Um die Amazon Web Services (AWS) nutzen zu können benötigen wir nur eine Kreditkarte zur Abrechnung - weitere Hürden gibt es nicht. Die Anmeldung für die Amazon Web Services erfolgt über die Webseite http://aws.amazon.com. Besitzer eines Amazon-Benutzerkontos können dieses auch für die Amazon Web Services verwenden, ansonsten muss eine Neuregistrierung erfolgen.
Ist die Registrierung oder Anmeldung unter http://aws.amazon.com erfolgt müssen wir uns für den Dienst "Amazon Elastic Compute Cloud" (Amazon EC2) registrieren, der uns einen virtuellen Server zur Verfügung stellt. Diesen Vorgang erledigen wir mit einem Klick auf den "Sign Up"-Schalter auf der Seite http://aws.amazon.com/ec2/.
Auf der folgenden Seite erhalten wir eine Kostenübersicht, an deren Ende wir unsere Kreditkartendaten eintragen und bestätigen müssen. Im nächsten Schritt müssen wir noch unsere Rechnungsadresse angeben. Wir beenden dann die Registrierung mit einem Klick auf "Complete Sign Up". Die Anmeldung für den Dienst Amazon EC2 gilt gleichzeitig auch als Registrierung für den "Amazon Simple Storage Service" (Amazon S3), auf den wir ein Image unseres Servers speichern werden. Beachten Sie hierbei, dass dafür weitere Kosten anfallen, die sich jedoch im Cent-Bereich bewegen.
Im nächsten Schritt melden wir uns mit unserem Benutzerkonto an und werden aufgefordert, ein X.509-Zertifikat und den dazugehörigen privaten Schlüssel anzulegen. Diese werden später zusammen mit unserer Kundennummer benötigt, um ein Abbild unseres Servers zu erstellen und auf Amazon S3 zu speichern.
Wurde das Zertifikat und der private Schlüssel generiert, laden wir nun beide Dateien auf unseren Computer herunter. Damit unterschieden werden kann, welche Datei welche Funktion hat, lautet der Dateiname des privaten Schlüssel "pk-<ID>.pem" wohingegen das Zertifikat den Namen "cert-<ID>.pem" trägt.
API-Tools, Putty und Java
Nach der Anmeldung bei AWS, Amazon EC2, Amazon S3 und der Generierung sowie dem Download des Zertifikats und des privaten Schlüssels haben wir einen Großteil der Vorbereitungen erledigt. Damit wir später auf unseren Server zugreifen können benötigen wir noch ein SSH-Programm wie Putty, das Programm Puttygen zum bearbeiten von SSH-Schlüsseln sowie die Amazon EC2 API-Tools, mit denen wir unseren virtuellen Server verwalten und speichern. Die Amazon EC2 API-Tools sind eine Sammlung von Kommandozeilenprogrammen, die eine funktionierende Java Laufzeitumgebung voraussetzen. Daher ist es auch zwingend notwendig, eine funktionierende Java Runtime Environmeot (JRE) höher als Version 1.5 auf dem Computer installiert zu haben. Weiterhin benötigen wir noch das Programm WinSCP.
Putty sowie Puttygen können in einem Verzeichnis gespeichert und von dort ausgeführt werden; eine Installation ist nicht notwendig. Die Amazon EC2 API-Tools liegen als ZIP-Datei vor, deren Inhalt wir in ein Verzeichnis unserer Wahl entpacken. Wir haben uns für das Laufwerk D entschieden und den Ordner "ec2-api-tools-1.3-33670" der Einfachheit halber in "ec2" umbenannt. Damit die API-Tools verwendet werden können müssen unter Windows noch folgende Umgebungsvariablen gesetzt werden: EC2_HOME, JAVA_HOME, EC2_PRIVATE_KEY und EC2_CERT. Eine Ausführliche Anleitung finden Sie auf diesen Seiten.
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Diese Idee ist vom Prinzip her sehr gut. Nur bezahlen was man auch wirklich benutzt.
@Marcel Binder: Eine Frage zu der Bestellung: Gibt es eine Verifizierung, bevor man den Dienst nutzen kann? ( Wäre blöd, wenn man einen Server dringend brauch und dann sich mit der Verifizierung rumschlagen muss! )
Es gibt keine Verifizierung. Account anlegen und Kreditkartendaten eingeben - fertig. Nach dem Login mit seinen Account-Daten kann man sofort loslegen und Virtuelle Maschinen nach Bedarf starten.
Die Idee ist mittlerweile schon ziemlich alt. AWS (der beschriebene EC2-Dienst ist neben S3 und anderen nur einer der von Amazon zur Verfügung gestellten On-Demand Dienste) selbst gibt es bereits seit mehreren Jahren. Seit den Anfängen des Cloud-Computing hat sich aber auch auf der Klientenseite einiges getan. Sicher ist AWS per Kommandozeile kompliziert und nur für "Eingeweihte" zu empfehlen. Grafische Tools wie g-Eclipse (Eclipse-basierter Client) oder auch Elasticfox (Firefox Plug-in) machen es aber auch Einsteigern relativ einfach sich in den Wolken zurechtzufinden.
Der Artikel kommt somit leider zwei Jahre zu spät, glänzt dabei aber auch durch dementsprechend veraltete Informationen. Sehr schade, das Thema ist hochinteressant.
Hallo snuggles, für mich ist das im Gegensatz zu Dir sehr interessant und neu und deshalb freue ich mich über die ausführliche Anleitung.
Vielleicht könntest Du ja mir und einigen anderen ein paar Links zu neueren Artikeln/Hilfen/Einsteigertipps geben.
Bei mir funktioniert die Eingabe im Puttyfenster nicht. Da kann ich auf die Tasten hauen wie ich will. Was mache ich falsch?