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Qimonda wird nicht übernommen

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13:10 - 26. Mai 2009 von Thomas Kretschmann

Die chinesische Inspur-Gruppe wird Qimonda nicht übernehmen, damit zieht sich der letzte ernsthafte Interessent zurück. Der Chiphersteller sieht seinem Ende entgegen.

Wie unter anderem die Sächsische Zeitung berichtet, hat der Gouverneur der chinesischen Provinz Shangdong, Jiang Daming, Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk schriftlich eine Absage erteilt: Der staatliche chinesische Serverhersteller Inspur galt als Kandidat für eine Übernahme des insolventen Chipherstellers, ist nun jedoch nicht mehr an »einer vollständigen Übernahme« interessiert.

Als Grund für die Absage gilt die derzeitige weltweite Wirtschaftslage. Zwar will die Provinz Shangdong eine eigene Halbleiterindustrie aufbauen, und insbesondere Qimondas DDR3-Speicherchip-Produktionstechnik »Buried Worldline« soll es den Chinesen angetan haben. Doch es scheitert am Geld: Shangdong verfügt angeblich über 94 Millionen Euro Eigenkapital, doch nur die Wiederinbetriebnahme der Dredsdener Qimonda-Fabrik und die Übernahme der Maschinen kostet laut SZ-Online mindestens 800 Millionen Euro.

Seit Januar ist Qimonda nicht mehr zahlungsfähig und sucht seitdem nach einem Investor (siehe »Qimonda stellt Insolvenzantrag«). Im April schloss Qimonda seine Fertigungsstätten (siehe »Qimonda stellt die Dresdener Produktion ein«). Die knapp 2500 Qimonda-Beschäftigten nahm eine Auffanggesellschaft auf, die sich noch bis diesen Sommer 2009 finanzieren kann. Danach wird der Qimonda-Insolvenzverwalter Martin Jaffé Patente und Unternehmensteile verkaufen.

Quelle: Tom's Hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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fbx 26/05/2009 13:26
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-1+

Das ist echt traurig. Über die Arbeitnehmer hinaus auch für Dresden, Sachsen und Deutschland insgesamt. Wenn dann noch Patente und Know how verkauft werden rutscht Deutschland immer weiter in die Bedeutungslosikeit in diesem Technologiesektor. ;-(

Hatebreeder 26/05/2009 14:03
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-0+

Am besten wärs ja, wenn AMD die kaufen würden... sitzen ja auch in Dresden. Nur denen fehlts halt auch aum Geld. Aber die ATI Sparte braucht ja viel GDDR 5, sodass es sich evtl lohnen würde.

TheCritter 26/05/2009 14:44
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-0+

Man, was denken sich die Chinesen. Ich gehe doch auch nicht mit einer Brieftasche voller Geldscheine einen Ferrari kaufen.

I-LoVeRaP 26/05/2009 14:53
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-0+

Kenn mich da nicht aus, aber warum lässt sich Qimonda nicht für 94 Millionen Euro kaufen? Ich mein alle werden übernommen und somit geht nichts verloren, nur unter einem andere Banner, aber das ist doch nicht wild oder? Besser Job behalten, Firma erhalten gut dafür halt weniger Geld bekommen aber das holen sie sich halt wieder??

fbx 26/05/2009 15:12
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-0+

wO.Ot keine WIWI´s hier die das mal plausibel machen können. Das hochfahren der Anlagen kann ja nicht so teuer sein. Vllt.sind noch so viele Schulden vorhanden die der Käufer mit übernehmen müsste und bei ner Insolvenz bekommste das was durch Versteigerung übrig bleibt. Denke auch nicht das die Chin. den Standort großartig weiter betreiben wollten. Wenn dann Know how abfassen, und gut ist. Denke mal die Insolvenz (Patentverkauf) ist für die Konkurrenz wirtschaftlicher. AMD hat sich ja grade von den Produktionsstätten verabschiedet, wenn dann kämen die Globalfound. in Frage aber die haben ja auch noch ordentl. zu knabbern. Zur Zeit ist der Speichermarkt "kaputt". Bei der Überproduktion kauft nicht noch jemand zusätzliche Kapazitäten. Wie wärs Intel? Super Imagegewinn und für die eigene Grafikkarten kann man auch noch selber Produzieren ;)

TheCritter 26/05/2009 15:21
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-0+

Das wird auch nicht reichen wenn Qimonda denen für 1Eur verkauft würde. Das Problem ist die laufenden Kosten zu stemmen und die Fab erstmal wieder hochzufahren.
Vor paar Jahren war da auch mal ein Stromausfall, also nix mit Notstrom und so weil ein Techniker zu doof war einen Trafo anzuschließen. Na jedenfalls hat das -zig Millionen gekostet die Fab wieder hochzufahren

HaiFlo 26/05/2009 16:43
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-0+

China ist wirklich nicht doof. In der Krise brökelnde Unternehmen kaufen und nach der Krise stark rauskommen. Das will unsere Angie auch, aber schafft es sowieso nicht.
Langsam geht mir dieser Kapitalismus der Chinesen extrem gegen den Strich. Schade, dass der BIP mehr zählt als die Zufriedenheit des Volkes.
China kauft die Welt!

Zurück zum Thema:
Was ist denn mit Infineon? Schon verkauft oder wie läuft das nun?

Und zu der Sache mit den Fabs hochfahren:
Es kostet schon eine Menge. Ein kleines Beispiel am Rande: Wenn ein MRT in einem Krankenhaus abgeschaltet wird, kostet es locker 10.000€ und mehr... Warum? Es werden spezielle Gase verwendet, Anlagen müssen aufgeladen werden usw. Denke, dass bei einer Fab das selbe Problem besteht. Es reicht nicht ein Schalter umzuwerfen.

Aber das wird das geringste Problem sein. Vielmehr denke ich, dass der Kundenkreis einfach weg ist. Es stehen also viele Probleme im Raum. Warten wir ab, ansonsten rufen wir doch mal Peter Zwegat aus berlin.

Gruß Flo

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