Mtron SSD 2,5” – 32 GB

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17:00 - 07/01/2008 von Patrick Schmid, Achim Roos

Flash-SSD Solid-State Mtron Flash

Mit einem Gewicht von 114 g und einer Leistungsaufnahme von 2,0 bis 2,9 W sind die Geräte von Mtron so schwer wie eine herkömmliche 2,5”-Notebook-Festplatte und hegen einen genauso großen Energiehunger. Das könnte ein erster Hinweis auf hohe Performance sein, denn Effizienz steht bei High-End-Produkten nicht immer im Pflichtenheft. Für einen Desktop-Rechner sind Gewicht und Leistungsaufnahme unerheblich, da jedes beliebige 3,5”-Laufwerk um einges schwerer ist und etwa zwei bis fünfmal soviel Leistung aufnimmt.

Die Verpackung lässt vermuten, dass es Versionen mit 64 GB und 128 GB geben wird; wir haben zwei 32 GB-Laufwerke erhalten. Davon ausgehend, dass der ursprüngliche Preis des 32 GB-Modells bei knapp € 1.500 liegt, erwarten wir für die Version mit 64 GB einen weitaus höheren Preis. Das 128 GB-Laufwerk soll irgendwann 2008 zu haben sein – dann mit weiteren Performance-Optimierungen und SATA/300-Schnittstelle. Allerdings macht es wohl nur für Manager führender Unternehmen Sinn, ein Notebook mit einer Flash SSD für ein paar tausend Euro auszurüsten. Und es soll Menschen geben, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld. Anwender auf der Suche nach einem schnellen System-Laufwerk sollten sich für eine etwas preiswertere Version einer SSD mit ausreichender Kapazität sowie eine zusätzliche, mechanische Festplatte als Datenspeicher entscheiden.

Das Laufwerk kommt in einem Aluminium-Gehäuse daher und nutzt einen SATA/150-Anschluss. Wir konnten einen maximalen Durchsatz von 94,5 MB/s messen; etwas weniger als die von Mtron versprochenen 100 MB/s. Allerdings ist unser Standard-Controller Promise FastTrak TX4310 nicht der schnellste auf dem Markt. Als wir den Controller anfangs benutzt haben waren die Leistungsunterschiede verschiedener Laufwerke noch deutlich gering; also war nicht abzusehen, dass der Controller eines Tages zu einem einschränkenden Faktor werden würde. Mit dem SATA-Anschluss eines nForce 680i SLI-Motherboards haben wir tatsächlich 100,2 MB/s und beinahe 100 MB/s sequentielle Lesegeschwindigkeit erreicht. Bislang haben wir alle Speicherprodukte auf unserem Storage-Testsytem und mit diesem Promise-Controller getestet, was Vergleichbarkeit gewährleistet. Wir empfehlen dazu einen Blick in unsere 3,5”-Festplatten-Charts oder in die 2,5”-Notebook-Festplatten-Charts, um verschiedenste Modelle zu vergleichen. Da alle Laufwerke mit derselben Hardware getestet wurde, sind die Ergebnisse weiterhin korrekt.

Zurück zu den Leistungsangaben: Die Mtron 32 GB SSD zeigt Zugriffszeiten von weniger als 0,1 ms, was hervorragend ist. Die Transferrate von 94,5 MB/s ist jederzeit verfügbar, während die Leistung jeder herkömmlichen Festplatte abnimmt, sobald Sie die gesamte Speicherkapazität ausfüllen und die inneren, langsameren Bereiche der rotierenden Platten benutzt werden müssen. Das Gerät von Mtron hat die PCMark05 HDD-Benchmarks mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen: Ein einzelnes Mtron-Laufwerk bietet beim Windows XP Startup-Benchmark bessere Performance und bessere Leistung beim Schreiben von Daten als ein RAID 0 bestehend aus zwei SanDisk SSD5000 Flash SSDs. Ein schneller Test mit Photoshop (Zeit zum Öffnen einer umfangreichen psd-Datei) endete ebenfalls mit exzellenten Ergebnissen: 5,4 Sekunden gegen 6 Sekunden für das Laufwerk von SanDisk contra 9,3 Sekunden bei der WD1500 Raptor. Gefühlt ist der Unterschied himmelweit.

Hierbei handelt es sich ebenfalls um die erste Flash SSD, die eine der schnellsten mechanischen SATA-Laufwerke – der Western Digital Raptor mit seinen 10.000 U/Min – das Fürchten lehren kann. Wie Sie im Benchmark-Abschnitt lesen können kam die SSD5000 von SanDisk vor wenigen Monaten nicht einmal annähernd an die I/O-Performance der Raptor heran. Das neue Laufwerk von Mtron liefert hingegen mehrere hundert I/O-Vorgänge pro Sekunde in den Fileserver-, Datenbank- und Workstation-Testläufen und liefert beinahe 5.000 I/Os pro Sekunde in Webserver-Umgebungen, wo zahlreiche kleine Dateien angefordert werden. Eine einzelne Mtron 32 GB 2,5”-SSD liefert somit erstmals I/O-Leistung, die vielfach größer ist als die einer WD Raptor. Alle Server mit Speicher-Flaschenhälsen profitieren zweifellos in erheblichem Maße von einem derartigen Laufwerk – solange die verfügbaren Kapazitäten von bislang 32 GB pro Laufwerk nicht zum Problem werden.

Zwei Mtron 32 GB SSDs in einem RAID 0-Setup miteinander zu verbinden hat zwar nicht exakt eine Verdoppelung der Leistung gebracht, allerdings doch eine Steigerung des Lese-Durchsatzes auf 173-142 MB/s (maximal/minimal) und des Schreib-Durchsatzes auf 149-113 MB/s. Das sind hervorragende Ergebnisse.. Wir stießen im Test auf dieselben Einschränkungen, die schon von AnandTech berichtet wurden: Der Durchsatz ist auf zahlreichen Intel-Plattformen mit der ICH8- oder ICH9-Southbridge auf etwa 80 MB/s beschränkt. Bei Chipsätzen von AMD/ATI oder Nvidia sind uns solche Einschränkungen allerdings nicht passiert.

Flash-SSD Solid-State Mtron FlashFlash-SSD Solid-State Mtron Flash

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Kommentare zum Beitrag
kiu77 07/01/2008 20:41
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Seite 8 die zweite Grafik enthält Fehler...

gamefreaktegel 07/01/2008 21:02
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Mich verwundert auch auf S. 8 die zweite Grafik... sind die Mtrons beim PCMark-Benchmark wirklich so schlecht? Insbesondere @raid0!

Strezz0r 08/01/2008 02:14
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"auch wenn dieser bislang nicht aufgeklärte Makel noch nicht aufgeklärt ist"

Bei dieser Wortwiederholung scheinen sich Worte zu wiederholen. ;)

mieleman 08/01/2008 09:22
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"Die Leistungsaufnahme ist leider doppelt so hoch wie bei anderen Flash SSDs, aber immer noch ein Bruchteil dessen, was eine 3,5”-Festplatte aus der Hochleistungssparte aufnimmt. Absolut gesehen gehen wenige Watt in Ordnung, obwohl der Einsatz in Notebooks überlegt sein will."

Nun, ich denke das es wirklich so was von egal ist, wenn jemand so viel Kohle für ein Laufweerk ausgeben möchte, darf und kann er das gerne auch in einem Notebook machen. Mal ehrlich, wie hoch ist mit 2,9 W der Anteil am Gesamtstrombedarf eines Systems, das mindestens einen DualCore hat? ;-)

Was nicht erwähnt wurde, wie warm wird das Laufwerk während der Testdurchläufe?

Gruß Oliver

Supefritz 08/01/2008 10:13
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Was mich viel eher interessiert warum man in dem Preissegment noch mit gewöhnlichen SATA Festplatten vergleicht. Für den Preis einer dieser Festplatten kann ich mir einen SAS-Controller und nen ganzen Raid 15k SAS-Festplatten zulegen. Ein Vergleich damit würde mich viel eher interessieren.

M1n1m3 08/01/2008 12:55
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@ mieleman aka oliver
wie warm wird dein usb stick im betrieb ? ^^

also da die leistungsaufnahme niedriger ist bei ssd-s als bei festplatten und sie auch keine mechanischen teile haben würde ich tippen das sie viel kühler sind als normale festplatten
quasi ca handwarm bzw vernachlässigbar warm

sdtlc 08/01/2008 21:59
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Seite 8, Adobe Photoshop CS3 Startup, "Der Photoshop-Start geht mit dem Mtron-Laufwerk fast halb so schnell vonstatten wir mit einer WD Raptor.", das würde ja heissen, dass der Photoshop-Start doppelt so lange dauert, die Grafik erzählt was anderes, da hat sich wohl jemand verübersetzt.

daabor 09/01/2008 17:06
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Woher/Von wann stammt die Preisinformation?

bei rocketdisk.com:
MSD-SATA6025-032 (wie auf dem Bild im Test)
$579.99(EUR 395.09)
Dem Versand nach DEU steht scheinbar auch nix im Wege

mfg

Snoopy69 13/01/2008 11:38
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Ihr könnt auch die von Hama gelabelten MTRONs nehmen.
Es steckt das Gleiche drin. Nur die Garantieleistung ist anders... ;-)

http://geizhals.at/deutschland/?ca [...] xonoff=off

Siehe auch meine Tests...

http://www.forumdeluxx.de/forum/sh [...] p?t=427495

Snoopy

Anonymer Nutzer 15/02/2008 15:35
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Wie erklärt man sich den superlinearen Speedup bei 2xMtron RAID 0 bei der Windows XP Startup Performance?

kowa 28/03/2008 16:15
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Eine Windows-Installation darauf abzulegen ist sicherlich nett, aber bei den Preisen Verschwendung.
Wie sieht es aus, wenn man die Laufwerke für den "Ready-Boost"-Mechanismus vom Windows Vista einsetzt? Da sollten doch dann die Files im Cache landen, die auch tatsächlich benutzt werden. Die Bisherigen Tests scheiterten meiner Meinung nach an den zu kleinen und zu langsamen Flashs, die überdies per USB angebunden wurden.

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