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Steuergelder für Dresdner Qimonda-Werk

00:10 - Mittwoch, 6. Februar 2008 von Frank Völkel
Quelle : Tom's Hardware DE – Kategorie : Speicher/RAM
Tags: Qimonda, Logikchip, Subvention 19 Kommentare

Am Standort Dresden-Klotzsche sind die Firmen AMD, Infineon und Qimonda sozusagen Nachbarn. Diese Region hat sich in den vergangenen 10 Jahren zu einer der ersten Adressen der Hightech-Chipbranche in Deutschland entwickelt. Doch Qimonda, eine Tochter des bekannten Speicherherstellers Infineon, rutscht seit einiger Zeit immer tiefer in die Krise, so dass schon vor Monaten die Streichung von 600 Arbeitsplätzen angekündigt wurde. Dabei fehlt es dem innovativen Unternehmen nur an entsprechenden Mitteln, um im Markt für Logikchips weiter zu expandieren. Das Unternehmen zieht sich aus der Wafer-Produktion mit 200-Millimeter Durchmesser zurück, da hier am Markt ein extremer Konkurrenzkampf - vor allem mit Firmen aus Asien - herrscht. Letztere verkaufen ihre Speicherchips zu immer niedrigeren Preisen.

Damit Qimonda seine momentanen Schwierigkeiten meistern kann, hatte die EU-Kommission Beihilfen in Höhe von 165,5 Mio. Euro bewilligt. Allerdings will das Unternehmen bei der derzeitigen Marktlage noch nicht auf die Finanzspritze zurückgreifen. Am Dresdner Standort steht Qimonda als Subventionsempfänger nicht allein. Der Nachbar AMD, der in der Nähe zwei Fabriken für Prozessoren betreibt, konnte vor kurzem auf eine höhere Unterstützung zurückgreifen.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 06/02/2008 01:52
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Sag mal spinne ich oder liegt in EU wirklich Geld auf der Strasse herum!

165,5 Mio. Euro um 600 Arbeitsplätze zu erhalten!

Das sind 275.800 pro Kopf.

Ich glaub ich stell auch mal einen Antrag ich brauch 2Mio um eine 5Köpfige Kleinfirma vor der Insolvenz zu schützen!

micha_intel 06/02/2008 03:02
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micha_intel

joar amd hat damals 2 (oder warens mehr ?) milliarden bekommen :D

da würde ich mich als unternehmen auch freuen ^^

Ecki Heuser 06/02/2008 03:12
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Ecki Heuser

@ yello: darum gehts doch gar net, die wollen ne neue produktion aufbauen... aber mal abgesehn davon, nachvollziehbar is sowas, egal bei welchem großunternehmen, nicht. welchem kleinen handwerker, der am ende noch unverschuldet in finanzielle schwierigkeiten gerät, wird schon finanzielle unterstützung der eu zugesagt? hier will man sich doch eindeutig vor schlechter pr für die politik schützen sowie die aufsichtsratssitze sichern.... ;-) und wohin so ne förderpolitik führt, das hat ja nokia gerade gezeigt. nur scheint man aus solchen "fehlern" nich zu lernen...

drno 06/02/2008 04:52
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drno

Wenn ich so etwas höre, wird mir immer schlecht....
Doch es gibt eine wirkliche Lösung: An die Wand stellen!
Dann ist alles gut!

3n1gm4 06/02/2008 07:47
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3n1gm4

na nu immer mit der ruhe, ja 165mio sind ne menge kies und es geht hier nicht nur um 600Arbeitsplätze...da geht es um weit mehr, weil wenn qimonda es nicht schafft wieder in die schwarzen zahlen zukommen, dann könnten die da auch komplett dicht machen

aber davon mal abgesehen...275.000 will ich auch^^

drno 06/02/2008 08:19
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drno

Das ist Steuerknete! Wenn ich Qimonda Geld geben will, mache ich das schon selbst, aber mal abgesehen davon, die Kaufen auch bei uns nichts.
Die andere Alternative zur Beseitigung der Steuerverschwender wäre die Behandlungs-Methode nach dem Arzt Joseph-Ignace Guillotin!

mrlighz 06/02/2008 08:35
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mrlighz

Zitat :Dabei fehlt es dem innovativen Unternehmen nur an entsprechenden Mitteln,

Hallo? Wenn es so innovativ ist und ein gutes (!) Konzept vorhanden ist, gibt es so bestimmte Geldgeber, die sowas unterstützen.

Für mich siehts eher so aus, als glauben die nur, sie hätten auf dem Markt für Logik Chips eine Chance.
Hatte zudem Infineon nicht schon vor 2005 massive Verluste wegen des gesteigerten Preisdrucks bei Speicherchips eingefahren?

drno 06/02/2008 09:16
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drno

Ich zeig Euch mal ein Bild von der revolutionären Erfindung!


Maulwurf 06/02/2008 09:43
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Maulwurf

Ich komm aus der nähe von Dresden, in der Sächsischen Zeitung standen in der letzten Wochen öffters mal ein ein Artickel zu Qimonda aber von dem was THG schreibt nichts. Arbeitsplätze werden nicht gestrichen von neuen Subventionen stand da auch nix. Zur Info in Dresden ist ein reiner Forschungsstandort, die ganze Massenfertigung läuft in Asien ab.

Heelix 06/02/2008 10:13
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Heelix

Ihr habt sorgen oO . Man sollte froh sein das die EU, wo wir eh einen festen Satz einzahlen, das Geld für solche Projekte verwendet und nicht das Geld für Projekte ausgibt wo wir erstmal nichts von haben.

rinderroulette 06/02/2008 12:14
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rinderroulette

Macht mal ganz lansgam hier. Also, das Geld ist nicht um 600 Arbeitsplätze zu retten, das wäre übertrieben. Die 600 Arbeitsplätze über die hier gesprochen wird, sind schon längst gestrichen, das waren Zeitarbeiter von Infineon, weil Qimonda den Vertrag, zur Herstellung auf 200MM Wafern, mit Infineon gekündigt hat. Die meisten Zeitarbeiter davon gehörten im übrigen zu Dis-AG, welche im Dresden-Fernsehen aussagte, dass schon Nachfrage nach den Arbeitskräften bestand, als die noch garnicht entlassen wurden von Infineon. Denen gehts also ganz gut.
Das nun bewilligte Geld ist zur Subvention einer Werkserweiterung. Mehr dazu: http://www.dnn.de/aktuell/content/53341.html

Ecki Heuser 06/02/2008 12:22
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Ecki Heuser

@heelix: das ist sicher richtig, nur wer hat denn was davon? auch ich bin aus dresden. quimonda baut unter anderem module für rückfahrkameras von teuren oberklassefahrzeugen. also bitte was hab ich davon? unmittelbar und auch mittelbar gar nix. das der wirtschaftsstandort als solcher erhlten werden sollte, steht hier außer frage. nur wieso werden immer öfter große unternehmen, die viel geld in ihre "experten" stecken, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben bei misswirtschaft vom staat, also vom steuerzahler, unterstützt? das klingt doch dann eher wie ein freibrief für wirtschaften ohne weitblick und falsche investitionen....

veteranos 06/02/2008 14:05
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veteranos

Ich halte derartige Subventionen für durchaus gerechtfertigt. Man muss schließlich auch die Millarden an Schmiergelder berücksichtigen, die Siemens insbesondere an störrische Entscheidungsträger weltweit verteilen muss.

abcdefg 06/02/2008 14:48
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abcdefg

Man was hier für ein Dünnschiss geschrieben wird. Qimonda entlässt keine 600 Mitarbeiter. Die geben nur 300 Leiharbeiter an Leihfirma zurück. Dafür kommen 300 von Infineon und bei Infineon werden ebenfall 300 Leiharbeiter an ihre Firmen "zurückgegeben". Da Infineon Personal abbauen muss was überflüssig wurde, nachdem es keine DRAM mehr auf 200mm fertigt. Qimonda stellt kein Logik her. Das macht nur Infineon in Dresden. Qimonda stellt in Dresden max. DRAM und bald Flash her. Aber nicht als Volumen-Fab, sondern als Entwicklungs-Fab.
Und die Beihilfen der EU wurden bereits 2006 beantragt für Bau eines weiteren Moduls. Steht alles in richtigen Medien. Dazu zählt nicht BILD, Morgenpost und andere "Hetz"medien, egal ob Print oder Online...

Snooze 06/02/2008 15:25
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Snooze

@yello_lotus: nein, die 600 Leute gehen sowieso - trotz der 165 Mio.
Und die Förderung ist gerechtfertigt! Um den Standort Deutschland zu sichern, benötigen wir die Hi-Tech-Industrie - und das geht nun mal nicht ohne Hilfen. Leider.

Snooze 06/02/2008 15:28
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Snooze

@abcdefg: nun, Mitarbeiter an Leihfirmen "zurück geben", bedeutet nichts anderes, als Leute auf die Straße zu setzen. Leider.

abcdefg 06/02/2008 15:54
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abcdefg

Aber bei Leiharbeitern sind ja nicht die Entleihfirmen die Bösen, die geben die ja "nur" zurück. Aber das die Verleihfirmen beim besten Willen nicht auf die schnelle 600 neue Stellen haben in der Region, läuft es auf Entlassung hinaus. Ausserdem sind Leiharbeiter ja eh nur "Mitarbeiter 2. oder 3. Klasse", auch wenn in den Unternehmen immer etwas anderes behauptet wird. Merkt man schon am Umgang im Unternehmen zwischen den Festangestellten und dem Untermensch "Leiharbeiter"...

Anonymer Nutzer 06/02/2008 18:52
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165,5 Mio ? sind für die EU ein relativ geringer Betrag wenn man bedenkt das die Kaufkraft die Staatskassen von der EU sehr viel liquides Kapital besitzt. Zudem lieber ein deutsches Unternehmen das subventioniert wird, als ein Nokia-Werk von Finnen das später garantiert geschlossen wird. Die deutschen Unternehmen sind wenigstens zu Deutschland noch einigermaßen treu. Bzw. die Aufsichtsräte verhindern das zum Beispiel Daimler-Chrysler damals seine komplette Buchaltung nach Osteuropa verlegen wollte. Lieber unsere Bauern und Großkonzerne von der EU subventionieren zu lassen, als das die Globalisierung unsere Wirtschaft kaput macht. Zudem was regt ihr euch auf? Die EU Gelder stammen aus allen EU-Ländern und nicht nur von uns. Die Franzosen, Briten gar Finnen geben quasi ihre Gelder frei um Qimonda zu finazieren.

Schreit nicht gleich los bevor ihr nicht die Fakten kennt. Eu mag zwar negativ sein in manchen Fällen aber der Landwirtschaft, den Binnenmarkt, den weltweiten Export hat es nicht geschadet!

joh 06/02/2008 20:19
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joh

@wilson
Deutsche Unternehmen? ha-ha-ha
In welcher Zeit lebst du?

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