren an, die nicht nur vernünftig, sondern auch der einzig logische Weg ist aus der Sackgasse, in die sich die "Kapitalisten" selbst gebracht haben. Anstelle von teuren "Angeboten" zu reden, sollten sie lieber die Preise senken. Selbst dann, würden sie noch genug verdienen, zusätzlich würden noch Einkünfte von neuen Kunden dazu kommen.Ich persönlich weigere mich das künstlich geschaffene System zu bezahlen, welches die Kunden, aber auch die Künstler, für dumm verkauft bzw. verkaufen will.Aber so lange es kein anderes System gibt, würde ich jedem raten entweder in die Vidiothek zu gehen bzw. die Online-Dienste von Amazon & Co. zu nutzen.
Kann mich auch nur allen anschließen. Bin gespannt wie es weiter geht.
ABER: Premieres Glanzzeiten sind längst vorbei:
Handelsblatt MÜNCHEN. Das operative Ergebnis sei um 33,5 Prozent auf 22 Millionen Euro zurückgegangen, teilte Premiere mit. Unter dem Strich blieben mit 0,1 Millionen Euro gerade noch schwarze Zahlen. Die Ergebnisprognose für das Jahr 2007 bestätigte Premiere, revidierte die Umsatzprognose jedoch leicht nach unten. Premiere erwartet nun einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 1,04 bis 1,05 Milliarden angepeilt.
PS: das Phenomen ist nix neue und fängt schon beim GEZ-disaster an.