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RIAA trickst in Filesharing-Prozess

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18:00 - 19. June 2008 von Thomas Kretschmann

Die drohende Niederlage in einem Filesharing-Prozess hat die RIAA durch einen Verfahrenstrick abgewendet. Klappt’s beim ersten Mal nicht, wechselt man eben den Richter aus.

Ist schon das Bereitstellen unberechtigt kopierten Materials eine Straftat? Oder macht sich nur derjenige strafbar, der solche Dateien herunterlädt? Für die RIAA (Recording Industry Association of America) gilt selbstverständlich Ersteres. Das sieht aber nicht jeder so, auch nicht alle US-Richter. Beispielsweise der Bundesrichter Kenneth M. Karas: Er entschied im April, dass zur Verfügung gestellte Dateien keine Urheberrechtsverletzung darstellen. Die Musikindustrie müsse nachweisen, dass ein entsprechendes Angebot auch genutzt wurde, also unter Umständen raubkopierte Dateien auch tatsächlich verbreitet werden (siehe »US-Urteil stützt Filesharer«. Karas fügte der Musikindustrie mit dieser Entscheidung eine schwere Schlappe zu.

Doch das beeindruckt die Kläger nicht. Wie unter anderem PC World berichtet, versucht die RIAA mit einem Verfahrenstrick, in einem Fall gegen einen Filesharer doch noch Erfolg zu haben. Zunächst wurde die Klage zurückgezogen, da eine Niederlage aufgrund des umstrittenen Rechtskonstrukts — in den USA »making available case« genannt — drohte. Kurz danach reichte die RIAA die gleiche Klage erneut ein, mit einem Unterschied: Als Beklagten setzte man den Platzhalter »John Doe« ein. In den USA bekommen Gerichte die Fälle nach Namen geordnet zugeteilt. So hofft also die RIAA darauf, bei der Wiederaufnahme des Falls einen Richter zu bekommen, der die Sache anders sieht als Karas: Einen Richter, für den schon die Bereitstellung von Material eine Straftat ist — und der mit dem Beschuldigten ganz im Sinne der RIAA umspringt.

Quelle: PC World

Kommentare zum Beitrag
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ogdullum 19/06/2008 19:17
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-0+

Jaja, das amerikanische Justizwesen...

miki4 19/06/2008 19:24
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-3+

Entschuldigt bitte die Ausdrucksweise, aber die RIAA (auch die deutschen "Kollegen") sind einfach nur geldgeile Arschlöcher. Anstatt zu überlegen, warum überhaupt so viel raubkopiert wird und die Preise zu senken, wollen die mit allen Mitteln einem das Geld aus der Tasche ziehen. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Gibts ne Anti-RIAA Aktion?

MfG

Anonymer Nutzer 19/06/2008 19:28
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-0+

och das urteil gefällt mir nicht, ich nutz dann mal meinen joker .. falls das nicht klappt, bleiben mir ja immer noch 2 weitere ..
usa ftw

aarfy 19/06/2008 19:32
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-0+

Was wohl Alice und Bob dazu sagen .. tztztz

chill out 19/06/2008 19:41
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-0+

Naja, ich kritisiere zwar auch die üblichen Argumentation von RIAA und Konsorten, ebenso bin ich auch der Meinung, dass sie die aktuelle Situation zum großen Teil selbst verantworten müssen. Aber ich kann die Vorgehensweise durchaus verstehen. Wenn ich mich im Recht glauben würde, würde ich auch alle legalen Mittel ausschöpfen, um an mein Geld zu kommen.

Und: Schimpft nicht immer über das amerikanische Rechtssystem, auch unseres hat seine Schwächen... :)

Anonymer Nutzer 19/06/2008 19:42
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-0+

was soll man dazu noch sagen, hauptsache der Bürger wird von der Musikindustrie gnadenlos abgezogen und dazu noch mit miesen Tricks.
Eine Frechheit

Lexington 19/06/2008 19:56
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-3+

Na, ganz so grundlos wird es nicht sein. ich bin mir ziemlich sicher das über 95% der Abgemahnten (in Deutschland) zurecht abgemahnt wurden. Das System "Abmahnunwesen" funktioniert nicht zuletzt wegen dem schlechten Gewissen der ertappten Sünder. Allerdings sehe ich genauso das hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, das die MI diesen Wildwuchs nicht zuletzt deshalb selbst zu verantworten hat, weil sie es versäumt hat rechtzeitig Konkurrenzfähige Angebote (und das ist nicht nur der Preis) bereitzustellen und natürlich das die existenzbedrohenden Forderungen wegen Bagatellen in keinem Verhältnis zum tatsächlich entstandenen Schaden stehen.

TheWickedOne 19/06/2008 19:58
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-0+

vielleicht müsst ihr einfach die musikrichtung wechseln. in meinem genre krieg ich die cds zwischen 10 und 16 Euro. ka was so "normale" cds in allgemeinen läden kosten. aber ich hab kein problem damit cds zu kaufen. und dadurch komm ich auch nicht mit irgendwelchen institutionen ins gefecht --> kauft euch einfach die cds. wenn man musik gut findet sollte man die künstler auch unterstützen, auch wenn das heutzutage bei musik, dies in normalen geschäften zu kaufen gibt öfter mal kein künstler mehr dahinter steckt - ich weiß die diskussion is oft genug geführt worden, aber ich wollt das einfach nur mal sagen, weil hier alle so rumbrüllen, wie scheisse das is.

MfG

TheWickedOne 19/06/2008 19:58
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-0+

was für ein satzbau...oh mann...sry

borizb 19/06/2008 19:59
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-0+

Boston Legal lässt grüßen :D

chill out 19/06/2008 20:04
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-0+

schrieb :

was soll man dazu noch sagen, hauptsache der Bürger wird von der Musikindustrie gnadenlos abgezogen und dazu noch mit miesen Tricks.
Eine Frechheit



Kurze Frage: Wer wird denn durch die Musikindustrie abgezogen? Mich haben die noch nie abgezogen.

Gluehwurm 19/06/2008 20:35
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-0+

Hey jetzt mal Ernst!
die machen verluste im aber Millionen berreich!
Lach!!!! Scherz bei seite!!!! Kicher!!!!

Ja, man hört es immer wieder, der Musik industrie sind wider millionen durch Raubkopien entgangen,
total überzogene Zahlen, den nur weil ein track tausend mal geladen wurde heißt das nicht dass der auch tausend mal gekauft worden währe!!!

Derfnam 19/06/2008 21:44
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--1+

@ Gluehwurm: Wirklich, ganz ernsthaft: wie alt bist du? 7 (sorry, ich will keine 7jährigen beleidigen) ? Wie kann man nur so einen vor Rechtschreibfehlern strotzenden Sondermüll absondern?
Inhaltlich stimmt das ja, aber die Form ist mit erbärmlich noch nett beschrieben.

derGhostrider 19/06/2008 21:44
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-3+

@Gluehwurm:

Bei Filmen rechnen die ganz einfach so:
Jeder, der einen Film herunterlädt, ...
... wäre mindestens einmal in eine total überteuerte Kinovorstellung gegangen, vermutlich sogar einmal in seiner Sprache und einmal in der Originalversion.
... hätte sich den Film mindestens einmal aus der Videothek ausgeliehen
... hätte sich den Film einmal gekauft
... hätte sich den Film nochmal gekauft - als special Edition.

Nur so kommt man auf deren Summen.

Wenn man das mal mit der Realität vergleicht.....

aspro 19/06/2008 21:53
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-0+

Seit wann darf jemand für die selbe Sache zweimal angeklagt werden?

Gray_ 20/06/2008 00:04
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-0+

@aspro:
Das ist ja grad der "Joker"...
...diesmal ist nicht der letzte Angeklagte angeklagt, sondern "john Doe"...
es geht ja um ein "Grundsatzurteil". :-(

%-)
Greetz,
Gray_

KatSeiko 20/06/2008 01:25
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-0+

Jetzt fehlt nur noch ein Richter, der sagt "der Beklagte heißt nicht John Doe, Klage abgewiesen". :)

Lexington 20/06/2008 08:34
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-0+

Soweit ich weiss kann in Deutschland zwar gegen unbekannt ermittelt werden, aber ohne einen eindeutig Beklagten kann gar kein Gerichtsverfahren eröffnet werden. Na ja, in USA ist das Rechtssystem ein anderes und langsam wird es Zeit das diese Rechtsunsicherheit aufhört. Wenn es endlich ein Grundsatzurteil gäbe und eine eindeutige Festlegung was erlaubt ist bzw was vom Recht auf Privatkopie abgedeckt ist und was nicht dann wüsste man wenigstens woran man ist. Aber wahrscheinlich sitzen in den Parlamenten zuviele Anwälte, die sich selber nicht die Möglichkeiten für ein lockeres Leben nach ihrem Mandat nehmen wollen. Das formulieren von schwammigen Gesetzten ist ja im Augenblick vor allem in D Mode. Da helfen auch Lippenbekenntnisse nicht "Wie es denn gemeint war". Entscheidend ist wie ein Richter auslegen kann und das auch tut.

Anonymer Nutzer 20/06/2008 08:38
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-0+

Immer die selbe Laier: Man rechtfertigt den Download mit den überhöhten Preisen. Wenn Euch die Preise zu hoch sind, dann kauft doch einfach nicht! Punkt. Natürlich kann man es anmassend finden, wie hier mit Kanonen auf Spazen geschossen wird. Aber zum einen denke ich, dass auch die RIAA nicht die Rechnung macht, dass ein Download eine Kauf ist (auch wenn sie sicher zu optimistisch rechnen) und zum anderen sind Filme und Musik keine überlebenswichtigen Güter. Also, wenn sie das Geld nicht wert sind, dann einfach nicht kaufen.
Gruss Zimmi

gscheitmeier 20/06/2008 10:37
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-0+

Mir kommt auch vor, dass sich einige überwiegend durch solche Prozesse finanzieren.
Eigentlich sollte der gut verdienen, dessen Filme gut sind und nicht der die besseren Anwälte hat....
Dass eine Raubkopie den Markt schädigt ist nicht neu und wohl unbestritten. Wer seine Raubkopie auch noch zu rechtfertigen versucht... - naja da braucht man nicht weiter reden.
Dass die Preise teilweise zu hoch sind ist richtig, die einzig richtige Reaktion darauf kann nur sein: NICHT kaufen.
Ich finde auch einige Dinge im System nicht in Ordnung und man sollte das auch ernsthaft hinterfragen, aber in den Rechtsbruch abzugleiten und das dann auch noch sein falsches und anscheinend bei vilen ganz bewusst illegales Handeln rechtfertigen versuchen ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.

Rach78 20/06/2008 16:24
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-0+

Zitat :Immer die selbe Laier: Man rechtfertigt den Download mit den überhöhten Preisen. Wenn Euch die Preise zu hoch sind, dann kauft doch einfach nicht


Damit ist das Problem nicht vom Tisch.
Was ne Sauerei ist dass man wegen einer illegal gezogenen mp3 gleich mehrere 100euro zahlen soll, und das teilweise ganze Existenzen zerstört werden.
10Euro pro Raubkopierten Song würden es ja auch wohl tun, und das wäre sicherlich auch nen ausreichendes Lehrgeld.
Wenn ich seh dass Leute verknackt werden die mit illegal verkauften mp3 noch Geld verdienen dann hab ich damit echt 0 Mitleid, wenn ich aber seh wie ne ganze Familie plötzlich fast alles verkaufen muss nur wegen nen paar Liedern dann bekomm ich echt das kotzen!!!
Das ganze hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun, da kann man jemanden auf die Schna**e hauen und hat weniger zu befürchten.

Ich kann auch gut verstehen wenn manche Jugendlichen dann wenn sie wegen der Scheiß MI nen Berg voll schulden haben auch gar net mehr arbeiten gehen, wieso auch wenn sie eh wieder alles abgeben müssen??

Überteuerte Preise rechtfertigen keinen illegalen Download, aber fördern diesen natürlich irgendwo.
Wenn mir mein Nachbar 10euro klaut dann soll er schon dafür belangt werden, ihm allerdings seine Zukunft zu zerstören ist alles andere als klug und fair.
Bei ner Schlägerei inner Disco kommt der Täter mit Bewährungsstrafe davon, bei 5 illegal gesaugten mp3 kostet ihn das aber gleich paar monatsgehälter??? Einfach traurig

Anonymer Nutzer 21/06/2008 05:57
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-0+

@Zimmi (Immer die selbe Laier: Man rechtfertigt den Download mit den überhöhten Preisen.)

Musik ist ein Kulturgut. Selbst wenn man kein und wenig Geld hat möchte, vielmehr muss, man als gebildeter Mensch auch an dieser Kultur teilhaben. Denn das ist unsere Kultur. Resultate aus unserer Gesellschaft gehören allen, genau.

Ob Dir das passt oder nicht ist irrellevant. Es ist auch völlig egal ob es "illegal" ist oder nicht. Nur weil etwas "rechtens" ist, heist das noch lange nicht das es moralisch und ethisch richtig ist.

Zur Zeit ist aber genau das ins Hintertreffen geraten - das wird sich aber mit dem Verbreiten anonymer Tauschmöglichkeiten, anonymen Surfen und Verschlüsselung generell, wieder ändern.

Wir wollen doch alle eine wehrhafte Demokratie nicht? Dann beklag Dich nicht! Die Menschen habe ein Recht darauf, ihre genommene demokratische Freiheit wieder zurückzuerobern.

Kda

Anonymer Nutzer 21/06/2008 21:25
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-0+

@ Rach78
Nun, mir sind bis jetzt noch keine Fälle bekannt, in denen jemand für zehn/zwanzig mp3 um seine Existenz gebracht worden ist. Vor hören sagen lernt man lügen, heisst es ja so schön. Meistens werden absurd-hohe Forderungen gestellt - welche wohl auch vor Gericht nicht Stand halten würden - um sich aussergerichtlich (ist wohl für beide besser) auf einen entscheidend niedrigeren Betrag zu einigen.

@ Kda

Ach ja Kulturgut. Nun, welche Musik wird im grossen Stil heruntergeladen? Ach ja, Mainstream. Auch wenn ich durchaus anerkenne, dass auch Mainstream durchaus als Kultur bezeichnet werden kann - ja sogar sollte -, so ist diese Musik nahezu jederzeit frei zugänglich. Im Radio wird laufend diese "Kultur" rauf und runter gespielt. Dort kommt man "als gebildetes Mitglied" dieser Gesellschaft kostenlos - Empfangsgebühr mal nicht eingerechnet - zu diesem "Kulturgut". Doch auf diesem Weg, kann der Urheber dieser "Kultur" an seiner "Kultur" immerhin noch etwas verdienen, da die Radiostationen ja für jedes Sender dieser "Kultur" ihren "Kulturbeitrag" zahlen müssen.
Ich versuche mir geade auszumalen, welche schulische Ausbildung Du genossen hast, welche Lehrer welche Sicht der Welt vermittelt haben, und in welchen Kreisen Du dich aufhälst. Nun, da stellen sich mir ziemlich klischeehafte Bilder ein, und ich denke, dass es da immer eine Kluft der Ansichten geben wird. Aber dies ist ja nur eine Vermutung.

Gruss Zimmi

sveni2211 23/06/2008 09:38
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-0+

Ich denke mal das Problem mit der freien Zugänglichkeit ist ja wohl, dass man dort nichts vernünftig aufzeichnen kann. Im Radio wird ja jedes Musikstück mit Kommentaren zugebabbelt.

Die Forderungen der RIAA/MPAA finde ich allerdings auch total überzogen. Zum einen denke ich schon, dass ein Problem der Preis ist. In letzter Zeit hat sich da zwar was getan in der Form dass es abgespeckte DVD's gibt von Filmen für 8-10 Euro. Das finde ich durchaus Ok. Allerdings erscheinen die meistens zeitversetzt, man will halt erstmal versuchen mehr Kohle zu scheffeln mit den Super-Special-Editions. Aber mal ehrlich, wer schaut sich das Bonus- Material wirklich immer an? Zumindest ich kann im allgemeinen Verzichten.

Bei der Musik haben die wirklich die Zeit verpennt. Was ist denn das Hauptproblem der Musikindustrie? Die CD's (!) bleiben in den Regalen. Ich denke vielfach ist es nicht der Preis, auch wenn 14-20 Euro teils wirklich sehr "großzügig" bemessen sind. Man hat hier einfach die Technik verschlafen. Ich habe persönlich keinen Discman mehr zu Hause. Die sind groß, klobig und die Lebensdauer der Batterien bei ständig laufendem Spindelmotor... Die Leute haben doch längst aufgerüstet auf MP3 Player. Wenn man sich nun aber eine CD kauft, was prangert da so gut wie immer? "Dieses Medium ist durch technische Verfahren kopiergeschützt." Ich kaufe also legal die Musik, kann sie aber auf dem MP3 Player meiner Wahl nicht abspielen. Außer ich breche ein Gesetz und umgehe den Kopierschutz. Viele sind da technische nicht so bewandert, der Weg sich die Schutzbefreite Version runter zu laden ist einfacher. Ich denke, das ist ein nicht unerheblicher Punkt.
Ja, es gibt mittlerweile legale MP3 Angebote. Aber da hat mich neulich fast der Schlag getroffen. Ich suchte zwei einzelne Lieder. Die Alben wurden jeweils für rund 9 Euro angeboten. Ein fairer Preis, wie ich finde. Wenn man nun aber auf der Suche nach einem einzelnen Song ist, ist man verraten und verkauft. Der gesunde Menschenverstand würde ja sagen, dass der Einzelsong zwischen 1/10 und 1/12 des Albums kostet - weit gefehlt. Für einen Einzelsong wollten die Telekomiker doch tatsächlich 2,99 Euro. An der Stelle sollte man die Angebote wirklich überdenken.
Dann kann sich die RIAA/MPAA das Geld für die Klagen in Zukunft vielleicht sparen. Ich meine, die 20 Millionen die sie von den Donwload- Kiddies verlangen, werden die in der Regel ja wohl kaum bekommen und betreiben da eigentlich nur Lobby- Arbeit. Wirklich Gewinn mit den Klagen machen die ganz sicher nicht...

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