Flash SSDs: Freund oder Feind?

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14:20 - 23/12/2008 von Patrick Schmid, Achim Roos

Ein heiß diskutiertes Thema bleiben auch SSDs – Solid-State-Laufwerke auf Basis von Flash-Speicherchips. Bill Watkins bezeichnete das Thema nach wie vor noch als Randerscheinung, da laut seinen Angaben weder Intel, noch Samsung oder San Disk damit tatsächlich Geld verdienten. Das größte Problem von SSDs sei die große Diskrepanz zwischen Produktpreis und Speicherkapazität, da eine SSD ein Vielfaches einer Festplatte kostet und dabei lediglich einen Bruchteil des Speicherplatzes anbietet.

Flash-SSDs für High-End-Server

Schon 2009 will Seagate erste SSDs auf den Markt bringen. Diese werden allerdings nicht für den Endkunden bestimmt sein.

SSDs sind für Seagate dennoch ein wichtiges und Ernst zu nehmendes Thema, in welches jährlich bereits die stattliche Summe von 100 Millionen Dollar inverstiert würde. Aufgrund des ungünstigen Verhältnisses zwischen Speicherkapazität und Preis wird Seagate zuerst im so genannten Tier-0-Bereich des Enterprise Marktes mit Flash-Produkten einsteigen, da hier für maximale Leistung nach wie vor viel Geld bezahlt wird. Bislang gibt es für diesen High-Performance-Bereich Lösungen, bei denen eine Vielzahl von Festplatten (dutzende bis hunderte) zu einem RAID-Verbund zusammenfasst werden – dabei werden aber nur die äußeren 10% der Speicherscheiben tatsächlich verwendet, um Kopfbewegungen zu minimieren und somit maximale I/O-Leistung zu erreichen. Dieser Ansatz, Short Stroking genannt, funktioniert zwar gut, ist aber aufgrund der hohen Laufwerksanzahl teuer und benötigt gleichermaßen viel Platz und Energie.

Seagate geht davon aus, dass bis 2011 etwa 5-10% des Enterprise-Marktes von Flash SSDs bestimmt sein werden. Dies ist wiederum ein Menge, die Seagate genügt, um schon im nächsten Jahr SSDs in diesem Segment zu positionieren – man darf gespannt sein. Seagate sieht gerade in diesem Segment eine Stärke, denn man behauptet etwa 60% des Tier-0-Marktes im Enterprise-Segment und kenne die Bedürfnisse daher besonders gut.

Flash-SSDs in Notebooks

Neben Servern sieht Seagate Low-Cost-Notebooks als Haupteinsatzgebiet für Flash-Laufwerke.

Der nächste Markt, der für SSDs allmählich interessanter wird, ist das Notebook-Segment. Hier gibt es zwar bereits etliche Flash SSDs. Diese kosten aber bei entsprechender Kapazität und Performance meist mehrere hundert Euro Aufpreis gegenüber einer Festplatte. Die Kosten vervielfachen sich; die Kapazität liegt im Gegenzug bei einem Bruchteil dessen, was heute üblich ist: 160 GB bis 500 GB im Notebook und ca. 500 GB bis 1,5 TB in Desktop-PCs. Kosten pro Gigabyte sind in der Praxis etwa 20-100x schlechter als bei Festplatten. Bis 2012 soll die Differenz weniger als Faktor 10 betragen und schließlich für größere Marktdurchdringung sorgen.

Seagate sieht Festplatten für Notebook vorsichtig als Zusatzgeschäft, da die Verkaufszahlen für vollwertige Notebooks leicht unter den Netbooks leiden.

Anfangs hatten viele Netbooks kleine SSD-Speicherlösungen, weil diese wenig Platz brauchten und günstig zu haben sind. Anwender waren allerdings nur zu oft gewohnt, über Speicherplatz in deutlich größerer Menge zu verfügen. Aus diesem Grund werden laut Seagate inzwischen über 75% der Netbooks mit konventionellen Festplatten ausgestattet. Nachdem Microsoft seine Lizenzpolitik geändert hat dürfen Netbooks inzwischen mit Laufwerken bis zu 160 GB ausgestattet werden. Bei Modellen mit Displays größer 8,9“ ist der Einsatz von 2,5“-Laufwerken möglich; darunter ist aus Platzgründen der Umstieg auf 1,8“ nötig, wo Seagate keine passenden Produkte anbietet. Dennoch: Man geht davon aus, dass man Kunden mit SSD-Netbooks oder Geräten mit 1,8“-Systemfestplatten potenziell wieder eine externe Festplatte verkaufen kann.

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Kommentare zum Beitrag
Anonymer Nutzer 25/12/2008 03:44
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Flashkonkurrenz? Wo? :D

Anonymer Nutzer 25/12/2008 03:51
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da gibt es eine technik namens ramp load. entwickelt wurde sie von hitachi.

diese technik soll im idle die festplattenköpfe parken um sie vor headcrashs durch erschütterungen zu schützen und angeblich auch energie zu sparen.

leider haben die entwickler der technik nicht bedacht, das sich in 99,9% aller notebooks nur eine festplatte befindet. und da im betrieb ein betriebssystem nonstop auf der festplatte rumwerkelt bleiben die köpfe natürlich nur ein paar sekunden geparkt, bis der nächste zugriff durch das betriebssystem die köpfe wieder aus dem park zustand herrausreisst.

ergebnis des genazen ist ein äusserst schädlicher mechanismus. meine 3 seagate momentus 5400.4 platten haben so mit 1969 betriebsstunden schon 86432 parkvorgänge hinter sich. laut seagate soll eine festplatte nur 600000 dieser parkvorgänge aushalten können. wenn das nun so weiter geht dann ist die festplatte in 1-2 jahren schrott.

ein simples tool zum abstellen des mechanismus würde ausreichen (man denke zurück an das acoustic management, welches ja auch an und ausgestellt werden durfte), um dieses fast schon selbstzerstörerische verhalten abschalten zu dürfen. western digital hat so etwas schon für seine gp series herausgebracht.

am besten ist, man hält sich die situation nochmal vor augen. die ständigen dateizugriffe von einem betriebssystem machen den ramp load mechanismus quasi überflüssig, da der geparkte kopf wieder sofort aus dem geparkten zustand herausgerissen wird. d.h. jede minute schlägt der parkvorgang bei den gängigsten modellen zu und innerhalb von sekunden wird der geparkte kopf wieder auf die platte zurückgefahren. ein anderer negativer aspekt dieser funktion ist, das die festplatte beim parkvorgang laut klickt und in meinem silent rechner die lauteste komponente ist.

ich hoffe das die hersteller uns benutzern weningstens die möglichkeit gibt ramp load abstellen zu dürfen.

FormatC 25/12/2008 08:32
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Lesen:
http://www.hitachigst.com/tech/tec [...] AB005825FB

Ramp Load/Unload ist an sich gar keine so schlechte Idee, da die Köpfe so nie Kontakt zur Magnetscheibe bekommen - übrigens im völligen Gegensatz zur herkömmlichen Contact-Start/Stop-Technik. So ist die Platte transportsicherer und selbst während des Betriebes, wenn die Köpfe im Leerlauf auf der Rampe geparkt sind, unempfindlich gegen Erschütterungen oder fremde Vibrationen.

Frage:
Wenn nun Dank Ramp Load/Unload die Köpfe nicht mehr auf den Platter landen sondern gewissermaßen in der luft hängen bleibend auf der Rampe, wieso sollte das die Lebenserwartung der Festplatte verkürzen?

Anonymer Nutzer 25/12/2008 14:22
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die köpfe bleiben ja nicht geparkt. das betriebssystem erzeugt ständig dateizugriffe. zumindest windows (auslagerungsdatei, installierte programme und dienste die im hintergrund laufen). selbst mein abgespecktes windows mit absolut minimaler dienste konfiguration arbeitet ständig auf der festplatte.

bei mir im desktop system verhalten sich alle 3 momentus festplatten gleich. alle 1,5 minuten parkt die festplatte die köpfe und windows reisst sie kurz danach wieder aus der parkposition auf den platter. das so etwas auf dauer nicht gesund ist, dürfte jedem klar sein.

Kyp_Duron 27/12/2008 09:07
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Zitat :die köpfe bleiben ja nicht geparkt. das betriebssystem erzeugt ständig dateizugriffe. zumindest windows ...


Sorry aber diese Aussage ist schlichtweg falsch. Sowohl in meinem Notebook mit nur einer Platte, wie auch auf meinem Desktop schalten sich die Platten bei Nichtzugriff sehr wohl ab.

Klar wenn ich nen Virenscanner im Hintergund laufen habe wird das nicht passieren, aber ständige Zugriffe haben explizit nichts mit Windows zu tun. Die kann man auf anderen Systemen genauso haben.

Anonymer Nutzer 27/12/2008 15:10
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Kann mir bitte einer die Begriffe Roundtable (was ist das besondere an einem runden Tisch?) CEO und CFO erklären? das mit dem stellvertretenden Vertriebschef ist soweit klar ...

Anonymer Nutzer 27/12/2008 18:02
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Roundtable: Einfach ein runder Tisch, den Sinn kannst Du hier nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch
CEO: http://de.wikipedia.org/wiki/Chief_Executive_Officer
CFO: http://de.wikipedia.org/wiki/Cfo

Wikipedia kann so einfach sein... ;)

Anonymer Nutzer 27/12/2008 22:02
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Andere Frage: Wann kommt eigentlich HP mit seinen neu entwickelten Memristoren auf den Markt, die ein booten weitgehend überflüssig machen, da sie den Speicherinhalt auch nach dem ausschalten (ohne Strom) behalten aber ähnlich schnell wie RAM´s sind. Eine Trennung von Arbeitsspeicher und Dauerspeicher wäre somit dann überflüssig. (vermutlich müßten die Betriebssysteme dann komplett neu strukturiert werden - und das dauert ...)

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