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Atto hat zwei RAID 5 SAS/SATA-Controller auf PCI-Express-Basis im Angebot: Zum einen den R380 mit zwei High-Density-Ports für den Anschluss von bis zu acht Geräten und zum anderen den R348 mit einem Port für vier externe (SFF 8088) und zwei Ports für bis zu acht interne Geräte (SF 8087). Allerdings stehen Ihnen insgesamt höchstens acht Ports – intern oder extern – zur Verfügung. Laut Atto ist diese Funktion noch immer einzigartig, weshalb wir für diesen Test auch lieber den R348 auswählten, der uns – verglichen mit dem R380 – flexibler erscheint.
Zuerst die Schattenseiten: Dieser Controller unterstützt kein RAID 6 und die Vielzahl der unterstützten Betriebssysteme ist geringer als beim Controller von Adaptec. Atto bietet zwei Jahre Garantie auf sein Produkt, während Adaptec, ICP und Ciprico/RAIDCore seinen Kunden eine dreijährige Garantie zusichern. Nachdem wir unsere Tests bereits abgeschlossen hatten teilte uns Atto mit, dass der Controller mit Standard-Einstellungen nicht in jedem Fall die maximale Leistung bietet. So aktiviert das Feature RGSSppedRead eine Read-Ahead-Funktion für RAID-Laufwerke; allerdings nur, wenn diese Funktion auch über das Command Line Interface aktiviert wurde. Eine zu kurze Beschreibung hierzu findet man auf einer der letzten Seiten des Benutzerhandbuchs. Die Lese-Leistung verbessert sich mit aktiviertem RGSSpeedRead eindeutig, allerdings hatten wir nicht mehr genug Zeit, um alle Tests zu wiederholen. Atto sollte in Erwägung ziehen, diese Funktion werksseitig zu aktivieren oder das Handbuch um ein Kapitel zum Thema Leistungsoptimierung zu erweitern. Die Java-basierte Schnittstelle des R348 verlangt dem Anwender zwar nicht besonders viel ab, bietet aber auch nicht zu viele Möglichkeiten. Uns hat zudem gestört, dass man sich bei Atto registrieren muss bevor man in den Genuß von Software-Downloads kommt.
Der Express SAS R348 ist – wie andere Karten auch – eine Low-Profile PCI Express Add-On-Karte, die acht PCIe-Lanes zur Kommunikation mit dem Hostsystem verwendet. Anders als die Produkte von Adaptec und ICP bietet dieser Controller 256 MB DDR2-Speicher mit ECC und verwendet zudem einen weiterentwickelten XScale-Prozessor IOP 348 mit 800 MHz. Die Ergebnisse der I/O-Benchmarks waren zwar gut, jedoch nicht ganz vorn mit dabei.
Der RAID-Controller von Atto unterstützt alle wesentlichen RAID-Level von RAID 0, 1, 10, 5 bis 50. Auch die Ausführung von JBOD und sogar RAID-Level 4, der alle Paritätsinformationen auf einer einzelnen Festplatte ablegt, ist für den Atto-Controller kein Problem. Wo RAID 3 lediglich Single-Byte-Stripes erstellt, erzeugt RAID 4 Stripesets aus größeren Datenblöcken. Was Leistung angeht, ist RAID 4 verglichen mit RAID 3 eindeutig im Vorteil. Die noch nicht vorhandene Unterstützung von RAID 6 und 60 wird laut Atto bald folgen. Dasselbe gilt für eine Backup-Batterieeinheit, die noch nicht erhältlich ist. Unterstützt werden Windows Server 2003, Windows 2000, Windows XP und Windows Vista, Max OS X 10.4 und drei verschiedene Linux-Distributionen. Solaris, FreeBSD oder Netware werden nicht unterstützt.
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Ein Nachtrag zu diesem Test mit dem neuen Areca ARC-1680, der ja auch SAS und SATA parallel unterstützt, wäre hochinteressant.
Mich würde bei der xor-Berechnung über die CPU die Prozessorauslastung (und der dadurch enstehende Mehrverbrauch) interessieren, da bei den IOPs die Verlustleistung im Bereich 15W liegen wird. Vieleicht entsteht durch den stark spezialisierten IOPs ein Vorteil im Bezug auf die Gesamtverlustleistung des Systems.