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Ausstattungsmerkmale
Das ShareDisk Pro 400 unterscheidet sich nicht nur durch die Vielfalt an Anschlüssen von herkömmlichen NAS-Geräten, sondern auch durch die Verwendung der NDAS-Technologie. Hierbei werden, anders als bei NAS-Geräten, die zur Datenübertragung das TCP/IP Protokoll verwenden, die Daten über das sogenannte LPX-Protokoll (Lean Packet Exchange) zwischen Computer und Speichergerät übertragen.
Die Identifizierung des Speichergeräts im Netzwerk erfolgt daher nicht über eine gewöhnliche IP-Adresse, sondern über eine Geräte-ID, die bei den meisten Geräten auf der Rückseite aufgedruckt ist. Der Vorteil von LPX liegt darin, dass durch die Verwendung dieses Protokolls eine höhere Datenübertragungsrate im Netzwerk erreicht werden kann als unter Verwendung des TCP/IP-Protokolls, da ein geringerer Overhead entsteht.
Ein weiteres Merkmal NDAS-Technologie ist, dass sich das ShareDisk Pro 400 wie ein gewöhnliches internes Laufwerk verhält. Hierdurch wird Anwendern die Möglichkeit gegeben, das ShareDisk Pro 400 mit einem beliebigen Dateisystem zu formatieren, während bei herkömmlichen NAS-Geräten meist EXT3 als Dateisystem zum Einsatz kommt. Dadurch ist es im Gegensatz zu den meisten NAS-Geräten auch möglich, Zugriffsberechtigungen auf Dateiebene zu vergeben.
NDAS: Mehr Geschwindigkeit, aber möglicherweise mehr Probleme
Die Verwendung des LPX-Protokolls bringt allerdings auch Nachteile mit sich. So muss auf jedem Host-Computer, der ein NDAS-Gerät ansprechen soll, der LPX-Protokoll-Treiber installiert werden. Dies kann allerdings zu Problemen führen. So war in unserem Fall ein reibungsloser Betrieb erst möglich, als wir in unserem mit einer Realtek und einer Marvell -Netzwerkkarte ausgestatteten Testsystem die Realtek-Netzwerkkarte abschalteten. So lange diese Aktiviert war verabschiedete sich unser Testsystem mit einem Bluescreen und dem Hinweis auf die Datei "ndis.sys". Bis auf diese kleinen Startschwierigkeiten bereitete das Co-World ShareDisk Pro 400 keine Probleme und funktionierte tadellos.
Verarbeitung und Modellpflege
Das etwa 950 Euro teure Co-World ShareDisk Pro 400 ist ein solides NDAS-Speichersubsystem mit Hot-Swap-Rahmen für vier SATA-Festplatten, das durchweg sehr gut verarbeitet ist. An der Rückseite unseres Testgeräts befinden sich jeweils eine USB-2.0, eSATA- sowie Netzwerkschnittstelle, ein Ein-/Aus-Schalter sowie ein Umschalter, mit der die Netzspannung gewählt werden kann. Durch die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten haben Anwender die Möglichkeit, das ShareDisk Pro 400 flexibel einzusetzen und auch den Aufstellungsort individuell zu bestimmen.
Co-World teilte uns mit, dass das ShareDisk Pro 400 überarbeitet wurde, der Spannungsumschalter wegfiel und neuere Geräte mit einem Netzteil ausgestattet sind, die die Eingangsspannung selbst erkennen. Weiterhin spendierte Co-World der überarbeiteten Version des ShareDisk Pro 400 noch eine RS-232-Schnittstelle, über die das Speichersubsystem überwacht werden kann.
Ausstattung und Bedienung
An der Vorderseite des Geräts befindet sich ein LCD-Display, das Auskunft über den aktuellen Betriebszustand, RAID-Konfiguration, Temperatur und Lüftergeschwindigkeit gibt. Die Auswahl und Einrichtung einer RAID-Konfiguration erfolgt anhand der vier unter dem LCD-Display angebrachten Taster. Die Menüführung ist einfach, der Einrichtungsvorgang unkompliziert. Unterstützt werden die RAID-Level 0, 10, 5 sowie 5 + Spare.
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme des ShareDisk Pro 400 im Betrieb mit vier Festplatten liegt bei etwa 43 Watt. Dieser Wert erhöht sich während eines RAID Rebuild auf etwa 53 Watt.
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Der Lüfter des Promise-Geräts wächst von 60mm auf der zweiten Seite auf 80mm auf Seite 8 ...
Hallo, ich habe schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, mir ein NAS-Gerät zuzulegen, mich letztendlich aber aus mehreren Gründen dagegen entschieden, weil ich nun die Notwendigkeit nicht mehr wirklich sehe:
Die kleinsten NAS kosten ab 150€ aufwärts und fassen in der Regel nur 2 Festplatten. Wenn man nun mehr Platz benötigt, kommt man sehr schnell in Preisregionen jenseits der 400€-Grenze und hat immer noch keine einzige Festplatte verbaut. Ausbaufähig sind diese Modell in der Regel nicht. D.h., sollte später der Bedarf nach mehr Platten sein, müsste man sich ein weiteres NAS anschaffen. Zudem ist man hinsichtlich der unterstützen Protokolle/Server relativ fix an den Vorgaben des Herstellers gebunden.
Daher habe ich mich zu folgendem entschieden:
Elitegroup-Mainboard mit Intel Atom 260 (passiv gekühlt)
1 GB DDR2-533
Preiswertes Gehäuse mit 400W-Netzteil (Platz für 6 Platten)
1 GBit-Netzwerkkarte
FreeNAS-Software
(altes CD-Laufwerk, um die Software zu installieren)
Später bei Bedarf kann dann mittels zusätzlichem Controller weitere Anschlusskapazität nachgerüstet werden. Der ganze Spaß hat ca. 145€ gekostet und liefert (laut Windows-Leistungsanzeiger) beim sequentiell kopieren Datenraten bis zu 30MB/s, was mir vollkommen ausreicht. Der Hinweis bei einem Gerät, ein NAS solle deutlich weniger Strom verbrauchen als ein PC, kann man bei den Anschaffungskosten noch verstehen. Die o.g. Systemeinheit verbraucht bei mir (gemessen an der Steckdose) ungefähr 45W. Legt man ein ca.-Verbrauch von 15-20W pro NAS zugrunde kann man sich ausrechnen, wie lange der PC laufen darf (insbesondere ab >2 Festplatten), damit die höheren PC-Stromkosten die deutlich höheren Anschaffungskosten des NAS annähernd erreichen. Das sind Jahre, selbst wenn der PC rund um die Uhr läuft... Und dann habe ich immer noch nicht die Flexibilität des PCs erreicht.