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2,5” contra 3,5” – Desktop gegen Notebook – HDD contra RAM und Flash

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17:00 - 07/01/2008 von Patrick Schmid, Achim Roos

Die meisten derzeit erhältlichen Flash SSDs wurden in einem 2,5”-Formfaktor auf den Markt gebracht, der vorherrschenden Größe in der breiten Notebook-Masse. Ultra-portable Geräte und tragbare MP3-Player wie der Klassiker iPod und andere verwenden zum Teil 1,8”-Laufwerke. Während 1,8”-Festplatten mit bis zu 120 GB geräumig, schnell genug und kosteneffizient für Multimedia-Anwendungen sind, ist die Performance des Festspeichers der einzige Faktor, der Notebooks wirklich noch von Desktop-Rechnern trennt - wenn man vom Display einmal absieht . Deshalb ist es auch sinnvoll, eine 2,5”-Notebook-Festplatte durch eine 2,5” Flash SSD zu ersetzen.

Aufgrund des kleineren Platten-Durchmessers erreichen 2,5”-Laufwerke nicht die gleiche absolute Umdrehungsgeschwindigkeit wie 3,5”-Festplatten, obwohl die relative Umdrehungsgeschwindigkeit identisch ist (5.400 bzw. 7.200 U/Min). Genau deshalb ist für Notebook-Festplatten bei unter 70 MB/s Schluss. Verglichen mit den 80 bis 115 MB/s einer 3,5”-Festplatte ist dieser Unterschied deutlich bemerkbar. Je höher Ihre Übertragungsraten sind, desto schneller können Sie Windows bzw. Anwendungen hochfahren, den nächsten Level Ihres Lieblings-3D-Spiels laden, ein Visual Studio-Projekt bearbeiten oder Dateien vom bzw. auf das Laufwerk kopieren.

Da Daten oftmals nicht sequenziell geschrieben, sondern über verschiedene Bereiche der gesamten Scheibe verteilt werden, spielt auch die Zugriffszeit des Laufwerks eine Rolle. Wenn sich ein Laufwerk um mehrere Anfragen gleichzeitig kümmern muss, kommen auch Zugriffszeit und I/O-Performance – die auf typischen Zugriffsmustern beruht – mit ins Spiel. Die optimale Festplatte bietet also beste Daten-Transferraten bei minimaler durchschnittlicher Zugriffszeit.

Erfüllen könnte man diese idealistischen Anforderungen am ehesten mit DRAM, der einen Durchsatz von mehreren Gigabits pro Sekunde bietet (je nach Busweite und Taktrate). Gleichzeitig sind Zykluszeit und Zugriffszeit von DRAM nur wirklich wichtig, wenn der Speicher auch tatsächlich als Hauptspeicher im PC verwendet wird. Wenn dieser dagegen zu Storage-Zwecken zum Einsatz kommt gibt es praktisch keine Zugriffszeit mehr, die für messbare Verzögerung sorgen könnte. Allerdings gibt es auch beim DRAM einen Nachteil, durch den diese Technologie als Festplatten-Ersatz nicht pauschal in Frage kommt: Hierbei handelt es sich um volatilen (flüchtigen) Speicher, der die Transistor-Zustände und die gespeicherte Information nicht erhält sobald kein Strom mehr anliegt. Entsprechende Lösungen, die wir empfehlen könnten, sind für die Mehrheit der Anwender nicht bezahlbar; das HyperDrive 4 von HyperOS/Accelerated Logic bietet die gewünschte Maximalleistung; allerdings machen sowohl das Gerät als auch der erforderliche Speicher das Gesamtpaket viel zu teuer.

Wer die Entwicklungen von Kapazität und Preis auf dem Flash-Markt verfolgt hat, weiß, dass es bei dieser Speichertechnologie in den vergangenen Jahren zum größten Preisverfall gekommen ist. SD-Speicherkarten mit einer Kapazität von 2 GB sind bei vielen Online-Händlern bereits für 10 Euro zu haben und auch 8 GB USB 2.0 Flash-Laufwerke gibt es bald schon für unter 50 Euro. Warum sollte man also Flash nicht auch als dauerhaftes Speichermedium verwenden? Wir hatten uns vor einem Jahr zunächst das 32 GB Flash SSD von Samsung angesehen. Dieser Prototyp basierte auf UltraATA/66 und lieferte gute Performance, war aber immer noch viel zu teuer für die breite Masse.

Der nächst größere Schritt war dann die Verfügbarkeit von schnelleren Flash SSDs mit SATA/150-Interface zu Beginn des Jahres. Heute verwendet man vorherrschend SATA-Anschlüsse, sowohl im Bereich von Notebooks als auch bei Desktop-Rechnern. SanDisk war der erste Hersteller, der den Vorstoß wagte, und das Flash SSD SATA 5000 2,5” schlug sich in unserer Benchmark-Suite gut. Allerdings gibt es bei Flash-Speicher auch einen entscheidenden Nachteil: Seine Fähigkeiten bei zufälligen Schreibzugriffen sind eingeschränkt. Für durchschnittliche Anwender ist das kein Problem; ihnen werden Flash SSD auch weiterhin zu einem spürbaren Leistungssschub verhelfen. Dennoch wird eine schnelle, herkömmliche Festplatte häufige, zufällige Schreibzugriffe immer noch schneller ausführen als bisherige Flash SSD-Laufwerke. Gerade für Server ist das ein wichtiges Entscheidungskriterium.

Bei Preisen um 300 Euro und aufwärts sind 32 GB Flash SSDs für leistungsbewusste Anwender durchaus ansprechend, aber bis zur perfekten Lösung ist es noch ein langer Weg. Die begrenzte Kapazität von 32 GB ist für Notebooks nur begrenzt tragbar, da beispielsweise die meisten Tom’s Hardware-Redakteure für alle persönlichen Daten und Projektdaten eine zusätzliche, externe Festplatte mit sich herumschleppen müsste. Allerdings braucht nicht jeder Anwender für unterwegs 32 GB. Zudem passt ein schnelleres System-Laufwerk mit 2,5“ mit Hilfe eines kleinen Einbaurahmens auch prima in einen Desktop-Rechner. Hier können Sie jederzeit eine Festplatte mit großer Speicherkapazität hinzufügen. Für solch ein Szenario ist die SSD von Mtron gut geeignet; allerdings liegt der Preis der 32 GB-Modells bei deutlich über € 1.000 – allerdings bricht es dafür auch sämtliche Geschwindigkeitsrekorde.

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Kommentare zum Beitrag
kiu77 07/01/2008 20:41
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Seite 8 die zweite Grafik enthält Fehler...

gamefreaktegel 07/01/2008 21:02
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Mich verwundert auch auf S. 8 die zweite Grafik... sind die Mtrons beim PCMark-Benchmark wirklich so schlecht? Insbesondere @raid0!

Strezz0r 08/01/2008 02:14
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"auch wenn dieser bislang nicht aufgeklärte Makel noch nicht aufgeklärt ist"

Bei dieser Wortwiederholung scheinen sich Worte zu wiederholen. ;)

mieleman 08/01/2008 09:22
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"Die Leistungsaufnahme ist leider doppelt so hoch wie bei anderen Flash SSDs, aber immer noch ein Bruchteil dessen, was eine 3,5”-Festplatte aus der Hochleistungssparte aufnimmt. Absolut gesehen gehen wenige Watt in Ordnung, obwohl der Einsatz in Notebooks überlegt sein will."

Nun, ich denke das es wirklich so was von egal ist, wenn jemand so viel Kohle für ein Laufweerk ausgeben möchte, darf und kann er das gerne auch in einem Notebook machen. Mal ehrlich, wie hoch ist mit 2,9 W der Anteil am Gesamtstrombedarf eines Systems, das mindestens einen DualCore hat? ;-)

Was nicht erwähnt wurde, wie warm wird das Laufwerk während der Testdurchläufe?

Gruß Oliver

Supefritz 08/01/2008 10:13
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Was mich viel eher interessiert warum man in dem Preissegment noch mit gewöhnlichen SATA Festplatten vergleicht. Für den Preis einer dieser Festplatten kann ich mir einen SAS-Controller und nen ganzen Raid 15k SAS-Festplatten zulegen. Ein Vergleich damit würde mich viel eher interessieren.

M1n1m3 08/01/2008 12:55
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@ mieleman aka oliver
wie warm wird dein usb stick im betrieb ? ^^

also da die leistungsaufnahme niedriger ist bei ssd-s als bei festplatten und sie auch keine mechanischen teile haben würde ich tippen das sie viel kühler sind als normale festplatten
quasi ca handwarm bzw vernachlässigbar warm

sdtlc 08/01/2008 21:59
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Seite 8, Adobe Photoshop CS3 Startup, "Der Photoshop-Start geht mit dem Mtron-Laufwerk fast halb so schnell vonstatten wir mit einer WD Raptor.", das würde ja heissen, dass der Photoshop-Start doppelt so lange dauert, die Grafik erzählt was anderes, da hat sich wohl jemand verübersetzt.

daabor 09/01/2008 17:06
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Woher/Von wann stammt die Preisinformation?

bei rocketdisk.com:
MSD-SATA6025-032 (wie auf dem Bild im Test)
$579.99(EUR 395.09)
Dem Versand nach DEU steht scheinbar auch nix im Wege

mfg

Snoopy69 13/01/2008 11:38
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Ihr könnt auch die von Hama gelabelten MTRONs nehmen.
Es steckt das Gleiche drin. Nur die Garantieleistung ist anders... ;-)

http://geizhals.at/deutschland/?ca [...] xonoff=off

Siehe auch meine Tests...

http://www.forumdeluxx.de/forum/sh [...] p?t=427495

Snoopy

Anonymer Nutzer 15/02/2008 15:35
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Wie erklärt man sich den superlinearen Speedup bei 2xMtron RAID 0 bei der Windows XP Startup Performance?

kowa 28/03/2008 16:15
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Eine Windows-Installation darauf abzulegen ist sicherlich nett, aber bei den Preisen Verschwendung.
Wie sieht es aus, wenn man die Laufwerke für den "Ready-Boost"-Mechanismus vom Windows Vista einsetzt? Da sollten doch dann die Files im Cache landen, die auch tatsächlich benutzt werden. Die Bisherigen Tests scheiterten meiner Meinung nach an den zu kleinen und zu langsamen Flashs, die überdies per USB angebunden wurden.

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