SAS – Das Wesentliche in Kürze
Im Gegensatz zu SATA arbeitet SAS im Vollduplex-Modus und bietet seine volle Bandbreite somit in beide Richtungen. Wie bereits in der Einführung erwähnt werden SAS-Verbindungen unter Verwendung einer eindeutigen Geräte-Adresse stets durch einen physischen Link erstellt, während SATA vergleichsweise einfache Verbindungen von Port zu Port aufbaut. Jede SAS-Adresse kann aus mehreren PHYs bestehen und damit breite Links über Infiniband- (SFF-8470) oder MiniSAS-Kabeln (SFF-8087 und 8088) herstellen. Normalerweise werden vier SAS-Links, die jeweils einen PHY nutzen, durch einen breiten SAS- Link und optional über Expander geroutet, um so die Verbindung mit den SAS-Endgeräten herzustellen. Expander gelten allerdings nicht als SAS-Geräte, sondern vielmehr als Switches. Funktionen wie Zoning ermöglichen nun die Zuweisung einzelner SAS-Geräte zu konkreten Initiatoren. Und genau hier kommt die höhere SAS 2.0-Geschwindigkeit von 6 Gbit/s zum Tragen, da die Vier-Port-Verbindungen jetzt die doppelte Bandbreite bieten. Und schließlich sind bei SAS-Geräten auch mehrere SAS-Adressen möglich: Festplatten dürfen über zwei Ports verfügen – soll heißen sie sind mit zwei SAS-Adressen mit jeweils einem PHY ausgestattet.
Links, Stecker und Verbindungen
Source: SCSI-TA.
SAS-Verbindungen werden unter Verwendung des SSP (Serial SCSI Protocol) von SAS-Port zu SAS-Ports erstellt, werden allerdings unter Verwendung von einem oder mehreren Links von PHY zu PHY zwecks Steigerung der Bandbreite erstellt. Das Protokoll wandelt mit Hilfe von 8b/10b-Kodierung 8-Bit-Bytes in 10-Bit-Einheiten, um Fehlererkennung und hohe Signalintegrität durch Gleichspannungsausgleich und Taktrückgewinnung aus dem Datensignal zu ermöglichen (Taktbestimmung des Senders zum Abtasten des Empfangssignals).. Für den Übertragunsgmodus mit 3 Gbit/s führt das zu einer effektiven Brutto-Bandbreite von 300 MB/s und für Verbindungen mit 6 Gbit/s zu 600 MB/s. Die gleiche Kodierung gilt übrigens auch bei FibreChannel, Gigabit Ethernet, Hypertransport, Firewire 1394b, PCI Express etc.
SAS- und SATA-Strom- sowie Datenstecker unterscheiden sich im Großen und Ganzen kaum. Während bei SAS Strom und Daten in einem physischen Stecker zusammengeführt werden (SFF-8482 auf der Geräteseite – SATA-kompatibel - und SFF-8484) sind bei SATA zwei Kabel notwendig. Die Aussparung zwischen den Daten- und den Strom-Pins (siehe Bild oben) wird bei SAS gefüllt, wodurch verhindert wird, dass ein SAS-Gerät an einen SATA-Controller angeschlossen werden kann. Umgekehrt kann man SATA-Geräte ohne Expander-Hardware oder auch durch STP (SATA Tunelling Protocol) problemlos auf SAS-Hardware betreiben. Mit STP steigen allerdings die Latenzzeiten etwas, da hier Dwords durch die Expander geleitet werden, welche im Gegensatz zu SATA die Verbindung zwischen den Endgeräten herstellen müssen. Allerdings ist die Latenz hier auch weiterhin annehmbar gering.
Domänen und Expander
SAS-Domains lassen sich am besten mit baumartigen Strukturen vergleichen, die Sie in etwa auch von Ethernet-Netzwerken kennen. Sogenannte SAS-Expander ermöglichen die Verwaltung einer großen Anzahl an SAS-Geräten. Allerdings funktioniert das ganze im Gegensatz zu Packet-Switching zahlreicher anderer Netzwerke hier basierend auf Link-Switching. Bei einigen Expandern sind SAS-Geräte mit integriert, bei anderen wiederum nicht. SAS 1.1 definiert Edge-Expander, mit denen ein SAS-Initiator mit bis zu 128 zusätzlichen SAS-Adressen kommunizieren kann, und auf SAS-Geräte wird entweder direkt oder durch Table-Routing, also anhand einer Routing-Tabelle, zugegriffen. Sollte der Edge-Expander das SAS-Ziel nicht kennen, so kommt so genanntes Subtractive Routing über den dafür vorgesehenen Port zum Einsatz. Da auf Edge-Expandern lediglich einer dieser Anschlüsse verfügbar ist, können in einer SAS 1.1-Domäne lediglich zwei Edge-Expander verwendet werden. Allerdings kann man unter Verwendung eines Fanout-Expanders bis zu 128 Edge-Expander betreiben, was die mögliche Struktur Ihrer SAS-Speicherlösung drastisch vergrößert. Der Fanout-Expander leitet Subtractive-Routing-Anfragen zu den verbundenen Edge-Expandern weiter. Da diese Unterteilung der Expander allerdings als zu komplex galt, ist mit SAS 2.0 Schluss mit dieser Differenzierung.
Schließlich ist wichtig zu erwähnen, dass Schleifen (loops) und mehrere Pfade bei SAS verboten sind. Alle Verbindungen müssen exklusiv und Punkt-zu-Punkt darstellbar sein, wobei die Breite des Links und somit dessen Bandbreite skalierbar ist.
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Dieser Artikel ist zwar interessant, aber lasst doch bitte vor der Veröffentlichung jemanden die Artikel Korrektur lesen.
"Mit SAS 2.0 verdoppelt sich die Speicherbandbreite pro Port von 3 auf 6 Gbit/s. Allerdings bringt ..."
"Allerdings" drückt eine Einschränkung oder einen Gegensatz aus. Der nachfolgende Text ist aber keines von beidem.
"Letzteres dürfte am ehesten der Aufhänger für SAS 2.0 taugen, obwohl..."
"Letztlich scheint die Wandlung von SAS in einen echten Kontrahenten selbst für FibreChannel-Lösungen in komplexen Enterprise-Szenarien komplett."
"Anwender mit Upgrade-Ambitionen können hingegen langsam ans Werk ;"
Schreibt doch mal bitte deutsche Sätze. Verben werden von den Autoren woh für überflüssig gehalten.
Woh oder wow?

Erbsenzählen (bzw. Erbsen zählen) bei 30° im Schatten ist zugegebenermaßen auch Stress. Da kann man schon mal ein l vergessen. Das gleiche Recht sollte man jedoch auch den Autoren / Übersetzern zugestehen
@FormatC
- Wenn ich Tippfehler auch noch zitiert hätte, wäre mein Text noch länger geworden
- Es gibt manche Ansprüche, die ich an Redakteure/Autoren stelle. Diese Ansprüche stelle ich aber nicht an mich, da ich kein Redakteur/Autor bin
@FormatC
Das hat nichts mit erbsenzählen zu tun.
In manch einem Artikel haben sie sich sogar als THG Ingenieure bezeichnet.
Ganz klarer Fall von Wunschdenken und Überheblichkeit.
Die Qualität der Artikel (nicht speziell dieser Artikel) lässt sehr zu wünschen übrig.
Das Deutsche Portal beschäftigt anscheinend nur Dolmetscher Praktikanten die mit zwei Wochen Verzug von der US-Seite übersetzen.
Die US Seite beschäftigt anscheinend nur Möchtegern-Informatiker.
Von den Rechtschreibfehlern würde ich absehen wenn Hintergrundwissen und geistige Leistung serviert wäre... Benchmarks und "zusammengepastetes" Pressematerial gehören jedoch nicht dazu.
Ich bin garantiert nicht der Einzige der THG immer weniger besucht. Die Werbung wird immer größer und unerträglicher und die Artikel inhaltsärmer.
Bitte bleiben Sie sachlich und diskutieren Sie zum Artikelthema oder eröffnen Sie im Forum einen anderen Thread. Mit solchen Aussagen mögen Sie Ihre persönlichen Dämonen befriedigen, dienen aber damit letzlich niemandem. Danke.
Die 15K.7 klingt interessant, aber wie schon bei den Vorgängern ergibt es diese merkwürdigen Benchmarkergebnisse, die auch hier zu sehen sind:
Zugriffszeiten sehen gut aus, sequentielle Transferraten schießen durch das Dach, aber in der tatsächlichen Verwendung rennen Fujitsus den Seagates einfach davon.
Was dies betrifft, bin ich auf ausführlichere Benchmarks gespannt!
SAS ist eine interessante alternative zu externen storages im vergleich zu FC und iSCSI leider ist aber meist die controller hardware in den storages das problem da es aufs entry-level abziehlt. das sich aber auch anfangs verpöhnte storages durchsetzten sieht man aber an netapp...SAS wird aber immer nur eine alternative sein für den mittelstand wenns um externe lösungen geht. iSCSI ist flexibel und günstig fürs entry und FC einfach zu bewährt und eingesessen vorallem jetzt mit 8gbit die FC lobby wird man nie vertreiben von den wirklich großen lösungen

aber der artikel gibt etwas einsicht was alles möglich wäre wenn die hersteller und der markt es denn wöllte
@pzero
ich kann leider salis & darkfate sehr gut verstehen.
Habe selber über 10 Jahre lang mehrmals täglich bei Tom's Hardware reingeschaut und tummle mich mittlerweile im Schnitt nur noch 2x im Monat auf dieser Seite. Ich habe von Februar 08 bis 09 versucht konstruktive Kritik zu üben, kann aber die Kritik von darkfate leider nicht dementieren...
Seit der Übernahme durch 'Best of Media' hst sich hier vieles verändert... leider nicht zum Guten...
MfG, Tux-Job